Imaginaerum

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

Imaginaerum von Nightwish

Die Band:

Seit vielen Jahren zählt die Band um Hauptkomponist und Mastermind Tuomas Holopainen zu den erfolgreichsten Metalbands aus Finnland. Ihre eigene Mischung aus klassischen Elementen, hartem Rock und Holopainens Liebe für bombastische Soundtracks haben der Band eine Mischung gegeben, die weltweit Charterfolge mit sich brachte.

Ihren Durchbruch feierten Nightwish 2004 mit dem Album „Once“ und dem Singlehit „Nemo“. Als Sängerin war damals noch Tarja Turunen dabei. Nach der erfolgreichen Once-Tour trennte sich die Band von Turunen und verpflichtete mit Anette Olzon deren Nachfolgerin. Das erste Album mit Olzon „Dark Passion Play“ erhielt weltweit gute Kritiken und etablierte die Sängerin fest in der Band.

Das Album:

Fünf Jahre nach „Dark Passion Play“ schlagen Nightwish nun ein neues Kapitel in ihrer Bandgeschichte auf. Kein Metalalbum ist im letzten Jahr so sehnsüchtig erwartet worden, wie das Album der Finnen. Und das zurecht: Tuomas Holopainen und seine Mitstreiter schlagen den auf „Dark Passion Play“ eingeschlagenen Weg konsequent fort und schaffen es, ihren Bombastrock in neue Sphären zu heben.

Selten begeistert ein Metalalbum auch Käuferschichten so nachhaltig, die sonst nichts mit diesem Musikstil anfangen können. Nach dem balladesken Intro „Taikatalvi“, dass auf finnisch daherkommt folgt mit „Storytime“ die erste Single des Albums.

Ein Rockkracher in gewohnt melodiösem Gewand, der mit einem hervorragenden Refrain daherkommt und die Vorfreude auf die weiteren gut siebzig Minuten ins Unermessliche steigert. Eine Vorfreude, die zu keiner Sekunde enttäuscht wird. „Ghost River“ ist ebenfalls ein typischer Nightwishsong, der durch den Wechselgesang von Anette Olzon und Marco Hietala, seines Zeichens Bassist der Band, zu gefallen weiß. Abgerundet wird der Song durch einen Kinderchor, der dem Song eine ganz eigene Note gibt.

Das folgende „Slow, Love, Slow“ ist einer der ungewöhnlichsten Nightwish-Songs, hat Tuomas Holopainen hier erstmals einen Jazzsong geschrieben, der nach dem dritten Hören seine ganze Kraft entfacht. Mit „I Want My Tears Back“ folgt ein Song, der zu den besten des Albums gehört.

Als einziger Song ohne Orchesteruntermalung überzeugt der Song durch irisch-keltische Klänge. „Scaretale“ ist dann ein siebeneinmalbminütiges Metalmusical: ruhige Passagen, treibender Rock, Orchesterelemente. Ein Song, bei dem man bei jedem Hören etwas Neues entdeckt.

Der anschließende Instrumentaltrack „Arabesque“ geht nahtlos in „Turn Loose The Mermaids“ über, der ohne Probleme auch als für einen Disneyfilm erhalten könnte. „Rest Calm“ und „The Crow, The Owl And The Dove“ sind ebenfalls überzeugend, wobei letzter als zweite Single ausgewählt wurde. „Last Ride Of The Day“ vereint dann wieder alles, was Nightwishfans an ihrer Band lieben.

Mit „Song of Myself“ folgt dann der absolute Höhepunkt des Albums: Ein in vier Kapitel unterteilter Track, der so komplex und vielschichtig ist, dass es einem den Atem raubt. Ein Song, der auch dem x-ten Hören nicht langweilig wird. Den Abschluss bildet der Instrumentalsong „Imaginaerum“, der alle Themen der vergangenen zwölf Titel nochmals vereint und das Album hervorragend abrundet.

Tracklist:

01 – Taikatalvi

02 – Storytime

03 – Ghost River

04 – Slow, Love, Slow

05 – I Want My Tears Back

06 – Scaretale

07 – Arabesque

08 – Turn Loose The Mermaids

09 – Rest Calm

10 – The Crow, The Owl And The Dove

11 – Last Ride Of The Day

12 – Song Of Myself

13 – Imaginaerum

Fazit:

Nie waren Nightwish besser, als auf „Imaginaerum“. Klang Anette Olzon auf dem Vorgänger noch etwas zurückhaltend, lässt Holopainen ihrer Stimme auf diesem Album freien Lauf. Egal ob Rock, Jazz oder Klassik. Anette Olzon gibt jedem Song sein eigenes Profil. Eindrucksvoll stellt sie unter Beweis, dass sie endgültig in der Band angekommen ist. Selten hat eine Band einem Genre so maßgeblich seinen Stempel aufgedrückt, wie Nightwish dem Symphonic Metal mit „Imaginaerum“.

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