Infected

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

Infected von  

Die Band:

HammerFall wurde 1993 von Oscar Dronjak und In-Flames-Gitarrist Jesper Strömblad gegründet, der sich aber 1997 wieder seiner Hauptband zuwandte. Der Bandname ist einer Textzeile des Liedes „Lucifer’s Hammer“ der amerikanischen Band Warlord entnommen worden.

Mit dem Einstieg von Sänger Joacim Cans ging es für die Band bergauf. Der musikalische Stil von HammerFall wird vor allem durch den Heavy Metal der 1980er Jahre beeinflusst. Neben eingängigen Melodien und ausgeprägten Gitarrensoli ist es vor allem die hohe Stimme Joacim Cans, die den Sound der Band maßgeblich prägt.

 Nach einigen Umbesetzungen setzt sich die Band augenblicklich aus Joacim Cans (Gesang), Oscar Dronjak (Gitarre), Pontus Norgren (Gitarre), Frederik Larsson (Bass) und Anders Johanson (Schlagzeug) zusammen.

Das Album:

Schon im Vorfeld des achten Studioalbums verkündete die Band, dass es eine Veränderung geben wird. Diese macht sich zunächst äußerlich bemerkbar, da kein Comic-Cover mit Figur Hector das Album ziert.

Für „Infected“ hat man einen speziellen Coverdesigner engagiert, der das geplante Zombiethema grafisch umsetzen sollte, dessen Arbeit jedoch nicht wirklich überragend ist.

Die zweite, weitaus gravierende, Änderung ist der Wechsel des Produzenten von Charlie Bauerfeind zum Amerikaner James Michael, der schon für Hilary Duff, oder gearbeitet hat.

Doch wie klingt der neue Sound von HammerFall? Gewohnt gut, den James Michael hat es verstanden, die Stärken der Band zu halten und lediglich den Kitsch- und Pathosfaktor zu verringern.

Daher ist „Infected“ eine Spur düsterer und härter als die vorherigen Alben. Dies macht sich schon beim Opener „Patient Zero“ bemerkbar, der das Zombiethema aufgreift, dass auf dem Cover dargestellt werden soll.

Nach einem gruseligen Intro singt Joacim Cans wie entfesselt und macht den Song zu einem echten Highlight. Und davon hat das Album einige! Schon der nächste Titel könnte der Leitsatz für das gesamte Album sein: B.Y.H. – Bang Your Head! Ein Stampfer, der für Livekonzerte geradezu prädestiniert ist.

Die Veränderung hört man auch beim nächsten Song. „One More Time“ braucht einige Hörgänge, bis man sich an die aggressiven Gitarren und den treibenden Beat gewöhnt hat.

Die Handschrift von James Michael macht sich hier sehr deutlich bemerkbar. Bei „Let’s Get It Out“ klingen HammerFall ein wenig nach Mötley Crüe und die Ballade „Send Me A Sign“ (eine Coverversion der ungarischen Band Pokolgep) nimmt Anleihen bei den .

Gerade dieser Song zeigt aber auch einmal mehr, welch begnadeter Sänger Joacim Cans ist, der den Song fast ausschließlich mit seiner Stimme trägt.

Das restliche Songmaterial ist ebenfalls sehr überzeugend. Stampfer wie „The Outlaw“, „I Refuse“ oder „666-The Enemy Within“ machen sofort Spaß, auch wenn gerade der letztgenannte Song mit einem für HammerFall untypischen Gitarrenriff aufwarten kann.

Zwei Songs verdienen aber doch noch eine genauere Betrachtungsweise: „Dia De Los Muertos“ ist für viele Fans der beste Song des Albums. Wieder ist der Einfluss von James Michael deutlich zu hören.

Die Gitarren von Oscar Dronjak und Pontus Norgren waren selten so aggressiv und einprägsam. Der spanische Refrain gibt dem Song zusätzlich eine überraschende Note.

Überraschend experimentell klingt auch der letze Song des Albums. „Redemption“ ist mit einer Spielzeit von sieben Minuten der längste Song des Albums und inzwischen mein Favorit. Ein abwechslungsreicher Song mit tollen Gitarrenläufen und einem Joacim Cans in Hochform.

Trackliste:

01 – Patient Zero

02 – B.Y.H. (Bang Your Head)

03 – One More Time

04 – The Outlaw

05 – Send Me A Sign

06 – Dia De Los Muertos

07 – I Refuse

08 – 666-The Enemy Within

09 – Immortalized

10 – Let’s Get It On

11 – Redemption

Fazit:

Die Neugestaltung des Sounds hat sich gelohnt. HammerFall legen mit „Infected“ ein Album vor, das alte Fans begeistern und neue gewinnen wird.

James Michael hat den Sound der Band nicht komplett umgekrempelt, sondern lediglich dafür gesorgt, dass sich Joacim Cans und seine Kollegen auf ihre Stärken besinnen.

Der Sound ist jetzt eine Spur härter und Songs wie „Patient Zero“ oder „One More Time“ klingen zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig.

Hier praktizieren HammerFall nicht mehr den Hurra-Power-Metal der ersten Alben. Doch man stellt beim Hören sehr schnell fest, dass die Band ihre Wurzeln nicht vergessen hat.

HammerFall stehen noch immer für melodiösen Metal mit tollem Gitarrenspiel und einer überragenden Stimme. Die Frischzellenkur hat sich auf jeden Fall gelohnt.

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