Infinity

Autorenwertung
  • Musik
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  • Instrumentalisierung
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  • Stimmen
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

NEUES VOM SOUNDMAGIER AUS DER BRETAGNE!

Der Musiker:

Der Franzose wurde 1970 in Brest geboren und ist in Rennes aufgewachsen. Seit seiner Kindheit spielt er Geige und Klavier. Als Jugendlicher war er in einigen Punkbands aktiv, bevor er an den Musikhochschulen von Rennes, Nantes und Boulogne studierte. 1995 veröffentlichte sein erstes Album „La Valse Des Monstres“. Der Musikstil des Multiinstrumentalisten ist eine Mischung aus Folk und Chanson, vermischt mit Pop- und Rockelementen. International bekannt wurde er durch die Filmmusiken zu den Kinohits „Die fabelhafte Welt der Amélie“ und „Good Bye, Lenin“. Neben seiner eigenen Musik arbeitet auch für andere Musiker und ist gern gesehener Gast auf Veröffentlichungen von The Divine Comedy, Noir Desir oder Francoiz Breut.

Das Album:

Schon mit seinem letzten Album „Skyline“ beschritt Yann Tiersen neue Pfade. Das renommierte Rolling Stone Magazin bescheinigte dem Werk einen ungewöhnlichen Sound, der voll von schwirrenden Klängen und psychedelisch wabernden Stimmen sei.

Jetzt ist der Soundmagier aus der Bretagne wieder da und legt mit „Infinity“ ein Album vor, das jenseits aller Chartplatzierungen und Radioeinsätzen ein Stück Musik ist, auf das man sich als Hörer einlassen muss. Lässt man sich aber in die Soundkollagen von Yann Tiersen fallen, wird man mit richtig guter Musik belohnt, die durchaus das Prädikat anspruchsvoll für sich proklamieren kann.

„Infinity“ ist abermals eine Mischung aus instrumentalen und gesanglichen Stücken. Wie bei „Skyline“ ist auch hier der Einfluss von oder spürbar. Titeln wie „A Midsummer Evening“ oder „The Crossing“ fehlt zwar die grandiose Gitarre eines David Gilmour, doch von der Stimmung, der Soundfärbung und dem musikalischen Aufbau der Titel werden immer wieder Erinnerungen an die monumentale britische Band wach.

Die Grundidee des Albums ist auf Island entstanden, was sich auch in den keltischen Ansätzen der Songs manifestiert. Gesanglich hat sich Yann Tiersen aber noch weiter inspirieren und unterstützen lassen. Sowohl isländische Stimmen („Steinn“) als auch bretonische („Ar Mean Bihan“) oder gar färöische („Grønjørd“) kommen auf „Infinity“ zum Einsatz und machen aus dem Album ein farbenprächtiges Klangspektakel.

Trackliste:

01 – (Infinity)

02 – Slippery Stones

03 – A Midsummer Evening

04 – Ar Maen Bihan

05 – Lights

06 – Grønjørd

07 – Steinn

08 – In Our Minds

09 – The Crossing

10 – Meteorites

 

Fazit:

Wer auf „Infinity“ einen Ohrenschmeichler wie die bekannte Amélie-Melodie sucht, wird auf dem neuen Album von Yann Tiersen sicher nur schwer fündig. Wer sich allerdings auf einen Sound jenseits aller massentauglichen Konventionen einlässt, sich gerne überraschen lässt und eine Vorliebe für avantgardistische Musik bis hin zum Krautrock hat, sollte sich unbedingt näher mit diesem Album beschäftigen.

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