Interpol: Turn on the bright light

Autorenwertung
  • Sound
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  • Melodie
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  • Lyrics
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  • Hörspaß
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  • Kreativität
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  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: Joe | Rezensionsdatum:

Turn on the bright light

von Interpol (2002)

Tracklist

1. Untitled

2. Obstacle 1

3. NYC

4. PDA

5. Say hello to the angels

6. Hands away

7. Obstacle 2

8. Stella was a diver

9. Roland

10. The New

11. Leif Erikson

Die New Yorker Band Interpol tritt stets in makellosen schwarz-weißen Anzügen auf und lassen auch auf ihren Alben immer die gleichen Instrumente erschallen: ein recht dominanter Bass, elektrische Gitarre (meist mit klarem Sound), Drums und selbstverständlich die unverwechselbare, markante und tief beeindruckende Stimme von Frontmann Paul Banks.

Schon mit dem ersten Track kann man ein Markenzeichen von Interpol entdecken: ein melancholischer Gitarrenteppich schraubt sich förmlich in die Gehörgänge und baut sich immer weiter auf,  um dann von den einsetzenden Vocals nochmals gesteigert zu werden, wobei es oft dem Bass vorbehalten ist, die Akzente zu setzen (z.B. bei Obstacle 1). Dieser so erzeugte Indiesound, natürlich ebenfalls getragen vom präzisen Einsatz des Schlagzeugs, besticht durch eine gewisse Coolness, aber auch einer düsteren Melancholie. Diese Kombination erweisr sich als extrem reizvoll.

Allerdings muss man den Songs teilweise etwas Zeit geben. Wer den schnellen Kick sucht und Wiedererkennungseffekte erhofft und sofort beim ersten Hören ein Aha-Erlebnis möchte, ist wahrscheinlich besser beraten, lautere Bands zu hören, die sich mehr an anderen orientieren. Wer sich jedoch darauf einlässt, für den wird das Debutalbum von Interpol eine so lange Zeit eine Freude bleiben, wie das nur bei wenigen, seltenen Alben und Gruppen der Fall ist.

Neben den getrageneren Titeln können Interpol aber durchaus auch mal sehr dynamisch werden (Obstacle 1, Hands away). Trotz des charakteristischen Sounds, der übrigens kaum durch zusätzliche Instrumente erweitert wird, ist die Abwechslung gegeben. Man findet sich in einem sehr intimen Album wieder, das einem sehr viel geben kann. Interessant kommen auch teilweise disharmonische Klänge daher, die bei anderen Bands schon mal aufgesetzt wirken und getrost als Effektheischerei bezeichnet werden dürfen. Hier nicht. Scheinbar verfolgen Interpol mit jedem Ton ein bestimmtes Ziel, und vielleicht lauscht man darum so begeistert- sowohl auf die einzelnen Intrumente, den Sound als auch die unnachahmliche Stimme von Paul Banks.

Teilweise wird Interpol nachgesagt, dass sie sich an den 70er und 80er und spezielle an Joy Division orientieren- ich kann das insofern ein bißchen nachvollziehen, als dass das Arrangement dort häufig ähnlich aufgebaut war- dennoch bleiben Interpol unnachahmlich.

Fazit
Für mich ist Interpol mit diesem Werk von 2002 fernab vom Mainstream ein unnachahmliches Meisterstück gelungen. Die Songs fügen sich aneinander und bilden eine homogene Schatztruhe an Kreativität, Intimität, aber auch Melancholie für diejenigen, die sich darauf einlassen. Anspieltipp: „Leif Erikson“. Dieser Song hat weltweit schon die ein oder andere Gänsehaut verursacht.

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