Intime Fremde

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Zwischenmenschliches
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  • Romantik
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne

Intime Fremde

Sandrine Bonnaire (Hauptdarsteller). Universum Film GmbH 2006, DVD, € 29,99

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Intime Fremde

Inhalt
Es beginnt mit einem Versehen. Als Anna sich auf dem Weg zum Psychiater befindet, irrt sie sich in der Tür und wird von William Faber in dessen Büro empfangen. Er ist Steuerberater. Doch bevor der schüchterne William überhaupt etwas sagen kann, beginnt Anna schon damit ihm zu erklären, dass sie sich in einer Notlage befindet und erzählt ihm direkt ihre intimsten Details aus ihrem Ehe- und Sexualleben. Nach kurzer Zeit weiß er, dass sie seit vier Jahren verheiratet und ihr Ehemann arbeitslos ist. Sie arbeitet in einer Edelboutique. Weiterhin erfährt er von ihr, dass sie seit einem halben Jahr keinen Sex mehr hatten und Angst hat verrückt zu werden. William ist erschrocken, schafft es aber dennoch nicht, Anna reinen Wein über seine Identität einzuschenken. Er lässt sie in dem Glauben der Psychiater zu sein und akzeptiert einen weiteren Termin bei ihm. Ohne ihren vollen Namen oder ihre Nummer zu hinterlassen, verlässt Anna das Büro.

Falscher Psychiater
Als Anna ihn dann das zweite Mal besucht möchte er die Sache endlich richtig stellen, was ihm aber erneut nicht gelingt. Anna lässt ihn wieder nicht zu Wort kommen und erzählt ihm ohne Punkt und Komma weitere Details aus ihrem Privatleben. Verzweifelt versucht er weiter das Missverständnis aufzuklären. Er läuft Anna auf der Straße nach und erkundigt sich auch bei seinem Nachbarn, dem echten Psychiater Dr. Monnier nach Anna´s Telefonnummer mit dem Ergebnis, dass er selbst für einige Zeit Patient von dem Doktor wird.

Anna wird nach und nach zu Williams Osession. Sie treffen sich ein drittes Mal und Anna erfährt bei diesem Treffen, wer William wirklich ist. Diese ist furchtbar wütend  unterstellt ihm eine List und ihr Vertrauen ausgenützt. Sie sagt er habe sie hintergangen. Dennoch sucht Anna, William wieder auf. Sie hat erkannt, dass sie sich weiter mit ihm unterhalten will, sogar muss. Er ist gern mit ihr zusammen schaut sie an. Es ergeben sich wöchentliche Termine. William schafft es nicht, diese ungewöhnliche Therapie zu beenden. Er kommt langsam aus seinem Schneckenhaus hervor. Anna´s Beklemmungen werden weniger je mehr sie William erzählt. Sie merkt plötzlich, dass sie genau den Mann gefunden, der ihr so zuhört wie sie es sich wünscht.

Fazit
In diesem Film baut sich die Spannung ganz von alleine auf, durch Worte und Blicke. Bis zum Schluss wird das so beibehalten. Dies macht unter anderem die Qualität des Films aus. Der Regisseur Leconte machte „Intime Fremde“ zu einer Thriller der Gefühle. Von dem für den Film vom Regisseur ausgesuchten Schauspielerduo wird der Film neben seiner Qualität durch die Spannung, getragen. Das Schauspielerduo ist hervorragend. Zum ersten Mal stehen beide vor der Kamera.

Sehr überzeugend spielt alle Facetten ihrer Rolle. Der dissonante Soundtrack des Films und die schnellen Schnitte verleihen dem Film weitere Pluspunkte. Sie forcieren den Film. Dieser Film ist ein Film, typisch Leconte. Das Werk ist ein Drama, dass von vielen Dialogen durchzogen ist. Sehr behutsam, sensibel und langsam  kommt der Film rüber. Er schafft es die emotionale Tiefe der Charaktere auf die Plots zu übertragen.

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