Iskander der Traumdieb

Autorenwertung
  • Abenteuer
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  • Faszination
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  • Charaktere
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  • Geschichte
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  • Spannung
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  • Gesamt
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Rezension von: bluecanvas | Rezensionsdatum:

Iskander der Traumdieb von

Inhalt

Iskander, ein mäßig begabter Magier, reist mit seinem alten Diener Okke durch das Land, um in jeder Stadt auf seinem Weg seine Dienste als „Traumdieb“ anzubieten. Dies ist die einzige magische Begabung, die Iskander überhaupt sein Eigen nennen kann, zumal es zu einer eher seltenen Gabe in der Magierzunft zählt:

Er ist in der Lage in die Träume anderer Menschen einzudringen und diese zu manipulieren, um etwa wiederkehrende Albträume zu besiegen.  Diese Fähigkeit ist es auch, welche die Hohe Andrine der heiligen Insel Vale, die höchste Priesterin im hochentwickelten Inselreich Albe, auf den reisenden Magier aufmerksam werden lässt.

Sie offenbart ihm, dass der junge Thronfolger Vales von schrecklichen Träumen geplagt wird, die seine Zurechnungsfähigkeit und damit seine Herrschaft zunehmend beeinträchtigen.

Iskander, der vor allem ein lohnendes Geschäft in diesem Auftrag sieht, macht sich sofort an die Arbeit und begegnet in der Traumwelt des jungen Prinzen einem schrecklichen Drachen, der sich Iskander als übermächtiger Gegner präsentiert.

Tatsächlich wird Iskanders realer Körper im Zuge des ungleichen Kampfes verletzt und der Magier beschließt, selbst nach Vale zu reisen, um die dunkle  Bedrohung in den Träumen des Prinzen genauer erforschen zu können.

Es stellt sich jedoch bald heraus, dass nicht nur der Prinz von einer starken Macht beeinflusst wird, sondern das gesamte Inselreich Albe zunehmend von einem übermächtigen Feind eingenommen wird, der im fernen westlichen Kontinent seine gierigen Hände nach dem hochentwickelten Inselreich ausstreckt.

Mit der Ankunft einer feindlichen Flotte wird aus dem magischen Schatten jedoch rasch eine reale Bedrohung und Iskanders Fähigkeiten werden auf eine große Probe gestellt. Denn der geheimnisvolle „Wolf“, der Herrscher des Westens, ist nicht nur ein einflussreicher Kriegsherr, sondern einer der mächtigsten Magier Terces.

High-Fantasy mit faszinierender Geschichte

Auch wenn die Handlung selbst auf ein Fantasy-Abenteuer im Magier-Milieu schließen lässt, sollte doch auch ein Blick auf die Hintergründe der fiktiven Welt von Terce geworfen werden.

Während der überwiegende Teil der Bevölkerung des Planeten in mittelalterlichen Verhältnissen, geprägt vom Glauben an Magie und höhere Wesen, lebt, existiert dennoch das hochentwickelte  Volk der Pneuma, das eine geheimnisvolle Technologie hütet, die vor unzähligen Generationen von den ersten Menschen auf den Planeten gebracht wurde und anschließend in Vergessenheit geriet, bis nur noch wenige Menschen das Wissen um ihre Anwendung und Instandhaltung ihr Eigen nennen konnten.

Mit dem Auftreten des kriegshungrigen „Wolfs“ erscheinen jedoch auch Wesen auf der Bildfläche, die den Planeten lange vor der Ankunft der Menschen bevölkert haben und mittlerweile nur noch in den Sagen der Menschen als Waldgeister existierten.

Der aufziehende Krieg der Menschen erscheint den geheimnisvollen Lemmarill  so bedrohlich für den Planeten, dass sie sich Iskander zu erkennen geben und ihre Mächte in den Dienst des Friedens stellen.

Wim Gijsens Fantasy-Erbe

Das Werk des niederländischen Fantasy-Autors Wim Gijsen beschränkt sich auf nur wenige mehrteilige Reihen, die jedoch durchwegs das Thema menschlicher Kulturen auf fremden Planeten aufgreifen, wobei er die genaue Herkunft der Menschen in einigen Werken im Unklaren belässt.

Die Konstellation einer vormals technologisch hochentwickelten Gesellschaft, die mangels Ressourcen oder Know-How zu einer altertümlich anmutenden Gesellschaft zurückgekehrt ist, sowie die fantastisch-magischen Elemente, die der Autor auf wissenschaftliche Weise zu erklären versucht, zeichnen Wim Gijsens Werke auf unverwechselbare Art und Weise aus.

Fazit

Dieser Roman, sowie der nachfolgende Teil „Das Haus des Wolfs“ sind eine Bereicherung für jeden Fantasy-Liebhaber. Nicht nur die packende und tiefgründige Handlung vermag den Leser zu fesseln, auch die detaillierten Hintergründe der Welt von Terce lassen durchaus Vergleiche mit den Werken Tolkiens zu.

Interessierte Fantasy-Fans sollten sich nicht vom geringen Bekanntsheitsgrad des Autors täuschen lassen und den Welten Wim Gijsens eine Chance geben.

In „Iskander der Traumdieb“ steht einem Ausflug in neue, spannende Welten nichts mehr im Weg. Eine klare Leseempfehlung!

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