James Palmer: Der blutige weiße Baron

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Der blutige weiße Baron

Nora Matocza (Übersetzer). Eichborn 2010, Gebundene Ausgabe, 384 Seiten, € 36,00

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Der blutige weiße Baron Die erstaunliche Geschichte eines russischen Adeligen, der zum letzten Khan der Mongolei wurde

Das Buch ist im Jahre 2010 im aus Frankfurt / Main erschienen. Es ist stolze 380 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Nicolai Robert Max Baron von Ungern-Sternberg ist ein deutsch-baltischer Aristokrat, der in Reval aufgewachsen ist. Die Bezeichnung „baltendeutsch“ ist insofern angebracht, als daß seine Eltern deutsche Wurzeln hatten, aber im Baltikum lebten. Antisemitismus, fromm-fanatischer Buddhismus und haßerfüllter Antikommunismus in sich vereinigend, führte er ein abenteuerliches Leben. Mit einer Truppe aus Weißrussen, Japanern, Leuten aus Sibirien und natürlich Mongolen eroberte er 1920 die Mongolei. Seine Herrschaft sollte allerdings nur 130 Tage dauern.

Über den Autoren

James Palmer ist Jahrgang 1978. Der Historiker arbeitet auch als Journalist, der sich auf Reisethemen spezialisiert hat.. Er lebt heute wohl in Peking. Das vorliegende Werk ist das erste Buch, das er veröffentlicht.

Die Buchbesprechung

Schon bei der ersten Begegnung mit dem Buch fällt die materielle Qualität des Werkes auf. Es steckt in einem Schuber, auf dem auch ein Foto des Barons zu sehen ist. Buchdeckel und Buchpapier sind von einer guten und festen Qualität. Jede Seite enthält jeweils auf dem Innen- und Außenrand einen schwarzen Strich von oben nach unten. Das Buch ist eine reine Bleiwüste, enthält also keinerlei Abbildungen.

Der Textteil stellt eine Persönlichkeit vor, die heute völlig unbekannt ist. Da ist allein schon der Rechercheaufwand für dieses Buch beachtlich. Das Ergebnis: So gründlich und detailliert wie kaum eine andere Biographie beschreibt die hier vorliegende Lebensbeschreibung Charakter und Lebensweg des Adeligen.

Doch es bleibt nicht nur bei der konkreten Person. Soweit möglich ordnet Palmer den Baron von Ungern-Sternberg in die jeweiligen zeitgeschichtlichen Umstände vor Ort ein. Das Buch ist also eine Verbindung von allgemeinen geschichtlichen und personenbezogenen Daten, die so lebendig und anschaulich geschrieben sind, als ob man live dabei gewesen wäre.

Palmer beschreibt hier eine gedankliche und reale Welt, die für uns heute nur schwer vorstellbar ist. Wo endet die Realität? Wo beginnt die Fiktion? Diese Fragen kommen hier schnell auf. Zu exotisch, zu unkonventionell und auch abenteuerlich ist das Leben gewesen, als daß es wirklich passiert sein könnte. Oder? Daß ein baltendeutscher Adeliger Staatsoberhaupt der Mongolei gewesen ist, also nein, das kann doch nun wirklich nicht gewesen sein, nicht wahr?

Das Fazit

Das Buch bietet spannende Unterhaltung. Der Leser bekommt historische Fakten geboten, aber auch eine wohl reale Biographie, die fast schon wie eine erfundene Geschichte wirkt. Was einfach daran liegt, daß das Leben des Barons doch wohl sehr abenteuerlich war.

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