Josef Wiesekötter: Das frühe Persien

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Das frühe Persien

Josef Wiesehöfer. C.H.Beck 2015, Taschenbuch, 128 Seiten, € 8,95

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Das frühe Persien Geschichte eines antiken Weltreiches

Das Buch ist im Jahre 1999 im Verlag C. H. Beck, der ja bekanntlich in der bayerischen Landeshauptstadt München ansässig ist, herausgegeben worden. Es umfaßt genau 128 Seiten.

Die Inhaltsangabe

In den `60er und `70er Jahren bestimmt der Schah und seine Frauen unser Bild vom aktuellen Persien. Ab den `80er Jahren wandelte sich dann das Bild. Der Iran wurde zu einem islamischen Gottesstaat. Daß die iranisch-persische Geschichte viel mehr zu bieten hat, wird dabei viel zu leicht übersehen. Das Buch beschreibt die Zeit aber der Herrschaft der Achaimeniden bis zum Aufkommen des Islam.

Wiesekötter geht auf Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Militärwesen genauso ein wie die geographischen, historischen und ethnographischen Voraussetzungen, die zum Aufstieg des frühen Persien führten.

Über den Autoren

Wiesekötter unterrichtet als Professor für Alte Geschichte an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Als ausgewiesener Fachmann für dieses Gebiet ist er auch schon als Autor von Fachliteratur in Erscheinung getreten.

Die Buchbesprechung

Schon beim oberflächlichen Querlesen wird schnell deutlich, daß das Buch überhaupt nicht smit dem heutigen Iran und seinen unmittelbaren Vorgängern zu tun hat. Wiesekötter führt hier in eine Welt ein, die der unserigen nicht unbedingt vertraut ist. Wer sind beispielsweise die Religionsgruppen der Manichiäer und Zoroastrier? Hier werden so viele Orts- und Städtenamen sowie Fachbegriffe als bekannt vorausgesetzt und daher nicht erklärt, daß es für den nicht akademisch vorgebildeten Leser oft sehr schwierig ist, den Ausführungen überhaupt zu folgen.

Das Buch gehört zu der Buchreihe „Wissen in der Beck`schen“ Reihe. Es vermittelt ein Wissen, das zum Verständnis der heutigen Welt (etwa dem Atomstreit mit dem Iran, den wir aus der Tagespresse kennen) rein gar nichts beiträgt. Das Buch wendet sich an Altertumswissenschaftler, die eine gute und komprimierte Zusammenfassung der historischen Ereignisse erhalten.

Gibt es überhaupt eine Leserschaft für ein solches Werk? Wer ist an einem solchen Thema interessiert? Diese Fragen sind hier schon berechtigt. Das alte Persien gehört bestimmt nicht zu dem Allgemeinwissen, mit dem man in geselliger Runde glänzen kann. Und gute Noten bei der Abiturprüfung im Fach Geschichte auch nicht bekommt. Von daher sei schon die Frage an den Verlag erlaubt, warum er überhaupt ein solches Buch herausgibt. Nur der Vollständigkeit halber, damit er die politische und Kulturgeschichte des Altertums komplett beschreiben kann? Muß wohl. Ob er ein solches Buch überhaupt verkauft bekommt? Diese Frage sei nicht laut gestellt. Ein wenig mehr Allgemeinverständlichkeit und auch Orientierung an einen nicht wisenschaftlich vorgebildeten Leser hätte dem Buch auf jeden Fall gut getan.

Das Fazit

Als Fachbuch mag dieses Buch sicherlich überzeugen. Ein Altertumswissenschaftler wird glücklich sein, wenn er eine solche Zusammenfassung in den Händen hält. Wer aber die Welt von heute erklärt bekommen möchte, wird zu anderer Literatur greifen müssen.

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