Joseph Milz: Rathaus Duisburg

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Rathaus Duisburg Gestalt und Geschichte

Das Buch ist im Jahre 1996 im aus Duisburg erschienen. Es umfaßt insgesamt 94 Seiten.

Die Inhaltsangabe

Duisburg ist eine der ältesten Städte im Rheinland. Geschichtswissenschaftler können sie mindestens bis ins Jahre 883 zurückverfolgen. Das heutige Rathaus ist wesentlich jünger. Die Pläne dafür wurden kurz vor der Jahrhundertwende auf den Weg gebracht. Kurz nach der Jahrhundertwende, man schreibt das Jahr 1902, ist das Gebäude fertiggestellt und in Betrieb genommen worden.

Milz beschreibt, wie das Rathaus gebaut wurde und heute genutzt wird. Auch auf  Architektur und Ausschmückung geht er dabei ein.

Über den Verlag

Den Verlag gibt es heute nicht mehr. Er wurde im Jahre 1998 vom ebenfalls in Duisburg ansässigen Mercator-Verlag übernommen.

Über den Autoren

Ältere Zeitgenossen können sich bestimmt noch an Joseph Milz erinnern. Er hat über Jahre hinweg das Duisburger Stadtarchiv geleitet. Milz ist daneben auch mehrfach als Autor zu stadthistorischen Themen in Erscheinung getreten.

Eine Besprechung des Buches

Das Buch ist großzügig gestaltet; das fällt dem Leser sofort auf, wenn er das Buch in die Hand nimmt. Dies gilt sowohl hinsichtlich der Maße wie auch der Seitengestaltung. Sie ist  nicht überfrachtet, sondern eher zurückhaltend angelegt.

Für einen Archivar und Stadthistoriker schreibt Milz sehr locker und flüssig, fast schon im Plauderton. Und dennoch sind die Ausführungen so sachlich und detailliert wie nötig, um dem Leser ein umfassendes Bild von Geschichte, Ausstattung und Architektur des städtisches Gebäudes zu vermitteln.

So sollte man zumindest meinen. Die Fotos sind alle in schwarzweiß gehalten. Dies fällt hier auf sehr üble Art und Weise auf. Wer – wie der Autor dieses Textes – das Rathaus durch häufige Besuche kennt, hat beim Betrachten das Original vor Augen. Und wird prompt den Charme des Originals vermissen. Dies gilt gerade für die künstlerische Gestaltung. Was die Fotos anbelangt, wird sie durch die Schwarzweißfotografien nicht genügend herausgearbeitet.

Die Texte sind in dieser Hinsicht schon besser. Sie liefern alle nötigen Informationen zur Geschichte des Gebäudes.

Städte wie Essen – auch im Ruhrgebiet gelegen und von vergleichbarer Größe und Geschichte – kann nicht auf ein so historisches Rathaus zurückblicken; sein Rathaus ist vom Aussehen und Struktur her ein eher funktionales Gebäude, das sich an den Erfordernissen einer Verwaltung orientiert.

Das Duisburger Rathaus kann daher schon einen gewissen Charme vorweisen. Es wäre schon gewesen, wenn dieser Charme auch irgendwie herausgearbeitet worden wäre.

Ein Fazit

Dies ist aber auch schon der einzige wirkliche Mangel, der beim Lesen des Buches auffällt. Der Leser wird hier viele Informationen erhalten, die im täglichen Leben leicht übersehen werden.

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