Junggesellenabschied

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Junggesellenabschied

Julia Walther (Übersetzer). Rowohlt Taschenbuch Verlag 2009, Taschenbuch, 368 Seiten, € 18,80

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Junggesellenabschied von

Inhalt
William Walker kann sein Glück kaum fassen: Er hat es tatsächlich geschafft, seine Traumfrau Isabel zu heiraten und ist nun der Meinung, dass seinem Glück nichts mehr im Wege steht. Doch er hat sich die Ehe einfacher vorgestellt, als sie ist. Denn nach der glücklichen Hochzeit kommt es für William „ganz schön dicke“, denn die noch junge Ehe bekommt es mit zwei Problemen zu tun, die William und Isabel gewaltig zu schaffen machen.

Das erste Problem: Alex, Isabels „bester Freund“ aus Kindertagen macht William das Leben zur Hölle. Nicht genug, dass er sich erdreistet, Isabel in einer Kutsche mit vier weißen Pferden zum Traualtar zu geleiten, Alex lässt es sich außerdem auch nicht nehmen, auf der Hochzeitsfeier „I will always love you“ zum Besten zu geben. Das zweite Problem: Saskia, Williams hysterische und leicht nymphoman veranlagte Ex-Freundin, die es partout nicht lassen kann, William immer wieder Annoncen zu machen und ihn mit zweideutigen Angeboten „auf die Palme“ zu bringen…

Ein stellenweise durchaus kurzweiliger Roman – „ganz nett“, mehr jedoch leider nicht
Matt Rudd erzählt in „Junggesellenabschied“ eine klassische Geschichte. Ein junges Paar geht den Bund der Ehe ein, und kaum ist die Ehe geschlossen, lassen die Probleme nicht auf sich warten. Noch bei der Hochzeitsfeier glaubt William, dass Alex wirklich nur Isabels „bester Freund“ ist, der bei der Hochzeit lediglich etwas übers Ziel hinausgeschossen ist – doch schon bald muss er erkennen, dass Alex in Isabel mehr sieht als nur seine „beste Freundin“.

Er terrorisiert William, und mit seiner kriecherischen Art sorgt er dafür, dass William bald genug hat von Alex angeblicher „Fürsorge“, seinen freundlich daherkommenden Kontrollanrufen und seiner merkwürdigen Eigenart, Isabel stets mit „Süße“ anzusprechen. Doch nicht nur Alex drängt sich in das Eheleben von William und Isabel, auch Saskia, Williams Ex, die mit ihren Reizen nicht gerade sparsam umgeht, treibt immer wieder einen Keil zwischen das junge Paar.

Und so bleibt es nicht aus, dass William schon bald eine ernüchternde Bilanz zieht – die Ehe verläuft nun so gar nicht gemäß seinen Vorstellungen. Isabel kann nicht nachvollziehen, warum William Alex so verabscheut, und von der einstigen Freiheit in der Beziehung spürt William auch nichts mehr. Seine liebsten Rituale wurden ihm von Isabel ersatzlos gestrichen, und zu allem Überfluss lässt sich Isabel auch nicht von der Idee abbringen, aufs Land zu ziehen.

Im neuen Haus auf dem Land bekommen William und Isabel es dann noch mit einer verschrobenen Nachbarin zu tun, die immer wieder mit mysteriösen Geschenken und dubiosen Verhaltensweisen auf sich aufmerksam macht. „Junggesellenabschied“ schildert somit die typischen Probleme einer Ehe, natürlich verzichtet Matt Rudd dabei nicht auf das Stilmittel der starken Übertreibung. Stellenweise mag man dem Autor zustimmen, und „Junggesellenabschied“ ist auch bei weitem kein „misslungener“ Roman, doch leider verflacht die Handlung mit der Zeit immer mehr.

Fazit
„Junggesellenabschied“ ist ein kurzweiliger Roman, und stellenweise glänzt der Roman wirklich durch äußerst skurrile Situationskomik. Doch viele Pointen nutzen sich im Verlauf der knapp 370 Seiten immer mehr ab, und so wirkt das Ganze dann letztlich doch etwas klischeehaft. Zwar gelingt es dem Autor, am Ende des Romans noch einmal einige unerwartete Wendungen in die Handlung einzubringen, doch die Geschichte ist zu diesem Zeitpunkt bereits am Ende angelangt.

Viele gelungene Pointen gehen deshalb auch aufgrund der teilweise (zu) langen Passagen, in denen nichts passiert unter. Somit ist „Junggesellenabschied“ ein Roman, der beim einmaligen Lesen sicher für einige „Lacher“ gut ist,  mehr als durchschnittlich „leichte Kost“ bietet „Junggesellenabschied“ aber leider nicht.

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