Kai Oliver Thielking: Zwischen Bibel und Grundgesetz

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Kai Oliver : Zwischen Bibel und Grundgesetz Christliche Kleinparteien in der Bundesrepublik Deutschland

Das Buch ist im Jahre 1999 im Tectum Verlaus aus Marburg erschienen. Es ist 145 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die kleinen, christlichen Parteien waren bislang kaum Gegenstand der politikwissenschaftlichen Parteienforschung. Dafür gibt es Gründe – der verhältnismäßig schwierig Zugang zu Daten und die schwachen Wahlergebnisse deutlich unter der Fünf-Prozent-Hürde seien exemplarisch dafür genannt. Die „Partei Bibeltreuer Christen“, die „Christliche Mitte“ und die „Christliche Partei Deutschlands“ sind solche Splitterparteien, die bisher kaum unter die Lupe genommen wurden.

Parteiprogrammatik, innere Verhältnisse und Wahlergebnisse dienen dazu, ihre Verhältnisse zueinander, aber auch das zur CDU/CSU und ödp zu bestimmen. Sind christliche Politiker per se Fundamentalisten? Sind die Parteien verkappte Sekten? Welchen Stellenwert nimmt die Bibel in der praktischen politischen Arbeit ein? Auch solche Fragen sollen hier beantwortet werden.


Über den Autoren

Thielking ist Jahrgang 1969. Sein Studium der Politischen Wissenschaften, Soziologie und Rechtswissenschaft an der Universität Bremen und der Philipps-Universität Marburg hat er mit dem Diplom abgeschlossen.

Das Buch hält bedingt, was die Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel verspricht. Im Hauptteil gibt es eine politikwissenschaftliche Analyse. Sie orientiert sich aber zum Glück weniger an theoretischen Vorgaben. Die praktische Seite des täglichen politischen Lebens steht eher im Vordergrund. Fotos – beispielsweise von Parteitagen, Wahlkampfveranstaltungen oder den Parteivorsitzenden – kommen in dem Buch leider genausowenig vor wie Berichte über die allgemeinpolitische oder innerparteiliche Arbeit. Es gibt gerade einmal Schaubilder, die die statistischen Angaben veranschaulichen sollen. Am Ende des Buches gibt es noch einen Anhang. Darin gibt es noch Interviews mit den Vorsitzenden der CM, PBC und CPD. In diesen Interviews werden mittels Standardfragen der Zugang dieser Politiker zur allgemeinen Politik und ihrer Partei im Besonderen vorgestellt.

Das Buch bietet einen Überblick über die christlichen Parteien am Ende des 2. Jahrtausends. Es fehlt eine konkrete Analyse der politischen Inhalte der Parteien. So wird beispielsweise überhaupt nicht auf die Islamfeindlichkeit und Homophobie = Schwulenfeindlichkeit der Christlichen Mitte eingegangen.

Das Buch ist in dieser Hinsicht zu oberflächlich, nein, besser: gar nicht erst existent. Es fehlt also ein wichtiger Teil. Das Buch kann also bestenfalls eine formale Einführung in das Thema sein.

Das Fazit

Es ehrt Autor und Verlag sicherlich, dieses Buch auf den Markt gebracht zu haben. Für politisch interessierte Leser wäre es aber besser gewesen, wenn das Buch inhaltlich wesentlich tiefer gewesen wäre, insbesondere was die politischen Inhalte der angesprochenen Parteien anbelangt. Ein Buch wie dieses schreibt geradezu nach einer aktualisierten und inhaltlich tieferen Fortsetzung.

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