Kari Erlhoff: Die drei ??? Im Schatten des Giganten

Autorenwertung
  • Spannung
    ein Buchein Buchein Buchein Buchein Buch
  • Charaktere
    ein Buchein Buchein Buchein Buchkein Buch
  • Lesbarkeit
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Abenteuer
    ein Buchein Buchein Buchein Buchhalbes Buch
  • Gesamt
    4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne4.5 Sterne
Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Kari Erlhoff: Die drei ??? Im Schatten des Giganten

Dieser Band ist im Jahre 2012 im Frankh- Verlag, Stuttgart, erschienen. Er ist 126 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Die drei ??? begleiten Mr Andrews auf eine Reise in den Yosemite National Park. Doch was als Urlaubsreise geplant ist, wird schnell zu einem neuen Fall für die drei Juniordetektive. Als sie dem Rätsel um die mysteriösen Blutspuren nachgehen, wird einer von ihnen doch tatsächlich angeschossen. Kurze Zeit später machenen sie einen schrecklichen Fund. Und zu guter Letzt kommt es zu einer Kletterpartie auf Leben und Tod. Ort des Geschehens: Half Dome, der große Granitblock im Park.

Die drei ??? und die Autoren

In der Internetenzyklopädie Wikipedia gibt es einen sehr informatigen Beitrag über die drei Fragezeichen und das Autorenteam, das heute die Bücher schreibt. Daher verzichte ich an dieser Stelle darauf, auf die Entstehung und Entwicklung der Jugendbuchreihe einzugehen. Und verweise stattdessen lieber auf den eben erwähnten Wikipedia-Beitrag. Und das ziemlich uneigennützig. Er stammt nämlich nicht von mir.

Die eigentliche Buchbesprechung

Bob ist als dritter Detektiv für die Recherche und das Archiv zuständig. Zum ersten Mal überhaupt bekommt sein Vater eine Rolle in einer der Geschichten. Es gibt zur Abwechslung also mal nicht Tante Mathilde und Onkel Titus.

Und es gibt noch eine zweite Besonderheit, die weitaus gewichtiger ausfällt. Zum ersten Mal überhaupt wird einer der drei Juniordetektive so schwer verletzt, daß er sich schonen muß, also faktisch ausfällt und die wirklich gefährlichen Einsätze nicht mitmachen kann. Nicht, daß das Buch wirklich gewalttätig wäre – es liegt vielmehr ein zeitweiliger Actionreichtum vor, den der treue Fan nicht aus früheren Episoden kennt. Die Straftaten, um die es hier geht, wirken da fast schon treuherzig-harmlos.

Wer noch die alten, früheren Ausgaben aus der Jugendbuchreihe kennt, wird schnell feststellen, daß die drei Fragezeichen in der Moderne angekommen sind. Dies wird schon an Kleinigkeiten deutlich. Sie nutzen moderne Technologie, wie etwa Computer. Die Erzählweise ist für Jugendliche von heute sehr gut geeignet. Darunter gelitten hat die Charakterisierung der Juniordetektive. Ein Beispiel: Justus Jonas ist nicht mehr der pummelige Besserwisser. Seine geschwollene Ausdrucksweise tritt nur noch an einigen wenigen Stellen deutlich zu Tage. Es tritt auch nicht mehr deutlich hervor, wer Justus, Peter und Bob eigentlich sind. Gehen sie noch zur Schule? Sollten sie die Schule verlassen haben: Was machen sie beruflich? Betreiben sie die Detektei jetzt vollprofessionell? Auch ein Privatleben  scheint es nicht zu geben. So hat offensichtlich keiner der drei Jungen derzeit eine Freundin.

Es täte der Buchreihe sicherlich gut, wenn sie mehr Realitätsbezug entwickeln würde.

Was die detektivische Arbeit anbelangt, so ist sie in diesem Buch etwas unterentwickelt. Die Lösung (oder sind es Lösungen?) kommt auch ein wenig durch Zufall heraus. Das Buch ist mehr auf Spannung und Unterhaltung angelegt.

Ein Fazit

Ich staune immer wieder, wieviele Fans die drei Fragezeichen auch unter Erwachsenen haben. Wer sie mag, bekommt hier ansprechende, wenn auch etwas oberflächliche Unterhaltung geboten.

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