Kartenspiel Primo

Autorenwertung
  • Kreativität
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  • Anspruch
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  • Ausstattung
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  • Spielspaß
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  • Unterhaltung
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  • Gesamt
    3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne3.5 Sterne
Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

: Primo

Moderne Patiencen

Der Klassiker unter den Seniorenspielen ist die . Da so urfranzösisch klingende Ablegespiel, das jede Oma mit sich alleine spielen kann; und quasi auch von jedem Kind gelernt werden kann. Seltsamerweise spielen es aber immer nur Omas oder Großtanten. Dabei gibt es eigentlich ganz hervorragende, spannende und knifflige Varianten; auch zu zweit kann man da richtig schön ablegen oder umlegen.  Eine ganz eigene Variante ist nun bei Kosmos Spiele erschienen, der schnelle Kartenspaß mit dem Namen Primo.

Ja, prima, mag man sich da denken. Patience jetzt als zackiges Kartenspiel im Mehrspielerformat. Die Grundlagen jedenfalls sind nahezu identisch: es gibt Karten mit den Werten von 1 bis 13 sowie sechs Ablagestapel mit Startkarten, die dann jeweils nach oben oder unten verlängert werden müssen und die – schmackhaftes strategisches Gewürz des Originals – komplett als Teile oder ganze Reihen in andere Reihen verschoben werden können, um Platz zu machen für den Aufbau einer ganz neuen Reihe. Patience eben.

Die Karten sind in zwei Farben unterwegs (hier unterschiedet sich das erste Mal Primo vom Original), nämlich gelb und blau. Wer Expertenvarianten spielen will, kann versuchen, in die Regeln des Anlegens die Farbgestaltung mit einzureihen – also immer neben der passenden Zahl auch immer abwechselnd die Farben zu legen. Die wirkliche Neuigkeit aber sind die zwei Sonderkarten, mit denen das Spiel den Oma-Charme der Patience geschickt umgeht.

Mit der Topkarte lässt sich in einer Reihe auch die oberste Karte als Anlegestelle nutzen, die ja normalerweise nicht mehr integriert werden kann. Mit der Nimmkarte kommt nun endlich ein wenig Interaktion ins Spiel zieht, denn so müssen sich die Mitspieler eine Karte nehmen, die bereits ausliegt. Gemein, aber im 2-Spieler-Modus auch ein bisschen wenig Action, denn ausschließlich eine Karte ist zu ziehen.

Gut, dass die Macher direkt an ein paar Varianten de Spiels gedacht haben, was sie in der kleinen Spielleitung offerieren – oder zumindest einen dazu animieren, dies selbst zu tun. Denn der Langzeitspaß ist schnell ausgereizt bei diesem Spiel, zumindest für anspruchsvollere Naturen. Im Gegensatz dazu haben die Spielcharaktere der Senioren oder kleinen Kinder hier die ganz einfachen und beliebten Spiele. Es braucht ein wenig Rechnen können, eine gute Auffassungsgabe und die richtige Portion Kombinatorik, dann liegt hier ein ideales, weil einfaches, kleines, langlebiges und sauberes Spielchen vor.

Fazit:

Primo ist ganz einfach und sollte genau mit dieser Erwartung angegangen werden. Patience-Fans werde ihre wahre Freude daran haben. Spielefüchse sollten sich lieber mit den aufwendigen und verrückten Abarten der Original-Patience beschäftigen, denn da tun sich Schätze auf. Immerhin: Primo hat einen drauf gebracht, sich diesen vergangenen und zukünftigen Tage des Spiellebens wieder anzunähern.

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