Keine Lieder über die Liebe

Autorenwertung
  • Spannung
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  • Zwischenmenschliches
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  • Humor
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  • Gesamt
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Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Keine Lieder über die Liebe

Inhalt
Tobias und Ellen sind beide um die dreißig und ein Paar. Sie haben keine Kinder und keine Sorgen. Neben sich selbst suchen sie überwiegend den Spaß am Leben. Da kommt ihnen die Clubtournee von Tobias Bruder Markus und seiner Band gerade recht. Sie wollen die Tour der Band und die Erfahrungen, die sich auf der Bandtour ergeben mit Hilfe einer Kamera dokumentieren. Tobias möchte damit auch gleichzeitig herausfinden wie viel Markus und Ellen noch füreinander empfinden. Sie sind sich schon einmal sehr nahe gekommen, näher als es ihm lieb ist. Diese Ungewissheit macht ihn fertig. Er bewundert seine Bruder, wie er alles so anpackt, was er sich vornimmt und dessen Selbstbewusstsein. Er hat immer eine Antwort parat, ganz egal auf was. Diese Bewunderung für ihn setzt er mit seinem Vorhaben aufs Spiel.

Zunächst bleibt die Fassade es sei eine reine Dokumentation. Doch dann treten immer mehr Konflikte auf und dann ist klar. Ellen hat Tobias mit dessen Bruder Markus betrogen. Die beiden fühlen sich so wie es aussieht immer noch zueinander hingezogen. Es kommt zu vielen Gesprächen zwischen allen Beteiligten.

Fazit
Für diesen Film wurde eigens eine Band zusammengestellt, die dann auch wirklich auf Tour gegangen ist. Es waren Mitglieder der Hamburger Kultband Kettcar und Tomte. Die Geschichte bekommt dadurch einen unmittelbaren Zugang sowie eine gute Portion Dokumentarstil. Wie die Handlung aussehen sollte war vom Drehbuch her nur in groben Zügen vorgegeben. Die  Schauspieler konnten bzw. mussten so sogar bei den Aktionen und Dialogen improvisieren. Der Regisseur zeigt mit seinem Werk die Verknüfung einer Dokumentation mit einem Spielfilm.

Der Look des Films wirkt sehr direkt. Im Prolog wird die Story als filmisches Tagebuch eingeführt mit einem subjektiven Rückblick des Ich-Erzählers Tobias. Doch schnell wird aus der Ich-Erzählung eine Dokumentation Der Regisseur schafft es zwischen Spielfilm und Dokumentation, Inszenierung und Improvisation und authentischem Rock sowie artifizieller Filmmusik einen Funken Realität in den Film einzubringen. Er hat wie auch in seinem Werk davor eine Ausgangssituation vorgegeben. Aus dieser entsteht dann ein Film. Er, bzw. der Darsteller des Tobias begleitet die Protagonisten mit der DV-Handkamera.

Der Regisseur Lars Kraume ist nicht nur ein begabter sondern auch sehr pfiffiger Regisseur. Der Film ist spontan aus der Siutation heraus gedreht worden und hatte nur einen lockeren Konzeptrahmen. Mit diesem Film vereint Lars Kraume Roadmovie, Bandfilm und das Element Beziehungsfilm. Das Werk zeigt von Anfang an viel Dynamik durch seine Spontanität und seine Schnelligkeit. Bis zum Ende kann er die Spannung des Films halten.

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