Keine Sorge mir geht es gut

Autorenwertung
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Keine Sorge, mir geht's gut

Mélanie Laurent (Hauptdarsteller). Universal Pictures Germany GmbH 2007, DVD, € 3,98

Rezension von: Rezension.org | Rezensionsdatum:

Keine Sorge mir geht es gut

Inhalt
Lili ist 19 Jahre alt und hat die Sommerferien fern von ihren Eltern verbracht. Als diese sie dann am Busbahnhof abholen merkt sie sofort, dass etwas nicht stimmt. Die Stimmung ist gedrückt, dass spürt sie ganz genau. Loic, ihr Zwillingsbruder ist verschwunden, einfach so Die Eltern und er hatten einen heftigen Streit bei dem es wieder mal um seine Unordnung ging. Lilis Ferienlaune ist dahin. Ihr Bruder soll einfach so abgehauen sein, ohne eine Nachricht hinterlassen zu haben? Niemals. Die Eltern wollen sie trösten und meinen er würde sich schon melden. Aber Lili kann nicht so tun als wäre nichts. Sie ruft ihn an und hinterlässt ihm auf seiner Mailbox eine Nachricht und bittet ihn darin um Rückruf. Aber Loic meldet sich nicht und bleibt verschwunden. 

Lili wird depressiv
Die Tage die er fort ist werden zu Wochen. Immer deprimierter und trauriger wird Lili. Es kommt immer wieder zu Spannungen und Streitigkeiten, die immer mehr das Verhältnis zu ihrem Vater kennzeichnen. Diese steht der Sache relativ unbeteiligt gegenüber. Ihre Mutter hingegen ist völlig aufgelöst und hilflos und überfordert. Lili wird immer depressiver, Zum Schluß verweigert sie sogar das Essen.

Dann endlich, ein Lebenszeichen. Die Familie erhält eine Postkarte  mit den Worten Keine Sorge mir geht es gut, unterschrieben von Loic. Er sei mal in dieser und mal in jener Stadt unterwegs, wo es ihm gerade gefalle. Seine Gitarre mit dabei. Zu Hause habe er es nicht mehr ausgehalten. Dieses ist die erste Nachricht von vielen weiteren, die immer wieder nun regelmäßig die Familie erreichen.

Lili geht es wieder besser. Aber ihrem alten Leben verweigert sie sich. Sie lebt in einer   Art Schwebezustand. Es ist fast so als wenn sie nur wieder Glück empfinden kann, wenn Loic zurückkommt oder wenn sie ihn gefunden hat. Ihr Studium gibt sie auf und arbeitet fortan als Supermarkt-Kassiererin und zieht in eine eigene Wohnung. Sie verliebt sich in Thomas. Dies ist der Ex-Freund ihrer Freundin Léa . Dann erhält Lili im Sommer eine Karte aus der Normandie und heimlich fährt sie dort hin. Bei Straßenmusikanten und in billigen Hotels fragt sie nach ihrem Bruder. Dann glaubt sie ihn plötzlich im strömenden Regen an einem Briefkasten zu sehen.

Fazit
Schon in seinem letzten Film inszeniert der Regisseur die Geschichte eines jungen Mädchens, dass einem Geheimnis ihrer Eltern auf die Spur kommt. Der Regisseur ist ein ehemaliger Toningenieur. bekam für die Darstellung der Lili den Romy Schneider Preis. Sie spielt ihre Rolle mit einer spürbaren, wachsenden und auch nervösen Anspannung sowie Hilflosigkeit. Dies macht die Figur gleichzeitig labil und auch kämpferisch. Ihre Art der Darstellung der Lili ist sehr präzise.

Bis zum Schluss hält sich die emotionale Spannung des Films wie es häufig in den Filmen des Regisseurs ist. In Frankreich war der Film ein Kassenhit und entstand nach einem Roman von Olivier Adam. Er inszenierte sein Werk sehr zurückhaltend und undramatisch als Gefühlskrimi.

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