Keiner werfe den ersten Stein

Autorenwertung
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Keiner werfe den ersten Stein

Mechtild Sandberg-Ciletti (Übersetzer). Goldmann Verlag 1994, Taschenbuch, 448 Seiten, € 0,01

Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Keiner werfe den ersten Stein von , Verlag

Der dritte Roman der Inspector-Lynley-Reihe

Inhalt
Tiefster Winter herrscht in den schottischen Highlands. In Westerbrae, einem Country-House wie aus einem Bilderbuch, ist eine Theatergruppe von der Außenwelt abgeschnitten. Für die prominenten Londoner Schauspieler die ideale Voraussetzung um ungestört ein neues Stück einzustudieren. Doch gleich am ersten Morgen wird aus den Proben tödlicher Ernst: Die Autorin des Stückes, Joy Sinclair, wurde kaltblütig erstochen. Da sich die Ortspolizei weigert, sich dem Fall anzunehmen wird Scottland Yard eingeschaltet. Allen voran Thomas Lyncley, Detective Inspector der Londoner Polizei und ein waschechter Lord, ist prädestiniert für die Ermittlungen, stammen die Akteure allen aus den „Besten Kreisen“ der englischen Gesellschaft.

Das Duo
DI Thomas Lynley und DC Barbara Havers machen sich also auf den Weg durch den tiefsten Schnee um den Mörder zu suchen. Bald finden sie mehr Fragen als Antworten, Lügen, Geheimnisse und Halbwahrheiten. Thomas Lynley gerät mit sich selbst in Konflikt. Zum einen sind da alle die festgefahrenen Regeln und Traditionen der Oberschicht in denen Stolz und Familienbande mehr bedeuten als das menschliche Leben. Zum anderen ist unter den Schauspielern Lady Helen Clyde, die mit einem der Hauptverdächtigen eine Beziehung zu haben scheint.

Die Ermittlungen
Thomas Lynley gerät bei seinen Ermittlungen immer tiefer in ein Labyrinth aus Beziehungen die in die Vergangenheit, aber auch hinauf in die höchsten Kreise der Regierung reichen. Auch die Tatsache, dass er für Helen mehr empfindet als gut ist behindert ihn und macht ihn blind für die Realität. Einzig DC Havers, die von jeher einen Groll gegen Adel, Konventionen und Privilegien hegt kommt dem Täter so langsam auf die Spur.

Fazit
Wieder mal ein gelungenes Buch von Elizabeth George. Obwohl ich es für nicht ganz so stark wie den Vorgänger „Gott schütze dieses Haus“ halte ist es doch sehr lesenswert. Ich kann beispielsweise Barbara Havers ganz gut nachvollziehen, die ein Problem mit diesen „V.I.P.’s“ hat. Allerdings lässt sie sich auch davon zu sehr beherrschen. Auch schön beschrieben finde ich das Dilemma in dem sich Thomas Lynley befindet! Nicht nur im Bezug auf Helen Clyde, auch im Bezug auf die Ermittlungen im Mordfall. Elizabeth George versteht es einfach perfekt, die Personen so zu beschreiben, dass man denkt, man kenne sie persönlich! Auch die „Nebendarsteller“ werden immer mit allen Abgründen gezeigt, was ich gerne mag.

Auch wenn das Buch nicht ganz den Vorgänger erreicht finde ich es sehr gut zu lesen. Der Stil ist stimmig, die Hintergründe gut recherchiert. Und es macht natürlich auch wieder Lust auf den nächsten Teil.

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