Killing Joke – Ha!

Autorenwertung
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Ha!

Killing Joke. Virgin (Universal Music) 2005, Audio CD, € 5,36

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Ha!

  1. Pssyche (Live)
  2. Sung Goes Down (Live)
  3. The Pandys Are Coming (Live)
  4. Take Take Take (Live)
  5. Unspeakable (Live)
  6. Wardance (Live)
  7. Sund Goes Down
  8. Birds Of A Feather
  9. Flock The B Side

Ha!, das Album

Bei Ha! handelt es sich nicht um eine reguläres Killing Joke-Ablum, sondern um eine Art Hybrid, das aus sechs Liveaufnahmen früher KJ-Stücke besteht und als Bonus noch drei mehr oder weniger rare B-Seiten zu bieten hat. Die Soundqualität der Liveaufnahmen konnt trotz des Alters überraschend gut daher, der Sound ist recht transparent und die Instrumente hallen recht kraftvoll aus den Boxen. Da es sich hierbei um frühe Aufnahmen der Band handelt, von denen die meisten aus den ersten drei KJ-Alben stammen, sollten alljene gewarnt sein, die Killing Joke nur von ihrer New Wave-orientierten Night Time Phase her kennen und hier womöglich Hits wie „Love Like Blood“ erwarten. Auf Ha! geht es noch eine ganze Spur rauher und primitiver zur Sache, in jedem der Songs steckt noch der wirklich urige Punkgeist, Geordie Walkers Gitarrenarbeit ist einfach exzellent, jeder Song klingt irgendwie anders, doch verbreiten alle diesen typischen desolaten und depressiven 80er Sound, wie er nur damals hätte enstehen können.

Mir persönlich gefällt ohne hin der frühe Jaz Coleman um einiges besser als der aktuelle. Heutzutage kommen mir seine Vocals etwas zu gepresst rüber, und seine rauhe Suffkopp-Stimme kann bei mir ohnehin keinen Blumentopf gewinnen, da lobe ich mir doch Aufnahmen wie diese, wo er noch klar verständlich mit einem gesunden Schuss Wahnsinn in der Stimme seine sinistren Endzeitfantasien zum besten gibt.

Vor allem „Sun Goes Down“ hat mir auf dieser Veröffentlichung mit am besten gefallen, hier wird konsequent der Untergang zelebriert, monotone düstere Gitarrenriffs, schneiden sich ins Gedächtnis und das Trommelgewitter des Schlagzeuges scheint regelecht die Apokalypse anzukündigen. Übrigens liegt dieser Song hier noch in der Studiofassung vor, die der Livefassung in nichts nachsteht.

Die drei Bonustracks sind auch von sehr hoher Qualität, bei „Birds Of A Feather“ klingt Jaz Coleman fast schon wie Robert Smith von The Cure, nur viel bedrohlicher und düsterer. The Cure waren mir halt immer schon immer eine Spur zu poppig, da waren Killing Joke immer etwas kantiger im Sound.

Das einzige Manko dieser Veröffentlichung  ist die kurze Spielzeit, selbst mit drei Bonustracks kommt Ha! auf knappe 40 Minuten Länge, im Zeitalter der CD wäre sicherlich noch mehr drin gewesen, so hätte man auch gut noch ein paaar B-Seiten mehr auf die Scheibe pressen können.

Fazit

Ha! ist zwar recht kurz, bietet aber dafür die Essenz des frühen KJ-Livesounds. Die Musik verbreitet eine sehr düstere Stimmung und auch die drei Bonustracks können überzeugen. Ich empfehle diese CD jedem, der sich einmal vom frühen Livesound der Band überzeugen möchte.

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