Kinder der Hoffnung

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Kinder der Hoffnung

Bettina Runge (Übersetzer). Knaur TB 2010, Taschenbuch, 368 Seiten, € 0,38

Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Kinder der Hoffnung von

Inhalt
Frankreich in den 1940er Jahren: Der Norden des Landes ist von den Nazis besetzt, und diese setzen alles daran, auch den Süden des Landes vollständig unter ihre Kontrolle zu bringen. Die Brüder Raymond und Claude, beide noch keine 20 Jahre alt, können und wollen nicht länger dabei zusehen, wie die deutschen Besatzer in ihrem geliebten Frankreich Angst und Schrecken verbreiten und zu Tausenden Unschuldige foltern, terrorisieren und hinrichten. Gemeinsam schließen sie sich der Resistance an und fortan nennt Raymond sich Jeannot. In Toulouse kämpfen die beiden gemeinsam mit anderen Jugendlichen gegen die Nazis, sie liquidieren ranghohe Vertreter der Wehrmacht, sabotieren mit Bomben Bahnstrecken, die für den Waffentransport der Deutschen von Bedeutung sind und machen in der Bevölkerung Stimmung gegen die Deutschen.

Doch der Kampf, den Raymond und Claude führen, ist hart: Nicht nur der ständige Hunger nagt an ihnen, sondern auch die stetige Angst um die Kameraden und das eigene Leben macht ihnen zu schaffen. Und beinahe täglich müssen sie miterleben, wie gemeinsame Weggefährten ihren Kampf für Freiheit und Gerechtigkeit mit dem Leben bezahlen müssen. Doch Raymond und Claude verlieren die Hoffnung nie aus den Augen, und sie sind fest davon überzeugt, dass ihr Kampf dafür sorgen wird, dass eines Tages „der Frühling wiederkommt“.

Ein berührender Roman über den Glauben an die Hoffnung und das Gute und ein beeindruckendes Plädoyer für die Freiheit
Der französische Autor Marc Levy ist inzwischen auch über die Grenzen seines Heimatlandes Frankreich hinaus bekannt, er gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller des 21. Jahrhunderts. Seine vorherigen Romane wurden in viele verschiedene Sprachen übersetzt und verkauften sich meist millionenfach. „Kinder der Hoffnung“ wurde indes vorab oftmals als der persönlichste Roman Levys bezeichnet, und schön die ersten paar Seiten des Romans machen deutlich, dass diese Aussage zweifelsohne zutreffend ist.

In „Kinder der Hoffnung“ widmet sich Levy einem traurigen aber ungemein wichtigen Kapitel der jüngsten französischen Geschichte: Der Ära des Vichy-Regimes und der damit einhergehenden Besatzung durch die Nazis. Er schildert in dem Roman die Geschichte von Raymond und Claude, die mutig auf der Seite der Gerechtigkeit kämpfen und die sich dabei trotz zahlreicher Rückschläge und dem gewaltsamen Tod vieler liebgewonnener Mitstreiter nicht vom Kurs abbringen lassen. Er skizziert ein Bild des französischen Widerstands und bedient sich dabei einer überaus nüchternen Sprache, die gerade dadurch so gewaltig wirkt. Levy benötigt keine opulenten Bilder, um ein abschreckendes Bild vom Krieg und vom Nazi-Terror zu zeichnen, und der Leser kann das Geschehen zu jeder Zeit gut nachvollziehen, auch wenn es wohl allein aufgrund der Grausamkeit des Hintergrunds der Geschichte nahezu unmöglich sein dürfte, sich in die einzelnen Charaktere wirklich hineinzuversetzen.

Fazit
„Kinder der Hoffnung“ ist ein Roman, der trotz seines traurigen Hintergrunds ungemein viel Mut macht – ein wirklich gelungenes Werk!

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Ein Kommentar to “Kinder der Hoffnung”

  1. Fred schreibt:

    Ich finde, dass Levy waehrend der Attentate die Gefuehle der Protagonisten nur weniig beschreibt. Man weiss nicht, ob Raymond und Claude ihre Taten bereuen, oder wie sie ihre Anschlaege rechtfertigen. Immerhin haben ihre Opfer auch eine Familie, die dann ohne den Familienvater weiterleben muss. Oftmals werden auch nur einfache Soldaten getoetet, die der résistance nicht viel bringen.

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