Klaus Berger: Paulus

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Paulus

Klaus Berger. C.H. Beck Verlag 2002, Taschenbuch, 128 Seiten, € 1,80

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Paulus

Das Buch ist im aus München erschienen. Es ist 128 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Paulus ist uns als Apostel durch verschiedene Briefe bekannt, zumindest dann, wenn wir uns ein wenig in der christlichen Bibel auskennen, im Neuen Testament, um genau zu sein.

Das Buch möchte uns seinen Lebens- und Arbeitsstil vorstellen, seine Mitarbeiter und die Empfänger seiner Briefe. Der Autor rekonstruiert dementsprechend die Situationen und Gefahren, in denen sich Paulus befand, als er die Briefe schrieb.

Außerdem beschreibt er die Gotteswissenschaft, die Paulus in seinen Briefen entwickelt.

Über den Autoren

Dem Buch ist eine kurze Biographie Bergers beigefügt. Viel ist ihr nicht zu nehmen. Berger ist Professor für Neutestamentliche Theologie an der Universität Heidelberg. Außerdem ist er schon als Buchautor in Erscheinung getreten.

Das Buch – eine Besprechung

Zu Beginn gibt es die Biographie des Paulus. Sie ist zwar sehr informativ; der Leser erfährt viele Details über eine der wichtigsten Figuren des Neuen Testaments. Andererseits ist die Lebensbeschreibung aber ein wenig unbefriedigend.

Es scheint nur wenige Quellen über das Leben des Paulus zu geben. Diese Aussage wird auch durch einen Besuch in der Bücherei der Kirchlichen Hochschule Wuppertal bestätigt. Die Literaturrecherche dort ergibt, daß selbst die alten Römer nichts über das frühe Christentum aufgeschrieben haben.

Berger benutzt jedenfalls hauptsächlich das Neue Testament in der Bibel, wie die vielen Quellenangaben beweisen, um Paulus als Menschen vorzustellen.

Wie zuverlässig ist das? Wäre es nicht im Grunde genommen ehrlicher gewesen, einzugestehen, daß wir heute nur die überlieferten Briefe haben, ansonsten aber nichts über die konkrete Person wissen? Es sind rund 2.000 Jahre seit dem Wirken Jesu vergangen.

Wir können insbesondere im Bereich der schriftlichen Quellen heute froh sein, wenn wir überhaupt Originale aus jenen fernen Tagen haben.

Bei dem zweiten Erzählstrang, nämlich der Paulinischen Theologie, sieht es etwas anders aus. Hier kann, nein, hier muß Berger sogar auf das Neue Testament zurückgreifen. Hier gewinnt seine Beschreibung an Niveau und Qualität.

Ohne viele Fachbegriffe und Fremdworte gelingt es Berger, allgemeinverständlich zu schreiben, so als seien Paulus und seine Erkenntnisse für Berger ein Herzensanliegen.

Welcher Konfession Berger selbst angehört, ist hier nicht angegeben. Es ist letztendlich auch egal. Das Buch ist für evangelische und katholische Leser gleichermaßen geeignet. Es vermittelt Herzensbildung wie formales Grundlagenwissen gleichermaßen.

Ein Fazit

Wer Paulus als Person kennenlernen möchte, findet hier zwar nicht unbedingt seine Lebensdaten. Das Buch bietet eher eine Charakteristik der Person. Außerdem kommt eine Einführung in die Theologie hinzu.

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