Komm, dunkle Nacht

Autorenwertung
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Komm, dunkle Nacht

Iris Johansen. Ullstein Taschenbuch 2002, Taschenbuch, 368 Seiten, € 0,01

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Komm, dunkle Nacht von

Hintergrund
Dieses Buch ist ein Roman aus der Reihe um Eve Duncan, einer bekannten Gesichtsrekonstrukteurin, die ihre Tochter verloren hat, als diese 7 Jahre alt war. Seitdem hat sie sich aus einer schwierigen Vergangenheit mit einer cracksüchtigen Mutter und einem schlechtem sozialen Umfeld hochgearbeitet und versucht, mit Hilfe ihrer Tätigkeit, anderen Eltern ihre Kinder „zurückzugeben“ (indem sie bei unbekannten Leichen die Gesichter rekonstruiert). Gleichzeitig versucht sie, ihre ebenfalls noch immer vermisste Tochter wiederzufinden. Der hier vorliegende Roman ist der dritte aus der Reihe um Eve Duncan. Jede Folge ist, dank Rückblenden und geschickt eingebauter Erläuterungen aber immer auch für sich einzeln problemlos zu verstehen, so dass man kein Problem hat, in die jeweils in sich abgeschlossenen Handlungen einzutauchen.

Die Hauptakteure entwickeln sich weiter und tauchen immer wieder auf, und auch der rote Faden um Eve Duncans tote Tochter Bonnie, mit der sie noch immer Zwiesprache hält und die Suche nach ihrer Leiche, bleibt bestehen. Auch Joe Quinn und Logan, ersterer mittlerweile Eves Lebensgefährte und letzterer ein guter Freund und hilfreicher Unternehmer-Millionär, sind stets mit von der Partie. Obwohl der Klappentext des Buches nur von Sarah Patrick, einer Hundeführerin, mit ihrem Suchhund „Monty“ spricht, ist es ein Eve-Duncan-Roman, auch wenn weite Teile der Geschichte von Sarah und ihrem Hund handeln.

Inhalt
Logan macht in einem seiner geheimen Forschungslabors in Santo Camaro die Entdeckung, dass sein Erzfeind Rudzak (dieser hat unter anderem Logans erste Frau Chen Li getötet) dieses gesprengt und viele seiner Mitarbeiter getötet oder verletzt hat. Logans Mitarbeiter Bassett wurde entführt, und diesen möchte er wiederfinden, bevor Rudzak bei weiteren seiner Einrichtungen noch mehr Schaden anrichten kann. Da er stets nur die besten Spezialisten eines Faches auswählt (so hat er auch damals Eve kennengelernt), fällt seine Wahl auf Sarah Patrick und ihren Hund Monty – er muss sie nur noch überzeugen.

Beide sind gerade erst von einem Einsatz in der Türkei zurück, wo Monty nach vermissten Menschen nach einem Erdbeben gesucht hatte. Der Golden Retriever Monty hat eine besonders feine Nase und ist daher stets sehr erfolgreich, auch wenn es ihn stark mitnimmt, wenn er Leichen findet. Zunächst jedoch treffen sich alle Akteure bei der Beerdigung von Bonnie, da diese anhand der DNA-Analyse, die Joe Quinn von der Leiche des letzten Abenteuers hat machen lassen, identifiziert wurde. Eve kann nun beruhigt endlich ihre Tochter gehen lassen und sich auf ihre Adoptivtochter Jane besser konzentrieren, die sie diese aus einem schwierigen sozialen Milieu mit verschiedenen Pflegeeltern geholt hat.

Nachdem Logan Sarah „überzeugt“ hat (eher mithilfe von Erpressung), fliegen die beiden in den Dschungel, um Basset zu suchen. Rudzak hat jedoch einen Maulwurf in Logans Team eingeschleust, und so müssen die beiden und der Hund zahlreiche Fallen überstehen, eine davon ist sogar ein Erdrutsch in Taiwan, bei dem Monty ebenfalls eingesetzt wird.

Fazit
Der Roman ist wiederum sehr spannend geschrieben (auch wenn natürlich, wie bei solchen Thrillern üblich, viele Ereignisse deutlich dem Reich der Fantasie entspringen) und es ist eine sehr schöne Abwechslung bzw. Erweiterung der Serie, diesmal Sarah Patrick und Logan die Haupthandlungen zu überlassen. Der Hund Monty und seine wirklich liebenswerten Interaktionen mit seinem Frauchen werden sicherlich viele Leserherzen erweichen können. Jeder, der Hunde hat, wird mit Monty sich freuen und mitleiden und mitfiebern bei der Suche nach vermißten Menschen, die eventuell noch zu retten sind.

Die verschiedenen Plätze der Handlung sind geschickt miteinander verwoben, auch die Geschichte um Eve und ihre Adoptivtochter entwickelt sich weiter und natürlich gibt es am Ende ein Happy End, wenn auch nicht für alle Personen… Erfrischend ist, daß es sich nicht um einen klassischen Detektiv- oder Ermittlerroman handelt, auch wenn Joe Quinn als ehemaliger SEAL natürlich Polizeiarbeit einfließen läßt, sondern eben verschiedene „normale“ Personen in gefährliche Situationen geraten und sich diesen stellen. Alles in allem kann man das Buch sehr empfehlen – als Teil der Reihe um Eve Duncan, aber auch sehr gut allein.

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