Kosmos Pilzführer für unterwegs

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Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Hans E. Laux: Pilzführer für unterwegs

SO werdet ihr sie finden

Schon mal einen Riesenbovist gesehen? Dies ist ein riesiger weißer Kopf, der wie ein überdimensionaler Schneeball auf der Wiese liegt und der der größte und schwerste aller heimischen ist. Wenn’s ganz dick (im wörtlichen Sinne) kommt, kann er bis zu 25 Kilogramm auf die Waage bringen. Und essen können Sie ihn auch noch. Am besten zu mehreren und tagelang.

Der Riesenbovist ist einer von den 180 wichtigsten und häufigsten Arten, die in unserer Umwelt zu finden sind und die den feinen, kleinen Pilzführer von Hans Laux ausmachen. Erschienen selbstredend im Kosmos-Verlag, dem ausgewiesenen Spezialisten für Naturführer, liegt der Begleiter ganz schmal in der Hand und passt sogar in jede Hemdstasche. Trotz des umfassenden Inhalts also ein äußerst praktischer Begleiter.

Für den Einsteiger ganz wunderbar ist die Einteilung der Pilze nach Lebensräumen. Da diese fünf Kategorien (Misch- und Nadelwald, Wiese, Wasser und Holz) farblich voneinander abgesetzt sind, kann man, hat man einen Pilz auf dem Weg gefunden, die Suche anhand des Lebensraumes schnell eingrenzen. Der Rest setzt sich aus Schauen, Untersuchen, Erfahrung und dem richtigen Begleiter zusammen.

Der kleine Pilzführer bietet für jede Art das Allerwichtigste: Merkmale, Vorkommen und Wissenswertes sowie der Tipp für unterwegs warnen vor giftigen Doppelgängern, beschreiben die Art biologisch korrekt und geben immer mal wieder kleine Hinweise zu Herkunft des Namens und Verwendungsmöglichkeiten, speziell natürlich, wenn es sich um essbare und schmackhafte Pilze handelt.

Natürlich ist jenes Kriterium, dass der Verträglichkeit, dasjenige, was aller Sicherheit folgend, zuoberst stehen muss. Dementsprechend deutlich und sicher geleitet Laux die Leser durchs Werk, weist immer wieder auf Verwechslungsmöglichkeiten hin und appelliert beständig an die eigene Vorsicht. Zudem hält er sich einerseits mit der Einteilung giftig, ungenießbar und essbar an die internationalen medizinischen Standards, ist aber andererseits glücklicherweise weit von jener sterilen Sichtweise entfernt.

So mancher Pilz, der aufgrund einer einzelnen Unverträglichkeit mittlerweile als ungenießbar oder sogar giftig gilt, wird in vielen Orten der Welt noch gegessen. Laux weist darauf hin und man hört nicht nur an diese Stellen seinen berechtigten Wehmut über die Zerstörung der Wälder rund Wiesen sowie die Denaturalisierung und Systematisierung der lebenden Kreaturen.

Und Pilze sind dabei schon was ganz Besonders mit ihrer Fähigkeit zur Symbiose, zur Verwertung von Abfällen, aber auch zur schmarotzenden Wirtsbesiedlung. Und wer sich den Führer genau anguckt der erkennt, wie spannend nicht nur die Biologie, sondern allein schon die Ästhetik ist. Grüne, violette oder knallblaue Exemplare warten auf ihre Entdeckung.

Fazit:

Ein sehr praktischer und handlicher, für den Einstiger völlig ausreichender und sauber beschreibender Pilzführer. Das Wichtigste auf einen Blick, dazu klare Fotos und Hinweise, eine smarte Aufteilung nach Lebensräumen. Typisch Kosmos-Natur, einfach nah dran und hilfreich.

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