Kraftwerk – Autobahn

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Autobahn (Remaster)

Kraftwerk. Parlophone Label Group (Plg) (Warner) 2009, Audio CD, € 12,86

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Autobahn

  1. Autobahn
  2. Kometenmelodie 1
  3. Kometenmelodie 2
  4. Mitternacht
  5. Morgenspaziergang

Autobahn, das Album

War die Band Kraftwerk auf dem Vorgängeralbum Ralf Und Florian auf ein Duo geschrumpf, präsentieren sich Kraftwerk für ihr 1974er Werk Autobahn in einer neuen Besetzung bestehend aus:

  • Ralf Hütter (Stimme, Elektronik)
  • Florian Schneider (Stimme, Elektronik)
  • Klaus Roeder (Violine, Gitarre)
  • Wolfgang Flur (Elektronisches Schlagzeug)

Mit Autobahn wurde die Gruppe auch zum ersten Mal international bekannt und wurde bald zum Synonym für elektronische Musik schlechthin.

Auf Autobahn sind immer noch die Wurzeln aus Krautrock tagen zu erahnen, wobei gerade der Titeltrack „Autobahn“ der fortschrittlichste Track auf dem Album ist. Die Stimmung, die der fast 23 minütige Track erzeugt ist sehr hypnotisch, die Band spielt hier mit sehr vielen verfemdeten elektronischen Klängen, die so gut wie hier bisher noch nie in Erscheinung getreten sind. Für die Singleversion wurde das Stück übrigens auf radiofreundliche vier Minuten gestutzt und war auch der erste deutsche Song, der damals in die amerikanischen Charts Einzug erhielt.

Als Vinyl-Lp nahm bereits der Titelsong „Autobahn“ die gesamte A-Seite in Beschlag. Die B-Seite teilten sich vier Stücke mit vergleichsweiser kurzer Spielzeit. Auch ist der musikalische Stil ein völlig anderer, hier gibt es wirklich eine Strickte Trennung zwischen A- und B-Seite, sind die übrigen Stücke doch wieder instrumental gehalten und weniger melodiös. Es erscheint mir ganz so, als wollten Kraftwerk auf der B-Seite bewusst experimenteller klingen, so ist dann auch die Musik etwas sperriger aber immer noch interessatn genug um am Ball zu bleiben, gerade für die anderen Stücke auf Autobahn muss man sich Zeit nehmen, handelt es sich doch hierbei nun wirklich nicht gerade um leichtverdauliche Popsongs.

Bei „Kometenmelodie 1“ und „Kometenmelodie 2“ handelt es sich im Grunde um den selben Song, der in unterschiedlicher Geschwindigkeit abgespielt wird, ist KM 1 fast Zeitlupe, geht es bei KM 2 merklich flotter zur Sache. Das ist wirklich mal eine interessante Idee von Kraftwerk, die erst beim zweiten Hören so richtig auffällt.

„Mitternacht“ macht seinem Titel alle Ehre, ist es doch ein recht düsteres Stück, das direkt aus einem Horrorfilm stammen könnte, hier werden diverse Geräusche, wie das Fallen von Wassertropfen  oder das Näherkommen unheimlicher Schritte, elektronisch verfremdet.

„Morgenspaziergang“ ist wieder eine Rückbesinnung auf die akustische Anfangszeit, elektronisches Vogelgezwitscher trifft auf recht exotische Gitarrenklänge und einer friedfertigen Blockflöte, die eine sehr harmonische Atmosphäre erzeugt.

Fazit

Autobahn darf zu recht als Meilenstein der elektronischen Musik bezeichnet werden. Mit diesem Werk haben Kraftwerk damals ihren internationalen Durchbruch geschafft. Das interessant an diesem Werk ist vor allem die Verschiedenheit zwischen erster und zweiter Albumhälfte (zu Vinylzeiten noch A- und B-Seite genannt), bei dem Titelstück „Autobahn“ zeigt sich das ganze Können der Band, auch tauchen hier zum ersten Mal die Kratwerk-typischen Vocals auf, die zweite Albumhälfte ist ruhiger und komplett instrumental gehalten, aber immer noch sehr interessant. Darum bekommt Autobahn ganz klar eine Kaufempfehlung von mir.

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