Kraftwerk – Computerwelt

Autorenwertung
  • Sound
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  • Songtexte
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  • Melodie
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  • Gesamt
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Computerwelt (Remaster)

Kraftwerk. Parlophone Label Group (Plg) (Warner) 2009, Audio CD, € 12,86

Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

– Computerwelt

  1. Computerwelt
  2. Taschenrechner
  3. Nummern
  4. Computerwelt 2
  5. Computer Liebe
  6. Heimcomputer
  7. It’s More Fun To Compute

Computerwelt, das Album

Computerwelt erschien damals drei Jahre nach dem großartigen Album Mensch-Maschine aus dem Jahr 1978, damit ist es das erste Kraftwerk-Album der 80er Jahre. Zur damaligen Zeit war der sogenannte New Wave gerade im Zenit seines Wirkungs und so wurden auch die Kraftwerker so langsam von vielen Konkurrenten im eigenen Lager in Beschlag genommen, die selbst zum größten Teil von Kraftwerk beeinflusst wurden. Kraftwerk zeigten sich aber unbeeindruckt und machten einfach nur das, was sie am besten können und das ist geniale, minimalistsiche elektronische Musik zu machen.

Kraftwerk lieben es anscheinend Konzeptalben aufzunehmen, diesemal geht es auf Computerwelt rund um die fortschreitende Technologisierung des Alltags, natürlich liegt dabei der Hauptaugenmerk, wie hätte es man von Kraftwerk anders erwarten können, auf den Computer. Aus heutiger Sicht mutet diese Idee schon sehr weitsichtig an, was wiedermal beweisst wie weit die Band ihrer Zeit mal wieder voraus war, man muss sich nur fragen, wie viele Haushalte damals wirklich einen Heimcomputer besessen haben.

Im Vergleich zu den beiden Vorgängeralben, klingt Computerwelt, dem Zeitgeist etwas angepasst, ein wenig moderner, ohne dabei aber überproduziert zu klingen, was auffällt ist der vermehrte Einsatz von Sample-Einlagen, dadurch ist der Sound weniger steril und atmosphärischer.

Sogar ein wenig Humor verstehen die Herren, geht es in „Taschenrechner“ doch um einen „Musikant mit Taschenrechner in der Hand“, der darauf zu muszieren lässt, hier beweist die Band wieder, dass man zum Musik machen, nicht viel braucht, manchmal reicht auch ein kleiner Taschenrechner.

„Nummern“ besitzt einen sehr kraftvollen Rhythmus, dazu wabern verschiedene elektronische Sequencerpassagen, darüber immer wieder eine Computerstimme, die uns das Zählen beibringt.

„Computerwelt 2“ ist die Fortsetzung zum Eröffnungsstück, die selbiges nur minimal variiert und auf dem vorhergehenden „Nummern“ aufgebaut ist.

„Computer Liebe“ klingt fast schon melancholisch, lange vor dem Internet beschreibt es Einsamkeit und die Verwendung des Computers als Kommunikationsmittel, doch dass man hier statt E-Mail den Bildschirmtext aufruft.

„Heimcomputer“ und „It’s More Fun To Compute“ gehören zu meinen persönlichen Highlights auf dem Album, der recht düstere Sequenzersound, erzeugt eine ungemein dichte Atmosphäre, man kommt sich vor, als würde man in einem totalüberwachten Computerstaat leben.

Fazit

Computerwelt, das erste Album der Kraftwerker in den 80ern, ist wieder eine geniale Scheibe geworden, thematisch geht es rund um den Computer und seine Auswirkung auf seine Umwelt. Das Album klingt futuristisch und macht mit seinen vielseitigen Arrangements sehr viel Spaß. Es klingt zwar moderner als seine Vorgängeralben, klingt aber keinesfalls überproduziert, sondern immer noch Kraftwerk-typisch minimalistisch. Daher klare Kaufempehlung.

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