Kraftwerk – Kraftwerk 1

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Unterhaltung
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  • Melodie
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  • Gesamt
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Rezension von: Zaiman | Rezensionsdatum:

1

  1. Ruckzuck
  2. Stratovarius
  3. Megaherz
  4. Vom Himmel Hoch

Kraftwerk 1, das Album

Für alldiejenigen die sich gefragt haben, wie Kraftwerk in ihren Anfangstagen geklungen haben, bietet dieses ofizielle erste Album der Band Aufschluss, das im Jahr 1971 veröffentlicht wurde. Im Gegensatz zu späteren Werken benutzt die Band hier noch keine Synthesizer, sondern musiziert in einem Stil, den man von experimentellen Krautrockbands her kennt. Erinnerungen an Amon Düül oder Popool Vuh werden da wach. So ist die Musik auf diesem Album, dann auch vergleichsweise sperrig zum Teil sogar chaotisch und dissonant, was die Feingeister unter den Musikhörern hin und wieder zur Verzweiflung bringen dürfte. Als pures Instrumentalalbum fehlen hier auch Kraftwerktypische Gesangspassagen.

Interessant ist auch die Besetzung und das Instrumentarium der Band aus jenen Tagen:

  • Ralf Hütter (Orgel)
  • Florian Schneider (Elektrisches Schlagzeug, Flöte, Violine)
  • Klaus Dinger (Schlagzeug)
  • Andreas Hohmann (Schlagzeug)

Mit Ralf Hütter und Florian Schneider haben wir hier die beiden Gründungsmitglieder der Band, die bis zum Ausstieg Florian Schneiders im Jahr 2008, den festen Kern der Band bildete. Schlagzeuger Klaus Dinger verließ Kraftwerk nach diesem Album, um mit Michale Rother sein eigenes Projekt Neu! zu gründen.

Das Eröffnungsstück „Ruckzuck“ ist von allen vier Titeln noch der zugänglichste, Bass und Schlagzeug dominieren dieses Stück, ein aufgeregtes Flötenspiel liegt über allem, bis sich im Mittelteil des Stücks ein Chaos breit macht, dass an diverse Free-Jazz-Elemente erinnert und damit das Stück etwas zerreist.

Bei „Statovarious“ ist vor allem Klaus Dingers Einfluss nicht zu überhöhren, zu Beginn ertönt ein gespenstisches Geräuschwirrwarr bis nach fast 5 Minuten aus einem Taifun aus Chaos un Missklang eine Melodie herauskristallisiert, die sehr dynamisch aus E-Gitarre und Schlagzeug erzeugt wird. Das Stück geht über 12 Minuten, so bleiben viele Tempo und Strukturwechsel nicht aus, für meinen Geschmack übertreiben es die Jungs hier ein bisschen mit dem Free-Jazz-Anteil, so dass der Track zum Ende hin fast ungenießbar wird, weil viel zu chaotisch und lärmend.

„Megaherz“ ist vielleicht der erste Titel, der vom Namen her sehr gut zu der Band Kraftwerk passt, hier haben wir es mit einem sehr spährischen Stück zu tun, das zu Anfang mehr in Richtung Ambient geht als Rock, doch im Verlaufe des Stückes verändert es sich und wird immer psychedelischer.

„Vom Himmel Hoch“ beginnt mit komischen Soundexperimenten, die mit Musik nun so rein gar nichts zu tun haben, nach einer Weile setzen Bass und Schlagzeug ein, darüber improvisiert Ralf Hütter mit seiner elektrischen Orgel. Das Stück ist wie „Stratovarius“ leider wieder viel zu chaotisch um gefallen zu können.

Fazit

Wer auf diesem frühen Werk von Kraftwerk hier Hits wie „Mensch-Maschine“ oder „Das Model“ erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Dieses Album ist reichlich unelektronisch und erinnert vom Stil her eher an diverse Krautrockbands, die die damalige psychedelische Rochszene der frühen 70er prägte. Bis auf das Stück „Ruckzuck“ sind die Titel leider viel zu chaotisch arrangiert und klingen mehr nach Improvisationen wie man sie aus dem Free-Jazz her kennt. Daher sollte man unbedingt erstmal probehören, bevor man sich zum Kauf dieses Albums entschließt. Da das Album zudem derzeit nur über den Importhandel zu beziehen ist, dürfte der Erwerb recht schwer sein.

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