Kunstraub

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Kunstraub

In Extremo. Vertigo Berlin (Universal Music) 2013, Audio CD, € 7,97

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MITTELALTER-MAINSTREAM!

Die Band:

Mitte der 1990’er Jahre entstand aus zwei Bandprojekten (einer Rockband und einer reinen Mittelaltercombo) die Band . Im April 1998 fand auf Burg Rabenstein das erste offizielle Konzert statt. Kurz darauf debütierte die Band mit dem Album „Weckt die Toten!“, das überwiegend mittelalterliches Songmaterial enthält. Durch ihre mit Pyrotechnik gespickten Liveshows erspielte sich die Band eine immer größer werdende Fangemeinde. Beim Songwriting wurden von Album zu Album mehr eigene Songs produziert. Mit dem Album „Sängerkrieg“ erreichte die Band erstmals Platz 1 der deutschen Charts. Auftritte in Wacken oder beim Abschiedskonzert der Böhsen Onkelz vergrößerten die Fangemeinde weiter.

Das Album:

Mit „Kunstraub“ legen In Extremo jetzt das elfte Studioalbum vor. Der Titel leitet sich von einem spektakulären Kunstraub ab, bei dem 2012 in Rotterdam sieben wertvolle Gemälde gestohlen wurden. Wie schon auf den letzten beiden Alben „Sängerkrieg“ und „Sterneneisen“ setzt sich der Trend zum Mainstream weiter fort, auch wenn In Extremo ihre eigentliche Herkunft nicht verleugnen. Weiterhin setzen sie bei der Instrumentalisierung ihrer Songs auf Instrumente wie Dudelsack, Schalmei, Harfe oder Leiher.

Bereits die Vorabsingle „Feuertaufe“ machte deutlich, das In Extremo die Gratwanderung zwischen Mittelalterrock und breitem Massengeschmack beherrschen. Zumal sie auf ihrem aktuellen Album auch Titel dabei haben, die Fans der ersten Stunde begeistern werden. „Himmel und Hölle“ oder „Belladonna“ machen deutlich, das In Extremo bei aller Konkurrenz immer noch die deutsche Mittelalterrockband sind. Aber auch Titel wie „Wege ohne Namen oder „Du und ich“ überzeugen durch hohes Mitsing- und Livepotential. Und auf „Lebemann“ zeigen In Extremo, dass sie inzwischen auch härtere Hörerschaften bedienen können und wollen.

Auf Balladenseite ist „Kunstraub“ mit „Alles schon gesehen“ und „Die Beute“ passabel aufgestellt, auch wenn keiner der beiden Songs ein absoluter Überflieger ist. Gerade das Kokettieren mit den Rockern von Rammstein, wie es die Band bei „Die Beute“ macht, haben In Extremo nicht nötig.

Trackliste:

01 – Der die Sonne schlafen schickt

02 – Wege ohne Namen

03 – Lebemann

04 – Himmel und Hölle

05 – Gaukler

06 – Kunstraub

07 – Feuertaufe

08 – Du und ich

09 – Doof

10 – Alles schon gesehen

11 – Belladonna

12 – Die Beute

 

Fazit:

Zwei Jahre nach ihrem Album „Sterneneisen“ gehen In Extremo auf Nummer sicher. „Kunstraub“ ist ein Album, das Vielen gefallen und nur Wenigen weh tun wird. Geschickt spielt die Band mit ihrem Faible für Mittelalterklänge und würzt diese mit rockigen Rhythmen, die bei der breiten Masse ankommen. Somit werden auch die Fans gut bedient, die In Extremo von diversen Großfestivals kennen, bei denen die Band inzwischen zu den Stammgästen zählt. Wirklich innovativ ist das nicht, doch solange Songs wie „Gaukler“ oder „Feuertaufe“ herauskommen, nimmt man die Anleihen an den Mainstream gerne in Kauf.

 

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