Länder – Enten – Abenteuer: Familie Duck auf Schatzsuche

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Länder - Enten - Abenteuer

Jano Rohleder (Redakteur). Egmont Comic Collection 2013, Gebundene Ausgabe, 416 Seiten, € 25,23

Rezension von: Ragan Tanger | Rezensionsdatum:

Barks/Rosa: Länder – Enten – Abenteuer: Familie Duck auf Schatzsuche

Schatzvater und Schatzsohn

Immer wieder schön und schön opulent, was die in Sachen Disneys große Sternstunden zusammenstellt. Länder, Enten, Abenteuer verpflichtet sich der Kompilation nach den größten Schatzsuchen und Entdeckungsreisen und macht dabei ausschließlich Anleihen bei genau zwei Autoren; zwei, die ganz Entenhausen wie nur wenige andere geprägt haben. Zum Einen bei Altmeister und unangefochtenem King der Duck-Familie, , zum Anderen bei seinem legitimen Nachfolger, auch in Sachen Akribie und realitätsgetreuer Plottechnik, .

Es ist ein bisschen so wie in einer Fernsehwerbung, die jüngst über die Bildschirme flimmerte. Da standen Fussballkanone Gerd Müller und der junge Ballzauberer Thomas Müller gemeinsam vor der Kamera, um – ja Logo – für eine namensgleiche Molkerei zu werben. Wie Vater und Sohn stehen nun auch die Namen der beiden großen -Legenden auf dem Einband dieses schweren Hardcover-Wunderwerks und laden zur Reise in ein von Aufmachung und der Geschichten-Auswahl her wieder einmal restlos überzeugendes Kunstwerk.

Das Schöne für die Fans und solche, die es werden wollen: Bestimmte unvergessene Meisterwerke, die Barks zumeist zwischen den späten 1940er und den frühen 1960er Jahren geschrieben und gezeichnet hat, haben dann in den 1990er und 2000er Jahren von Don Rosa eine Quasi-Fortsetzung gefunden. Zumindest aber nimmt Rosa in manchen Geschichten Bezug auf Inhalte, Hinweise und vor allem aber auch auf biographische Zusammenhänge, die Barks in das Original eingestreut hatte. Man denke da an das vielleicht beste Werk überhaupt, das in der Comic Collection erschienen ist, die Milliarden des Onkels Dagobert.

Nun stehen quasi pro Kapitel, die sich an bestimmten entsprechenden Orten orientieren (Anden, Regenwald, Amazonas etc.), nach einer kleinen Einleitung das Barkssche Original und danach folgend die Rosa-Interpretationen, die meist nicht in einer, sondern zwei oder drei Geschichten erzählt werden.  Kombiniert mit den Abbildungen der Original-Cover der Ersterscheinungswerke ergibt das eine runde und sehr anregende Sache.

Bislang haben wir nur über die Aufmachung und die Kompilation gesprochen, die hervorragend sind. Muss man noch etwas über die Geschichten selbst erzählen? Wer in die Comickunstwerke von Carl Bakrs einmal eintaucht, in diese tiefen, diese realitätsgetreuen Nebenstränge, diese faszinierende Dichte von Comicunterhaltung, dem kann es passieren, dass er moderne Geschichten der Entenhausener gar nicht mehr lesen will, weil sie zu durchschaubar und so austauschbar sind. Es sei denn, sie stammen von Don Rosa, der zu Recht der Barks der neuesten Zeit genannt werden darf, wenn auch sein Zeichenstil bisweilen etwas eigenartig anmutet.

Fazit:

Wieder einmal ein großes Geschenk für Disney-Fans, eine Einladung für alle Freunde, die die Enten und ihre Abenteuer einmal näher kennenlernen wollen und ein Leckerbissen für Sammler: Mit Barks und Rosa präsentieren hier die Meister ihre schönsten Werke, das Ganze kongenial und perfekt aufgemacht in einer in sich stimmigen Kompilation. Besser geht es nicht!

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