Let Go

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  • Lyrics
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  • Anspruch
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  • Unterhaltung
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  • Melodien
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  • Gesamt
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Let Go

Avril Lavigne. Arista (Sony Music) 2002, Audio CD, € 2,97

Rezension von: Wolfi | Rezensionsdatum:

Let Go von

Trackliste
01 – Losing grip
02 – Complicated
03 – Sk8er boi
04 – I’m with you
05 – Mobile
06 – Unwanted
07 – Tomorrow
08 – Anything but ordinary
09 – Things I’ll never say
10 – My world
11 – Nobody’s fool
12 – Too much to ask
13 – Naked

Die Künstlerin
Um in der internationalen Entertainmentbranche Fuß zu fassen, ist es prinzipiell vorteilhaft, zumindest in der Nähe von einer der großen Unterhaltungsmetropolen (ergo Los Angeles, New York, Miami) großzuwerden. Avril Lavigne wuchs in Napanee auf, einem 15.000-Seelendorf im Osten Kanadas. Trotzdem hatte sie bereits mit 16 Jahren einen Plattendeal bei einem Majorlabel in der Tasche. Da es allerdings schon genügend süße Popprinzesschen in der (Schein-)welt Hollywood gibt, wird aus Avril, die in ihrer Jugend im Kirchenchor ersten Kontakt mit der Musik fand, ein hippes Skatergirl gemacht, das so gar keinen Bock auf Britneypop und J. Lo-Oberflächlichkeiten hat, sondern lieber mit ihren Jungs abhängt und coole Punkmusik macht. Zumindest das, was „Bravo“-Leser unter Punk verstehen.

Das Album
Selbstverständlich ist auch die Karriere von Miss Lavigne genauso mit Kalkül durchkonzipiert wie die Lebensläufe aller anderen Popsternchen der späten 90er und frühen 2000er Jahre – siehe Britney Spears, Christina Aguilera, Jeanette (auch wenn sich ihre Karriere auf einem etwas anderen Niveau abspielt). Trotzdem muss man sagen, dass die Musik etwas erfrischendes hat. Es sind immerhin Ansätze von Gitarrenmusik und ehrlicher, handgemachten Singer/Songwritermelodien im Stile einer Alanis Morissette erkennbar. Gleich das Anfangsstück „Losing grip“ rockt doch mächtig. Der Radio-Evergreen „Complicated“ kommt locker daher und bietet Gelegenheit zum fröhlichen Mitsingen.

Auch „Sk8er boi“ überzeugt, selbst wenn die Story „Liebes Mädchen trifft bösen Jungen“ schon tausendmal durchgekaut wurde. Einer der Höhepunkte bietet „I’m with you“, eine Ballade, die im Laufe des Songs rockige Züge annimmt. Dieser Wechsel von punkartigen Rocksongs und radiotauglichem Gitarrenpop zieht sich wie der berühmte rote Faden durch die gesamte LP. Was man der jungen Dame auf jeden Fall hoch anrechnen muss, ist die Tatsache, dass sie (zumindest laut Booklet) an allen Songs sowohl lyrisch als auch musikalisch beteiligt war. In Anbetracht der Tatsache, dass die Songs zu einem Zeitpunkt entstanden, an dem Avril gerade mal 17 Jahre alt war, aller Ehren wert.

Fazit
Klar, nur weil man eine Krawatte trägt, ist man noch lange nicht Punk. Muss es ja auch gar nicht unbedingt sein. Wichtig ist nur, dass sich Avrils Musik hörbar von 08/15-Popproduktionen abhebt, und trotz dem offensichtlichen Konzept, auf dem die Karriere von Avril Lavigne aufgebaut ist, behält sie etwas bodenständiges, das sie von der Glamour-Glitzerwelt unterscheidet. Dass sie ihren Weg gemacht hat, beweisen nicht nur die Verkaufszahlen von „Let go“ – das Album wurde weltweit 18 Millionen mal verkauft. Auch die Folgeplatten wurden durchgehend zum Erfolg – wie etwa „Under my skin“ aus dem Jahr 2004 (10 Millionen Verkäufe) oder „The Best Damn Thing“ mit dem Megahit „Girlfriend“.

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