Literaturtheorie; Eine kurze Einführung

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Literaturtheorie

Andreas Mahler (Übersetzer). Reclam, Philipp, jun. GmbH, Verlag 2002, Taschenbuch, 200 Seiten, € 3,50

Rezension von: Christopher | Rezensionsdatum:

; Eine kurze Einführung, aber eigentlich doch mehr als nur eine Einführung

Autor

Jonathan Culler wurde 1944 geboren und erlangte durch seine Arbeiten im Rahmen des Strukturalismus und des poststrukturalistischen Dekonstruktivismus wissenschaftliche Reputation. Er selbst absolvierte ein literaturwissenschaftliches und literaturtheoretisches Studium an verschiedenen renommierten Universitäten (bspw. Havarad, Oxford). Seine Lehrtätigkeitszeit verbrachte er ebenso an verschiedenen angesehenen Universitäten (bspw. Cambridge, Yale). Zentrale Werke seiner wissenschaftlichen Arbeit sind seine Dissertation über den Strukturalismus, welche zugleich als Etablierungsarbeit für den Strukturalismus, mit seiner Hochphase in den 1960er und 70er Jahren, gilt, sowie seine seit 1982 dauernde Beschäftigung mit Derridas dekonstruktivistischen Ansätzen und natürlich das 1997 erschienene Werk Literaturtheorie, eine kurze Einführung über welches im folgenden referiert wird.

Aufbau und Inhalt

Anders als beispielsweise Achim Geisenhanslükes: struktiert Jonathan Culler sein Werk nicht chronologisch oder nach den prägenden Schulen und Denkrichtungen, sondern er orientiert sich eher daran die wichtigsten Themengebiete der Entwicklung der Literaturtheorie seit seinen Anfängen zu beleuchten. Dabei geht er folgendermaßen vor: er unterteilt es in 8 große Kapitel mit prägnanten Titeln wie „Was ist Theorie“, „Was ist Literatur und ist sie wichtig?“, „Sprache“, „Rhetorik, Poetik und Lyrik“ und andere und erläutert daran dann die prägenden Entwicklungen. Wie die Überschriften der einzelnen Kapitel bereits verdeutlichen geht es Culler darum, herauszuarbeiten was Literatur ist und wodurch sie sich auszeichnet und in welchem Wechselspiel sie zur Theorie von ihr selbst steht. Außerdem zeichnet er einen möglichen Weg auf, wie sich Literatur in naher Zukunft entwickeln könnte und ob es lohnend ist, sich an die Kulturwissenschaft anzunähern oder eben auch nicht. Weitere Themen sind die Fragen wodurch Sprache Bedeutung erzeugt u.a.

Wie vielleicht hieraus bereits deutlich geworden ist zeichnet Culler in relativ klaren Linien die Forschungsentwicklungen und die allgemeinen Entwicklungstendenzen der Vergangenheit nach und gibt damit dem Leser einen Katalog in die Hand mit dem er sich selbst im Anschluss weiter informieren kann und in mancherlei Hinsicht auch sollte, da das Verstehen eines Textes im wissenschaftlichen Bereich, wie auch in Alltagssituationen immer von Vorteil ist.

Im Anschluss an seine Ausführungen lässt es sich Jonathan Culler jedoch trotzdem nicht nehmen einen Überblick über die theoretischen Schulen und deren wichtigsten Strömungen zu geben, was für den Laien und für den Wissenschaftler eine Gedächtnisstütze darstellt um sich über die groben Entwicklungen einen Überblick zu verschaffen, sei es während des Lesens oder vorher.

Die Literaturhinweise Cullers im Anschluss des Buches werden wahrscheinlich nur für den von Vorteil sein, der im Lesen von englischsprachiger Literatur bewandert ist. Abhilfe wurde hier vom Übersetzer geschaffen, der Cullers Literaturhinweise in deutsche edierte und eigene Hinweise in deutscher Sprache hinzusetzt.

Fazit und Kritik

Jedenfalls stellt Cullers Werk mehr als nur eine Einführung dar, da es vielfach als auch schon vertiefend in manche Entwicklungen der Literaturtheorie (Queer Theory) eindringt und diese erläutert. Damit stellt sich das Werk eher interessant für Germanisten und ebenfalls Anglisten dar, aber nichts desto trotz kann dem geneigten Laien damit die Literatur näher gebracht werden, der aber hierfür ein gewisses Maß an Ausdauer und Durchhaltevermögen mitbringen muss, da es bisweilen etwas langatmig werden kann.

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