Living Things

Autorenwertung
  • Sound
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  • Instrumentalisierung
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  • Vocals
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  • Abwechslung
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  • Hörspaß
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  • Gesamt
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Living Things

Linkin Park. Warner Bros. Records (Warner) 2012, Audio CD, € 5,99

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

Living Things von

Die Band:

1996 gründeten Mike Shinoda (Rap, Keyboard, Gitarre) und Brad Delson (Gitarre) in Los Angeles eine Band, die zu den Wegbereitern des Nu Metal zählt. Einem Genre, dass Elemente des Rocks, des Metal, Alternative und Hip Hop in sich vereint.

Komplettiert wird die Band durch David Farell (Bass), Rob Bourdon (Schlagzeug), Joseph Hahn (DJ) und vor allem durch Sänger Chester Bennington. Bereits mit ihrem ersten Album „Hybrid Theory“ gelang ihnen der internationale Durchbruch.

Durch hohe Chartplatzierungen und zahlreiche Musikpreise entwickelt sich Linkin Park, der Name ist auf den Lincoln Park in Santa Monica zurückzuführen, zu einer der bekanntesten und erfolgreichsten Bands der Gegenwart.

Das Album:

Mit „Living Things“ legen Linkin Park nunmehr ihr fünftes Studioalbum vor. Nach dem umstrittenen letzten Album „A Thousand Suns“, bei dem viele elektronische Sounds im Vordergrund standen, wollte man auf dem aktuellen Album den Stil des letzten Albums mit den bekannten Rock- und Rap-Elementen ihres Debüts „Hybrid Theory“ verbinden.

Wie schon auf den vorherigen Alben „Minutes To Midnight“ und „A Thousand Suns“ fungiert als Produzent, der sicher maßgeblichen Anteil am Sound und an der Entwicklung der Band hat.

Als Vorgeschmack koppelte Linkin Park im März den Song „Burn It Down“ als erste Single aus. Ein echter Kracher, der Hits wie „New Divide“ oder „What I´ve Done“ in nichts nachsteht, alle Trademarks der Band hervorragend vereint und vielen Fernsehzuschauern von den   ZDF-Übertragungen der Fußballeuropameisterschaft bekannt sein dürfte.

Umso gespannter war man jetzt auf das Album. Einem Album, auf dem sich Linkin Park in vieler Hinsicht treu geblieben sind. Mit „Lost In The Echo“ startet das Album.

Der Song steht wie kaum ein anderer für den Sound der Amerikaner: Elektronisches Intro, harte Gitarren und ein toller Wechsel zwischen Mikes Raps und Chesters Gesang machen diese Nummer zu einem der besten Linkin-Park-Songs überhaupt.

Von diesem Kaliber haben sie mit „In My Remains“ und „Lies Greed Misery“ noch zwei Songs am Start, die jedoch nicht ganz an die Klasse des Openers heranreichen.

Linkin Park sind in den letzten Jahren aber auch für ihre radiotauglichen Nummern bekannt gewesen. Mit „Castle Of Glass“ und „Powerless“ finden sich zwei Songs auf dem Album, die Single- und Hitpotential haben.

„Castle Of Glass“ überzeugt durch eine eingängige Melodie, einem tollen Refrain und Chesters Stimme, die hier besonders warm klingt. „Powerless“, der letzte Song des Albums, ist eine Schmusenummer, die allen gefällt, die auch „Shadows Of The Day“ mochten.

Einige Kritiker bemängeln, dass „Living Things“ gerade im hinteren Teil deutlich abfällt. Dieser Einschätzung kann ich mich nicht anschließen. Die zweite „Hälfte“ des Albums wird mit „Victimized“ grandios eröffnet, der mit Abstand härtesten (und mit einer Spielzeit von 1:46 leider auch kürzesten) Nummer, die am ehesten Parallelen zu den Songs von „Hybrid Theory“ aufweist.

„Skin To Bone“, „Until It Breaks“ und das instrumentale Zwischenspiel „Tinfoil“ werden dann eher Hörer ansprechen, die das letzte Album gut fanden. Hier stehen klar die elektronischen Samples im Vordergrund, auch wenn Mike Shinoda deutlich mehr Rap-Passagen hat.

Trackliste:

01 – Lost In The Echo

02 – In My Remains

03 – Burn It Down

04 – Lies Greed Misery

05 – I´ll Be Gone

06 – Castle Of Glass

07 – Victimized

08 – Roads Untraveled

09 – Skin To Bone

10 – Until It Breaks

11 – Tinfoli

12 – Powerless

Fazit:

Ihr Versprechen, dass Album wieder rockiger zu machen, haben Linkin Park eingehalten, auch wenn es keine innovativen Neuerungen gibt. Die Band um Mike Shinoda und Chester Bennington schafft die Gratwanderung zwischen dem eigenen Anspruch und der Erwartungshaltung der Fans, auch wenn das Album kein zweites „Hybrid Theory“ oder „Meteora“ ist.

Trotzdem ist „Living Things“ ein richtig gutes Album geworden. „Lost In The Echo“ und „Burn It Down“ sind sicher die Überflieger des Albums, auf dem es keine nennenswerten Schwachpunkte gibt und von denen wir einige Songs auch im Airplay hören werden.

Da kein Song länger als vier Minuten ist, ist die Spielzeit von 37 Minuten wieder einmal sehr dürftig. Aber das ist man von den Alben von Linkin Park bereits gewohnt.

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