Loud Like Love

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Loud Like Love

Placebo. Vertigo Berlin (Universal Music) 2013, Audio CD, € 4,90

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DER -EFFEKT!

Die Band:

1994 trafen sich die ehemaligen Schulkameraden Brian Molko (Gitarre, Gesang, Keyboards) und Stefan Olsdal (Bass, Keyboards) zufällig an einer Londoner U-Bahnstation wieder. Molko lud Olsdal zu einer Bandprobe ein, die so gut verlief, das man beschloss gemeinsam Musik zu machen. Das war die Geburtsstunde von Placebo, die 1996 ihr gleichnamiges Debütalbum veröffentlichten, das in Großbritannien sofort mit Gold veredelt wurde. Während Brian Molko und Stefan Olsdal der Band erhalten blieben, gab es am Schlagzeug immer wieder Umbesetzungen. Derzeit sitzt Steve Forrest an den Drums. In den Jahren mauserten sich Placebo zu einer der erfolgreichen Alternative Bands. Mit ihrem letzten Album „Battle For The Sun“ erreichten sie erstmals auch die Spitze der deutschen Albumcharts.

Das Album:

Nach einer ausgedehnten Tournee zogen sich Placebo nach London zurück, um in den RAK Studios zusammen mit Produzent Adam Noble an einem neuen Album zu arbeiten. War das letzte Werk ungewöhnlich positiv und geradezu verspielt, sollte der Sound jetzt wieder etwas düsterer werden. Die neuen Titel drehen sich um das große Thema Liebe und Beziehungen. Brain Molkos Texte bieten für die Hörer eine große Indentifikationsrolle. Er beschreibt das Ende einer Beziehung („A Million Little Pieces“) ebenso wie die Suche nach Zuwendung („Hold On To Me“).

Viele Fans beklagten, das sich das letzte Album zu glatt anhörte. Diesen Trend setzt zumindest auch der Titelsong „Loud Like Love“ fort, der dieses Album eröffnet. Doch mit zunehmender Dauer werden die Songs melancholischer. Titel wie „Hold On Me“, „Beginn The End“ oder „Bosco“ zeigen, warum Placebo oft als traurige Band bezeichnet werden. Gerade der letzte Titel trägt mit seiner spärlichen Instrumentalisierung und Molkos dramatischer Stimme dazu bei.

Doch Placebo können auch anders: „Rob The Bank“ oder „Purify“ haben eingängige Riffs und zeigen, das die Band die Wildheit ihres Debüts nicht verlernt hat. Mit „Exit Wounds“ haben sie dann auch ein Stück auf dem Album, das alle bekannten Placebo-Effekte in sich vereint: ein hörenswertes Intro, einen mitreißenden Refrain und Molkos nasal-traurige Stimme.

Trackliste:

01 – Loud Like Love

02 – Scene Of The Crime

03 – Too Many Friends

04 – Hold On To Me

05 – Rob The Bank

06 – A Million Little Pieces

07 – Exit Wounds

08 – Purify

09 – Begin The End

10 – Bosco

 

Fazit:

„Loud Like Love“ ist sicher kein Meilenstein der Rockmusik. Allerdings ist es ein äußerst solides Album einer Band, die sich nie um Charterfolge, Trends oder Erwartungen gekümmert hat. Brain Molko, Stefan Olsdal und Steve Forrest machen die Musik, die ihnen wichtig ist. Dadurch haben sie sich eine treue Fangemeinde erarbeitet und die wird mit dem aktuellen Longplayer sicher mehr als zufrieden sein.

 

 

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