Luft zum Frühstück. Ein Mädchen hat Magersucht.

Autorenwertung
  • Dramatik
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  • Emotionen
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  • Realismus
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  • Authentizität
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  • Anspruch
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  • Gesamt
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Rezension von: LunaBlue | Rezensionsdatum:

: Luft zum Frühstück. Ein Mädchen hat .

Story

Serafina ist vierzehn Jahre alt. Sie hat ihre Kindheit mit ihrer Familie in Italien verbracht, da ihr Vater Italiener ist. Als die Familie nach Deutschland zieht, bricht für sie eine Welt zusammen.

In der Schule findet sie keine Freunde, sie vermisst ihre krank Großmutter in Italien, ihre Eltern streiten sich oft. Serafina isst dadurch viel und bleibt immer zu Hause, wodurch sie in ihrem Alter schließlich um einiges mehr wiegt als ihre dünnen Klassenkameradinnen.

Eines Tages beschließt sie endlich abzunehmen. Die Umstellung fällt ihr überraschend leicht und sie freut sich, als die ersten Kilos purzeln. Neue Nachbarn ziehen in das Wohngebäude ein, wodurch sich Serafina mit der gleichaltrigen Ester anfreundet, die sehr dünn ist.

Serafina verliebt sich außerdem in deren älteren Bruder Fritz. Immer wieder begegnet sie jedoch Menschen, die ihr so viel dünner und hübscher als sie erscheinen, weshalb ihre Diät immer radikaler wird.

Währenddessen haben ihre Eltern eine schlimme Krise, da ihr Vater eine Geliebte hat. Serafina schottet sich ab von ihrer Familie und sogar vor ihren Freunden, die sie endlich findet, denn immer wieder fühlt sie sich daran erinnert, dass sie zu dick ist, obgleich sie mittlerweile kaum noch irgendwelche Nahrung zu sich nimmt.

Auch vor Abführtabletten macht sie nicht halt, Mittag und Abendessen werden im Schrank versteckt. Selbst als sie sich nur noch von ein wenig Obst täglich ernährt, will sie nicht aufhören und alles läuft allmählich auf eine Katastrophe hinaus.

Meinung

Gerade am Anfang können sich sicher viele junge Leserinnen mit Serafina identifizieren. Man ist in der Pubertät, kommt mit der Familie nicht mehr so gut klar, ist eher Außenseiter und fühlt sich nicht wohl in seiner Haut, weil man nicht so dünn ist wie die Klassenkameraden.

Wie dick sie zu Beginn genau ist, erfährt man auch nicht genau, wichtig ist jedoch, dass man erkennen kann, dass ihr Gewicht nicht das eigentliche Problem ist, viel mehr ihre eingeschüchterte Art, die sie daran hindert, Freundschaft zu schließen.

Als dann aber die ersten Komplimente für ihren Gewichtsverlust fallen, spornt sie das noch weiter an. Anfangs kann man ihre Gedanken und Handlungen auch noch gut nachvollziehen, dann wird das Ganze Stück für Stück schockierender.

Die Geschichte wird in der Ich-Form erzählt und Serafina versucht damit nicht nur sich selbst, sondern auch den Leser zu überzeugen, dass ihre immer krasseren Methoden zur Gewichtsabnahme doch gar nicht so schlimm sein, bis sie sich fast zu Tode hungert.

Ich fand die Geschichte bis zum Ende hin wirklich erschütternd.

Fazit

Schockierende Geschichte, die in der heutigen Zeit leider keine Seltenheit ist.

Nicht nur für Betroffene empfehlenswert!

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