Maria, ihm schmeckt’s nicht!

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Rezension von: istillreadbooks | Rezensionsdatum:

Maria, ihm schmeckt’s nicht!

Inhalt
Jan ist glücklich. Er hat seiner deutsch-italienischen Freundin Sara einen Heiratsantrag gemacht – und sie hat „Ja“ gesagt. Doch nicht nur der Heiratsantrag selbst ist eine nicht zu verachtende Hürde auf dem Weg zum Ehemann. Denn der Antrag ist nur der Anfang von einer Reihe von turbulenten Ereignissen, die Jans Leben verändern werden. Die Hochzeit selbst hatte Jan sich eigentlich ganz unspektakulär vorgestellt: Ohne viel Kitsch, eine standesamtliche Trauung, keine pompöse Hochzeitsfeier, eine bescheidene und private Angelegenheit zwischen zwei sich liebenden Menschen.

Doch diese Rechnung hat Jan (gespielt von ) ohne seinen italienischen Schwiegervater in spe, Antonio Marcipane, gemacht. Dieser schlägt eine kirchliche Hochzeit in seinem süditalienischen Geburtsort Campobello vor – eine derartige Hochzeit entspricht nun so gar nicht Jans Vorstellungen, doch da sich seine künftige Ehefrau Sara durchaus für Antonios Vorschlag erwärmen kann, wird dieser Vorschlag kurzerhand in die Tat umgesetzt. Jan fügt sich zunächst nur widerwillig in sein Schicksal…

Eine herzerfrischende Komödie mit sorgfältig punktierten ernsten Anklängen
Dass das Zusammenleben zweier Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen nicht immer ganz einfach ist, wusste Jan bereits. Doch dass sich die Hochzeit zu einer so harten Belastungsprobe für die Beziehung von Jan und Sara auswachsen würde, hatte Jan nicht erwartet. Schon der Besuch bei den zukünftigen Schwiegereltern verläuft, gelinde gesagt, „nicht ganz so“ wie Jan es sich vorgestellt hatte – Ursula, die Mutter seiner Freundin Sara scheint zwar eine nette Frau zu sein, und Jan scheint für sie durchaus „der Richtige“ für ihre Tochter zu sein, doch Saras Vater Antonio würdigt Jan keines Blickes.

Zunächst scheinen Jan und Antonio keine gemeinsame „Basis“ zu finden, und als sich Jan mit Sara und ihren Eltern nach Campobello aufmacht, kommt Jan vom Regen in die Traufe: In Campobello erwarten ihn nicht nur jeden Tag italienische Gerichte, die im Wesentlichen aus Meeresfrüchten bestehen, auf die Jan allergisch reagiert, sondern er macht darüber hinaus auch die Bekanntschaft mit der temperamentvollen italienischen Verwandtschaft von Antonio und Sara. Doch langsam erkennt Jan, dass Saras Vater Antonio doch nicht so unnahbar und voreingenommen ist, wie er zunächst geglaubt hatte. Aus der Schwiegervater-Schwiegersohn-Beziehung entwickelt sich mit der Zeit nicht nur eine Hassliebe, sondern fast schon so etwas wie eine Männerfreundschaft.

Dennoch ist die Verfilmung von Jan Weilers gleichnamigen Roman keine sentimentale Hommage an die deutsche „Italien-Sehnsucht“. Die kuriosen und lustigen Szenen überwiegen in Neele Leana Vollmars drittem Film eindeutig, doch die stets an den richtigen Stellen eingesetzten Rückblenden, die die Geschichte des Gastarbeiters Antonio erzählen, machen dem Zuschauer deutlich, dass nicht nur Jan es schwer hat als deutscher Gast in Italien, sondern dass auch Saras italienischer Vater Antonio in Deutschland nicht immer nur glückliche Zeiten verlebt hat.


Fazit

Der Journalist und Autor Jan Weiler schildert in seinem Roman „Maria, ihm schmeckt’s nicht!“ autobiographisch seine eigenen Erlebnisse mit seiner italienischen Frau und ihrer Verwandtschaft. Gemeinsam mit Daniel Speck schrieb er das Drehbuch für den gleichnamigen Film, der den deutsch-italienischen Culture-Clash auf die große Leinwand bringt. Christian Ulmen ist in diesem Film in einer absoluten Paraderolle zu sehen, und auch , der Jans Schwiegervater Antonio Marcipane verkörpert, liefert eine souveräne Vorstellung ab.

Insgesamt beschreitet die Komödie sicher kein unberührtes Terrain der Filmlandschaft, bietet jedoch leichte, aber keine platte Unterhaltung. Ein gelungenes sommerliches deutsches Feel-Good-Movie das auch durch seine nachdenklichen Momente überzeugen kann. Für alle Fans von Christian Ulmen und Jan Weilers Romanen ist dieser Film absolut zu empfehlen. In Deutschland konnte er bereits mehr als eine Million Zuschauer in die Lichtspielhäuser locken.

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