Mechthild Becker: Marktoberdorf

Autorenwertung
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  • Nutzen
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  • Gesamt
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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Mechthild Becker: Marktoberdorf; Sutton Verlag Erfurt 2002

Das Buch ist im Jahre im Sutton-Verlag aus Erfurt erschienen. Es hat einen Umfang von 128 Seiten.

Die Inhaltsangabe

Marktoberdorf ist eine Kreisstadt in Bayern mit rund 16.000 Einwohnern. Seine Geschichte läßt sich bis ins 8. Jahrhundert zurückverfolgen. Die letzten 100 Jahre werden hier mittels Fotographien beschrieben.

Der Ort, sein Aussehen und seine Infrastruktur stehen hier aber nicht unbedingt im Vordergrund. Es geht hier mehr um die Menschen vor Ort, um Arbeit und Freizeit, Flucht und Vertreibung, Krieg und Frieden.

Das vorliegende Werk stammt aus der Buchreihe „Die Reihe Archivbilder“. Die Autorin hat für das Buch 200 Schwarzweißfotographien zusammengetragen.

Die Inhaltangabe

Das Buch gelangt inhaltlich nicht bis in unsere Tage. Der Inhaltsangabe zufolge endet die Beschreibung mit Beginn der `50er Jahre. Die Herangehensweise der Autorin ist in mehrfacher Hinsicht bedauerlich. Sie vermittelt viel Folklore, ohne daß es für einen Außenstehenden (wie den Autoren dieser Buchbesprechung) ersichtlich ist, ob die Aufnahmen tatsächlich in Marktoberdorf oder irgendeinem x-beliebigen bayerischen Dorf am Nordrand der Alpen gemacht worden sind. Der Ort und sein Charakter sowie seine Entwicklung im Laufe der Zeit werden nicht deutlich genug herausgearbeitet.

Der Verlag schein eine falsche Vorstellung davon zu haben, was man (als Leser) von einem solchen Buch erwarten kann. Natürlich ist es angenehm, in rührseligen Erinnerungen zu schwelgen und zu fragen: „Weißt du noch…?“ Es wäre aber zu kurz gegriffen, die Beschreibung eines Ortes auf Folklore, Sportvereine und Volksfeste zu reduzieren, wie es in dem vorliegenden Fall. Die Entwicklung des Ortsbildes, der Einzug neuer Technologien (Bus, Straßenbahn, Gas, Wasser, Elektrizität, Telefon, Fernsehen usw.), die Veränderungen, die sich durch den Zuzug der vielen Flüchtlinge ergeben haben – Themen wie diese werden hier gar nicht erst angegangen. Mit Büchern wie diesem werden Klischees bedient und Vorurteile bestätigt.

Ein Wort über den Verlag

Der Sutton Verlag ist ein Buchverlag in Erfurt. Er ist auf populärwissenschaftliche regionale Literatur spezialisiert. Es gibt ihn seit 1997. In 18 Reihen erscheinen jährlich rund 150 neue Titel. Es handelt sich dabei um Bildbände, Textbände, historische Romane und regionale Krimis. Der Verlag gehört zur Verlagsgruppe The History Press, die 1977 von dem Briten Alan Sutton gegründet wurde.

Das Fazit

Ein Fazit ist hier schnell gezogen. Das Buch ist aus den oben genannten Gründen etwas enttäuschend. Es hätte den Ort genauer vorstellen und seinen Blickwinkel nicht so sehr auf die Menschen vor Ort werfen sollen. Da die „Ausführungen“ Anfang der 1950er Jahre aufhören, schreit es geradezu nach einer Fortsetzung, in der die örtliche Geschichte bis heute vorgestellt wird.

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