Meerbuscher Kulturkreis: Leben in Meerbusch

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

(Hrsg.): Leben in Meerbusch gesehen und in Radierungen festgehalten von Editha Hachspiel; Meerbusch 2005; 78 Seiten; ISBN: 3-00-015310-1

Hachspiel wurde 1925 in Düsseldorf geboren. Sie studierte 1944 – 1950 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf. 1950 folgte die Heirat. Seit 1960 wohnt das Ehepaar Hachspiel mit seinen Kindern (und inzwischen auch Enkelkindern) in Meerbusch, wo Editha Hachspiel nicht nur im Kulturausschuß des Rates der Stadt Meerbusch ehrenamtlich aktiv war, sondern auch an der örtlichen Volkshochschule und an einem Gymnasium unterrichtet hat.

Meerbusch ist ein Ort am linken Niederrhein ganz in der Nähe der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf. Vielen Leuten völlig unbekannt, ist er der kulturell interessierten Zeichnerin doch die eine oder andere Zeichnung wert gewesen. Die Zeichnungen sind so zeitlos angelegt, daß sie über einen längeren Zeitraum entstanden sein können und trotzdem auch heute noch schön anzusehen sind.

Die Stadt Meerbusch, der Meerbuscher Kulturkreis und die Sparkasse Neuss ermöglichten es Hachspiel, hier deutlich mehr als 50 ihrer hübschen Zeichnungen zu veröffentlichen. Teilweise in Farbe, teilweise in schwarzweiß zeigen sie Landschaften (insbesondere am Rhein), aber auch Gebäude vor Ort. „Aqurelliert“ wird die Farbtechnik genannt.

Die Zeichnungen sind durchaus sehenswert. Sie erinnern an die naive Malerei, die wir aus der Kunstgeschichte vor allem als Ölgemälde kennen. Hier geht es also nicht um die objektive Wiedergabe von belastbaren Daten und Fakten, sondern vielmehr um das Ausdrücken individueller, subjektiver Stimmungen und Wahrnehmungen. Wer an Wissen und tagesaktuellen Ereignissen aus Meerbusch interessiert ist, wird also zu anderer Literatur greifen müssen. Die Zeichnungen sind unterschiedlich groß, so daß unter Umständen mehrere davon auf eine Seite passen. Die Zeichnungen bieten einzelne Motive, nicht etwa Motivserien (wie zum Beispiel ein bestimmter Ort im Wechsel der Jahreszeiten).

Der Niederrhein bietet sich natürlich auch an für diese Art der Zeichnungen. Die flache Landschaft, der Rhein, die auch heute noch vorherrschende landwirtschaftliche Prägung bieten sicherlich dem geübten Zeichner viele Motive. Gibt es solche Hefte wie dieses auch aus anderen Städten vom Niederrhein? Wenn nicht, gibt es hier eine kleine Marktlücke, die umgehend geschlossen werden sollte. Der eine oder andere Leser wird sich schon für diese Art der Literatur finden, und sei es nur als Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenk für jemanden, der eigentlich schon alles hat, dem man aber nicht ohne Geschenk unter die Augen treten möchte.

Das Fazit

Meerbusch mag nun nicht der Nabel der (künstlerischen) Welt sein. Trotzdem liegt hier ein im wahrsten Sinne des Wortes „sehenswertes“ Buch vor. Hier hat eine nicht mehr ganz junge Künstlerin ansprechende Zeichnungen über ihre Heimat veröffentlicht.

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