Meine afrikanischen Lieblingsmärchen

Autorenwertung
  • Lesbarkeit
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  • Kreativität
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  • Aufmachung
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  • Authentizität
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  • Gesamt
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Rezension von: Ratte | Rezensionsdatum:

Meine afrikanischen Lieblingsmärchen von

Inhalt
30 afrikanische Märchen sind hier versammelt, jedem Märchen ist eine kurze Erklärung vorangestellt wo es herkommt, Märchenmotive sind bekanntermaßen sehr wanderlustig, wer es aufgeschrieben und wer es illustriert hat. Zeitgenössische, meist südafrikanische Illustratoren belegen mit ihren äußerst unterschiedlichen Stilen und Techniken das kreative Potential der Region. Allein schon für diese Zusammenstellung unterschiedlichster Illustrationsstile lohnt es sich, das Buch zu besitzen. Es gibt auch eine Karte – mit Fähnchen – die noch einmal zeigen, wo „Mandelas Lieblingsmärchen“ herkommen. Dazu sind im Anhang noch kurze Lebensläufe der Autoren und Illustratoren und ein Quellenverzeichnis der Erstveröffentlichungen aufgeführt. All dies macht das Buch zu mehr als nur einer einfachen Märchenanthologie.

Die meisten Märchen stammen aus dem südlichen Afrika, aus Namibia, Botswana, Zimbabwe und natürlich aus Südafrika, nicht verwunderlich, da die Sammlung unter dem Titel bzw. Slogan „Lieblingsmärchen von Nelson Mandela“ angeboten wird und ursprünglich auch in Südafrika erschienen ist. Viele Märchen sind erst vor wenigen Jahren niedergeschrieben worden, oft von Sammlern mit europäischem Bildungshintergrund. Vielleicht sind uns auch darum diese Märchen so verständlich, so vertraut. Sie fabulieren, sind humorvoll, ausschweifend manchmal und deshalb auch vergnüglich zu lesen und vorzulesen. Zum Vorlesen eignen sie sich gut – und das sollte man ja auch so oft als möglich mit seinen Kindern tun – und warum eben mal nicht afrikanische Märchen – das weitet den Blick.

Dabei ist uns vieles vertraut: Das Monster, das vorgibt die Mutter der Kinder zu sein, so dass diese die Tür öffnen, das Lösen eines Zauberbanns und die besonderen Zahlen drei und sieben, die mutige Frau, die den verzauberten Mann erlöst, die Schwestern, die der Schönen ihren Erfolg beim männlichen Geschlecht neiden, das ungehorsame Kind, das die Gefahr nicht achtet und natürlich bestraft wird und die Märchen zur Erklärung der Welt, warum beispielsweise die Katze zum Haustier wurde oder wieso Giraffen keine Stimme haben. Und natürlich, dass die Liebe siegt! Manches ist uns auch nicht so vertraut, die Dummheit und Gier der Hyäne, die Gewitztheit des Hasen, die Lieder und Tänze der Menschen und die fremden Worte: Sukela ngantsomi!

Fazit
„Meine afrikanischen Lieblingsmärchen“ ist ein Hausbuch im besten Sinne des Wortes, eine Sammlung, die uns Afrika in seiner überbordenden Vielfalt näher bringt und außerdem ist es wohl Nelson Mandelas Vermächtnis an die Jugend, an die der „rainbow nation“ wie auch an die europäische Jugend. Und Märchen aus Südafrika zu lesen oder vorzulesen ist im Jahr der WM vielleicht auch nicht so falsch.

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