Michael H. Sprenger: Philipps-Universität Marburg

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Michael H. / Klaus Walter: Die Philipps-Universität Marburg Eine Geschichte in Bildern

Das Buch ist im Jahre 2002 im Sutton-Verlag aus Erfurt erschienen. Es ist 128 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Andere Städte haben eine Universität. Marburg ist eine Universität. Dieser Spruch stammt zwar aus dem 19. Jahrhundert. Nach Angaben der Inhaltsangabe auf dem hinteren Buchdeckel soll er aber auch heute noch gelten. 82.000 Einwohner zählt die Stadt an der Lahn. Ob die 18.000 Studenten und 7.500 Beschäftigten der Uni dazu zählen? Keine Ahnung. Die Philipps-Universität zählt nach Angaben der Inhaltsangabe zu den größten Arbeitgebern vor Ort.

Die Philipps-Universität wurde 1527 als erste protestantische Universität überhaupt gegründet. Sie gilt heute als „ein leistungsfähiges Zentrum für Forschung und Lehre“, wie die Inhaltsangabe ausdrücklich betont.

Dem Buch ist leider nicht zu entnehmen, ob die beiden Autoren selbst als Studenten in Marbung eingeschrieben waren. Sie verwenden hier rund 200 historische Aufnahmen, die überwiegend aus dem Bildarchiv Foto Marburg stammen.

Das Buch gehört keiner der bekannten Buchreihen – wie etwa die Reihe Archivbilder – des ostdeutschen Verlages an. Es liegt hier also ein singuläres Buch vor.

Die Bilder sind mitnichten chronologisch, sondern eher thematisch geordnet. Die Eintwicklung des Gebäudes kommt genauso zur Sprache wie das gesellschaftlich-studentische Leben und berühmte Stundenten und Professoren. Etwas irritierend ist dabei, daß die jüngeren Aufnahmen denselben Grauton aufweisen wie ältere Aufnahmen. Hier hat der Verlag eine Gleichmacherei betrieben, die nicht unbedingt begeistert.

Auch inhaltlich überzeugt das Buch nur bedingt. Ein Rückblick auf die Zeit der Studentenproteste in den 1960er Jahren (Stichwort: `68) fehlt hier völlig. Die Autoren stellen nur die positiven, erwähnenswerten Gesichtspunkte heraus. Was negativ ausgelegt werden könnte, fehlt völlig.

Das Buch erscheint zum 475. Geburtstag der Universität. Die Zeit bis zur Jahrhundertwende fehlt hier faktisch völlig. Um ein Mißverständnis zu vermeinden: Die Gründungszeit der Philipps-Universität wird zwar kurz bildlich angerissen; dabei bleibt es dann aber auch.

Für den unbedarften, ortsunkundigen Leser hat dies einen gravierenden Nachteil: Man erfährt nichts darüber, wie die Philipps-Universität diesen hervorragenden Ruf erringen konnte, den sie heute genießt. Die „Handlung“ setzt eigentlich erst dann ein, als die Universität ihren hervorragenden Ruf errungen hat.

An dieser Stelle sei ein eigener Gedanke erlaubt. Reicht es wirklich, die Geschichte einer so renommierten Universität nur in Bildern vorzustellen? Oder wäre sich ein umfangreicherer Textteil nötig, wenn nicht gar zwingend nötig gewesen?

Das Fazit

Was das 20. Jahrhundert anbelangt, ist das Buch – mit Einschränkungen – sicherlich gut gemacht. Es stellt aber nur Ausschnitte dar und kann daher bestenfalls einen Einstieg in die Geschichte der Marburger Philipps-Universität sein.

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