Michael Schaffrath: Traumberuf Sportjournalismus

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

Michael Schaffrath: Traumberuf Sportjornalismus Ausbildungswege und Anforderungsprofile in der Sportmedienbranche

Das Buch ist im Jahre 2009 im Berlin erschienen. Es umfaßt 354 Seiten.

Die Sportschau gehört sicherlich zu den bekanntesten Sportsendungen im Fernsehen. Ihr Pendant im Hörfunk ist die Konferenzschaltung, die beispielsweise im Westdeutschen Rundfunk immer dann zu hören ist, wenn am Samstagnachmittag Fußball ist. Der Beruf des Journalisten scheint da eine interessante Berufsalternative für junge Leute zu sein, die gerne Sport treiben.

Das Buch möchte der Inhaltsangabe auf dem hinteren, grünen Buchdeckel zufolge einen konkreten Einblick in sämtliche Berufsfelder der Sportmedienbranche bieten. Die Bandbreite reicht dabei über Hörfunk und Fernsehen über Zeitungen und Zeitschriften bis zum Presseagentur und dem Internet.

Harald Pistorius, Gunnar Jans, Benno Neumüller, Maik Großekathöfer, Thomas Häberlein und Axel Balkausky sind einige der Autoren, die Beiträge für das Buch liefern. Sie werden als Praktiker angepriesen, die die Praxis vorstellen. Hier geht es um Ausbildungswege, Anforderungsprofile und Arbeitsmarktchancen.

Das Buch ist Band 8 der Buchreihe „Journalismus: Theorie und Praxis“.

Der Lit Verlag ist ein deutscher Fachverlag der in Münster ansässig ist. Er wurde 1980 von Wilhelm Hopf gegründet. Der Verlag verlegt hauptsächlich sozial- und geisteswissenschaftliche Literatur.

Sie erscheint zu den Themen Geschichte, Theologie, Politikwissenschaft, Soziologie, Pädagogik, African Studies, Kulturwissenschaft, Rechtswissenschaft, Philosophie, Sprachen und Literaturen, Ethnologie/Anthropologie, Kommunikationswissenschaft, Academic Books, Asien – Pazifik, Wirtschaftswissenschaften und Geographie.

Der Priv.-Doz. Dr. Michael Schaffrath kam am 25. Februar 1966 auf die Welt. 1986 – 1992 studierte er Publizistik, Politikwissenschaft und Neuere Geschichte. Sein Abschluß: M. A., Dissertation und Habilitation zu sportbezogenen Themen. 1988 – 1993 gab es eine journalistische Tätigkeit, ab 1996 wissenschaftliche Tätigkeit. Seit dem Jahre 2000 ist er stellvertretender Leiter des Lehrstuhls für Sport, Medien und Kommunikation der Technischen Universität München.

BerufeNet heißt das Internetportal, in dem die Bundesagentur für Arbeit berufskundlich, damit fachkundlich, also eher theoretisch den Beruf des Journalisten und seine Verästelungen beschreibt.

Das Buch nimmt einen anderen Ansatz. Hier wird aus der Praxis sehr fundiert berichtet, wie man Sportjournalist werden kann. Das Literaturverzeichnis benennt Bücher, die zur weiteren Lektüre anregen sollen.

Bewerbungstips, wie man sich wo um einen Praktikumsplatz, ein Volontariat oder gar einen festen Arbeitsplatz bewerben kann, wird man dagegen vergeblich suchen. Es bleibt die Frage, warum hier überregionale Presse als Beispiel ausgewählt wurde. Hier wird das Niveau, hier werden die Ansprüche so hoch gehängt, daß nicht ganz klar ist, ob sie auch für die örtliche Tagespresse in dieser Form gelten.

Das Buch bietet Trockenschwimmen über den Beruf. Hier wird nicht erklärt, wie man an die erforderlichen sportlichen Fachinformationen kommt. Hier erfahrt der Leser auch nicht, wie man für das jeweilige Medium einen ansprechenden Beitrag erstellt.

Dafür sind wohl andere Bücher aus dem Verlag besser geeignet.

Das Buch berichtet aus der Sicht von Film, Funk und Fernsehen. Das Buch bietet Binsenweisheiten über die mediale Welt, die zwar mal gesagt werden müssen, damit sich angehende und gestandene Journalisten ein Bild über „ihren“ Beruf machen können.

Von daher bietet das Buch schon ein wenig Nabelschau. Wer berufskundlich interessiert ist, sollte dann doch besser bei BerufeNet vorbeischauen.

Auch die Frage, wie mit „dem“ Sport, also Sportlern, Trainern und Funktionären, umgegangen werden soll, wird hier nicht eindeutig geklärt. Für den Sportjournalisten ist es sicherlich hilfreich, sich im Sport und insbesondere dem Sport, über den er berichtet, auszukennen.

Er wird aber immer mehr in der Lage sein müssen, auch Hintergrundinformationen zu liefern – das betrifft wie betriebswirtschaftliche Seite genauso wie die rechtliche, steuerliche, sportwissenschaftliche, sportpolitische und historische Ebene, um nur einige Beispiele zu nennen.

Der Leser kann sich damit zufriedengeben, wenn er am Wochenende die Ergebnisse genannt bekommt. Aber gerade die nachrichtenärmere Zeit bietet die Gelegenheit, auch Hintergrundwissen zu den oben genannten Fachgebieten zu liefern.

Wer dazu nichts zu bieten hat (sowohl als Journalist wie auch als Presseorgan), wird bald Schwierigkeiten bekommen, im Konkurrenzkampf zu überleben.

Das Fazit

Wer wirklich Sportjournalist werden möchte, sollte auch weitere Informationsquellen nutzen.

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