Michael Schenk: Die Harkort`sche Kohlenbahn

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Die Harkort`sche Kohlenbahn und Werksbahn der Hasper Hütte

Das Buch ist im Jahre 2009 im , der in Erfurt ansässig ist, erschienen. Es umfaßt 96 Seiten. Das vorliegende Buch stammt aus der Reihe „Auf Schienen unterwegs“.

Die Inhaltsangabe

Die Schlebusch-Harkort`sche Eisenbahn ist die Vorgängerin von Schlackenbahn und Knorrbahn. Sie geht auf Friedrich Harkort zurück, der die Kohlenversorgung seines Eisenwerks in Hagen-Hasper sicherstellen wollte. Man schreibt das Jahr 1876, als die erste Lokomotive Kohlen aus dem Schlebuscher Revier nach Haspe beförderte. Und das Jahr 1905, als die Hasper Hütte die zwischenzeitlich stillgelegte Strecke für die Schlackenabfuhr pachtete. 1965 wurde der Betrieb auf der Strecke dann endgültig eingestellt. Daß die Hasper Hütte wenige Jahre später ihre Pforten schließen mußte, sei hier nur am Rande erwähnt. Mit der stillgelegten Eisenbahn wird dies aber nichts zu tun haben.

Der Verlag und sein Autor

Den Sutton-Verlag habe ich ja schon an anderer Stelle näher vorgestellt. Daher sei hier nicht näher auf ihn eingegangen.

Der Aufbau des Buches folgt den Vorgaben, die ein jeder Autor einhalten muß, wenn er einen Bildband in dem ostdeutschen Verlag veröffentlichen möchte. Sieht man von den Formalien ab, gibt es hier eine Einleitung, die mit 3 Seiten überdurchschnittlich lang geraten ist. Dann folgt der umfangreiche Bildteil. Ungewöhnlich dabei: Der Verlag akzeptiert hier historische Quellen genauso wie Farb- und Schwarzweißfotographien gleichermaßen und weicht damit von seinem früheren Konzept offensichtlich ab, bei dem nur Schwarzweißbilder erlaubt waren.

Die Besprechung des Inhalts

Der Autor beschreibt hier einen Teil der Industrie- und Wirtschaftsgeschichte, der außerhalb von Hagen völlig unbekannt ist. Ist Harkort selbst schon nur wenig im Bewußtsein der Region verankert, so kann man das für seine Eisenbahn völlig verneinen. Ob dies in Hagen anders ist, kann ich nicht beurteilen; ich komme nicht von dort.

Dies macht es auch so schwierig, das Buch angemessen zu beurteilen. Die Einleitung mit ihren sprachlichen Informationen ist sicherlich für Leute interessant, die sich für örtliche bzw. regionale (Wirtschafts-)Geschichte begeistern können.

Bei den Fotos bin ich mir aber nicht so sicher. Tue ich dem Autoren Unrecht, wenn ich sie Allerweltsfotos nenne? Ich hoffe nicht. Sie wirken aber so unspezifisch, daß ich nicht beurteilen kann, was ihr Aussagewert ist. Besitzen sie eine geschichtliche Aussagen, beispielsweise zur der Technik oder über örtliche Verhältnisse? Was ist typisch an ihnen, das es nur in Hagen gibt? Oder könnten sie auch in anderen, x-beliebigen Büchern zur Eisenbahngeschichte auftauchen? So schön die Bilder auch anzuschauen sind, so fehlt ihnen doch der unverwechselbare Moment, der sie mit Harkort und Hagen in Verbindung bringt.

Für meinen persönlichen Geschmack fehlen auch die Themen. Gab es beispielsweise schwere, erwähnenswerte Unfälle? Wurden die Fahrzeuge in den Kriegen für Kriegseinsätze zweckentfremdet? Wurden sie gelegentlich auch repariert? Fragen wie diese werden hier ausgeklammert. Leider. So gibt es hier Allerweltsberichterstattung, bei der ich nicht weiß, an wen sie sich wendet.

Ein Fazit

Die Bahn gibt es schon seit Jahrzehnten nicht mehr. Wer soll seinen Kindern noch davon erzählen können? So bedauerlich es auch sein mag, die Bahn völlig in Vergessenheit geraten zu lassen. so hätte beim Verfassen des Buches doch mehr auf den praktischen Nutzen geachtet werden sollen.

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