Mörderische Küsse

Autorenwertung
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Mörderische Küsse

Christoph Göhler (Übersetzer). Blanvalet Taschenbuch Verlag 2005, Taschenbuch, 416 Seiten, € 17,90

Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Mörderische Küsse von

Inhalt
Lily Parks, Tochter aus gutem Elternhaus, wurde noch als Teenagerin von der CIA als Spezialagentin angeworben, da sie einem Jagdverein ohne große Übung und Vorkenntnisse schnell durch ihre exzellente Treffsicherheit beim Schießen aufgefallen war. Seitdem erledigt sie für die USA offiziell Tötungsaufträge. Daher versteht sie sich nicht als Mörderin, sondern ihrer Auffassung nach steht sie im Dienst ihres Vaterlands. Mittlerweile ist sie jedoch sehr ausgebrannt; seit Jahren hat sie aufgrund ihres Berufes keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern und ihre kleine Adoptivtochter, die – ebenfalls wegen ihres Berufs – bei ihren besten Freunden aufwuchs, wurde von dem Mafiaboss Salvatore Nervi umgebracht.

Nun möchte Lily die Mörder ihrer kleinen Tochter auf eigene Faust rächen. Mit Hilfe eines bereits in geringer Dosis tödlichen Gifts im Wein gelingt es ihr, Nervi zu töten, sie muss aber, um die Tarnung aufrechtzuerhalten, ebenfalls einen winzigen Tropfen des Gifts trinken, so dass sie selbst sterbenskrank wird. Die CIA erhält Nachricht, dass der Mafiaboss ermordet wurde und da Lilys Chef bereits gemerkt hat, dass die Top-Agentin psychisch angeschlagen ist, wird Lily zum potenziellen Sicherheitsrisiko. Lilys Boss schickt deshalb den Spezialagenten Lucas Swain, um Lily „aus dem Verkehr zu ziehen“.

Lily findet derweil heraus, dass zwei ihrer Freunde ermordet wurden, weil sie herausgefunden hatten, dass die Mafiagruppe an einem eigentlich guten Impfstoff gegen die Vogelgrippe arbeitet – gleichzeitig stellt die Mafiagruppe aber auch den Erreger für die Krankheit her. Deshalb sucht nun auch die Familie des getöteten Mafiabosses nach Lily, und es beginnt ein tödliches Katz- und Maus-Spiel. Lily gelingt es mit einem großartigen Trick, sich auf einem Flughafen „in Luft aufzulösen“, trotzdem gelingt es Lucas, sie aufzuspüren und ihr Vertrauen zu gewinnen. Ungeplant findet er sein Opfer sympathisch und hilft ihr sogar bei dem Versuch, die Geschäfte der Mafiafamilie zu durchkreuzen, behält seinen Auftrag dabei aber immer im Hinterkopf. Eine für alle Seiten sehr gefährliche Situation!

Hintergrund
Über die Autorin Linda Howard (bürgerlich: Linda Howington) ist nicht sehr viel bekannt, außer dass die Amerikanerin 1950 geboren ist und ca. seit dem Jahr 1980 Romane schreibt. Zunächst schrieb sie reine Liebesromane, später dann jedoch auch verstärkt Krimis und Thriller mit einer Liebesgeschichte. Damit ist sie bis heute sehr erfolgreich. „Mörderische Küsse“ ist eines ihrer neueren Werke (2004 als amerikanische Originalausgabe unter dem Titel „Kiss Me While I Sleep“ erschienen).

Fazit
Das Buch ist sehr spannend geschrieben und Leser, die nicht nur eine – ewig gleich aufgebaute – platte Liebesgeschichte suchen, sondern auch eine durchaus interessante Handlung zu schätzen wissen, kommen hier voll auf ihre Kosten. Trotz der geschilderten Handlung brauchen sich aber auch Freunde von Liebesgeschichten keine Sorgen zu machen, denn natürlich gibt es in „Mörderische Küsse“ ein Happy End.

Einige der Handlungsmotive in „Mörderische Küsse“ sind sicherlich recht weit hergeholt (so wird die Scharfschützin Lily sehr sympathisch und lebensnah und in ihrer Denkweise fast „bürgerlich“ dargestellt) – darüber wird der geneigte Leser allerdings wohl hinwegsehen können, schließlich ist eine solche Zeichnung der Charaktere im Bereich der Kriminalliteratur durchaus üblich. Etwas merkwürdig jedoch ist, dass in der Übersetzung einige Dinge komplett anders als im Original sind – allen voran der Nachname der Protagonistin Lily, die im amerikanischen Original Mansfield und in der deutschen Übersetzung Parks heißt, wofür es keinen ersichtlichen Grund gibt.

Auch die Beschreibung der Mietwagen, die sich Lucas im Laufe der Verfolungsjagd bei verschiedenen Mietwagenfirmen ausleiht, ist leider etwas oberflächlich und „typisch amerikanisch“ geraten – ein wenig Recherche hätte schnell gezeigt, dass man bei „normalen Mietwagenfirmen“ nicht einfach so einen Jaguar ausleihen kann…Sehr interessant ist indes die Darstellung der Ereignisse, die es Lily ermöglichen, sich auf einem mit zahlreichen Kameras gespickten Flughafen „unsichtbar zu machen“ und zu fliehen – dass genau diese Schilderung gar nicht so wirklichkeitsfern ist, haben die jüngsten Vorfälle vom Januar 2010 am Münchener Flughafen gezeigt. „Mörderische Küsse“ ist ein herrliches Lesevergnügen, denn das Buch bietet Spannung und die Garantie, dass letztlich doch noch alles gut ausgehen wird.

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