Mord in der Klapse – Director’s Cut

Autorenwertung
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  • Gesamt
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Rezension von: KrimiMimi | Rezensionsdatum:

Mord in der Klapse – Director’s Cut von

Inhalt

Eine junge Frau wird bewusstlos in der Nähe der Hamburger Landungsbrücken gefunden. Da sie sich an nichts erinnern kann, wird ihre Amnesie  in einer psychiatrischen Klinik an der Elbe behandelt. Doch auch dort stellen sich keine Fortschritte ein. Plötzlich kommt es zu mysteriösen Todesfällen in der Klinik, die Polizei ermittelt. Wegen eines gefährlichen Fiebers, das in der Hansestadt grassiert, wird die psychiatrische Einrichtung zur Quarantänestation erklärt. Doch das Sterben geht weiter, obwohl niemand außer dem Personal Zugang zur Station hat.

Oberarzt Dr. Jan Hartenstein versucht verzweifelt, weitere Morde zu verhindern und seine Patienten zu schützen.  Er entdeckt, dass in der Akte des Patienten Gerd Bergmann einige Seiten fehlen und kommt einem schrecklichen Geheimnis auf die Spur. Erst spät erkennt er, dass die Todesfälle mit seiner eigenen, dunklen Familiengeschichte eng verwoben sind.

Unterdessen leben die Patienten auf der Station in Angst vor dem Mörder und keiner traut dem anderen. Was hat der spielsüchtige Siegfried Thomas zu verbergen? Steckt die Rapperin Ryta, die in ihren Songtexten üble Rachephantasien schmiedet, hinter den Morden? Oder der exzentrische Bindaa, der seinen Mitpatienten allein schon wegen seiner Todessehnsucht unheimlich ist? Und welche Rolle spielt die Patientin ohne Gedächtnis – kann sie sich wirklich an Nichts erinnern? Die Ereignisse gipfeln in einer stürmischen Nacht, in der weitere Menschen ihr Leben verlieren müssen.

Fazit

Der Psycho-Thriller „Mord in der Klapse – Director’s Cut“ ist ein spannender Roman, der einen von der ersten Seite an in seinen Bann zieht. Die Geschichte offenbart Abgründe der menschlichen Psyche, die den Leser das Fürchten lehren. Die Handlung spielt fast ausschließlich in einer Psychiatrie. Hier kann sich der Leser gut in die Hauptprotagonistin – die Frau ohne Gedächtnis – hinein denken und fühlen. Ihre Ängst, Hoffnungsschimmer und Selbstzweifel werden so transparent dargestellt, dass man beim Lesen automatisch mit ihr zittert.

Doch auch die Gedanken des Mörders, dessen Identität bis zum Schluss verborgen bleibt, werden transparent und führen den Leser auf eine zweite Handlungsebene: Ins Hamburg der 60-er Jahre.  Hier nimmt das Grauen zwischen Landungsbrücken, Planten und Bloomen, Ohlsdorfer Friedhof und Blankenese seinen Anfang. Zahlreiche Aspekte der Hamburger Stadtgeschichte fließen in den Krimi ein – so wird beispielsweise der Umgang mit psychisch Kranken in Hamburger Kliniken in der Zeit des Dritten Reiches thematisiert. Eine zentrale Rolle spielt zudem der Bildhauer Hugo Lederer: Zu Beginn des 20. Jahrunderts errichtete er in Hamburg bekannte Kunstwerke wie etwa das Bismarck-Denkmal in der Nähe des Hafens und die Skulptur „Das Schicksal“, die heute auf dem Ohlsdorfer Friedhof steht,.

Der Thriller hat einen hohen Spannungsfaktor, denn es werden von Beginn an Einblicke in das Seelenleben des Täters gegeben.  Für Hamburg-Fans ist dieser Krimi ein Muss.

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