Mordshunger

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Mordshunger

Frank Schätzing. Goldmann Verlag 2006, Taschenbuch, 448 Seiten, € 8,95

Rezension von: Aila | Rezensionsdatum:

Mordshunger –

Mordshunger ist der erste Roman von Schätzing, doch erschien er erst im Jahre 2006 – also deutlich nach „Der Schwarm“ oder „Tod und Teufel“. Er verfasste Mordshunger 1991, genauer gesagt beendete er ihn am 22.März 1991, an dem er „die letzten Zeile von Mordshunger in einen, vorsintflutlichen Laptop“ verfügte, wie er es im Vorwort des Romans schreibt. In diesem erwähnt er außerdem die Entwicklung seines Schreibstils, sodass der Roman in einem ganz anderen Stil verfasst ist als seine übrigen Romane. Vor allem ist er geprägt durch die vielen, kurzen Sätze, wohl die kürzesten, die Schätzing je geschrieben hat. Auch das Buch ist dünner, nur 448 Seiten, anstelle der fast 1000 Seiten des „Schwarms“.

Der Inhalt

In seinem ersten Roman begleitet Schätzing den Kommissar Romanus Cüpper bei seinen Ermittlungen im Todesfall „Inka von Barneck“, einer sehr reiche Frau, die wohl sehr unausstehlich war, durch Köln. Cüpper wurde gerade von seiner langjährigen Freundin verlassen, die obendrein beinahe alle Möbel der gemeinsamen Wohnung mit sich nahm. Nun weiß er nicht wirklich mit seinen Gefühlen umzugehen, will sich mal besaufen, dann einfach nur schlafen. Er liebt das gute Essen und dunkle Anzüge, die seinen immer dicker werdenden Bauch kaschieren. Immer gut gekleidet und stets mit guten Essen versorgt wird Cüpper von seinem Assistenten Rabenhorst unterstützt, der ganz anders ist als sein Chef. Er kocht nicht gerne, kann es nicht einmal und wird von seiner ziemlich penetranten Mutter tyrannisiert. Trotzdem sind die beiden ein gutes Team, Cüpper mit seinem unfehlbaren Spürsinn und Rabenhorst mit seinem großen Vertrauen in diesen. Nun begeben sich die beiden also auf Mördersuche.

Ein Fall mit tausenden Verdächtigen

Natürlich ist dies übertrieben, aber Rabenhorst und Cüpper stoßen bei ihren Ermittlungen auf immer mehr Menschen, die sich in den Reigen der Verdächtigen einreihen. Herr von Barneck, der getrennt von seiner Frau lebt und im Falle einer Scheidung keinen Cent erhalten wird, und zu allem Überdruss auch noch einen Doppelgänger hat. Marion Ried, die Tochter der Toten, nie geliebt und missverstanden, borstig und irgendwie trotzdem attraktiv. Eva Hasling, die Geschäftspartnerin, deren Ehe wegen Inka Barneck zu Bruch ging und die bei dem angedrohten Austritt von Barnecks aus dem Geschäft, bankrott gehen würde. Die Liste wird immer länger, und dann folgt ein zweiter Mord. Herr von Barneck wird erstochen aufgefunden. Heißt das, er hat Inka nicht umgebracht – oder wollte sich jemand an ihm für seine Tat rächen? Der Fall wird immer verzwickter, doch irgendwann klärt sich das Bild Cüppers. Hat er noch genügend Zeit den Mörder zu stoppen, bevor es noch mehr Menschen das Leben kostet?

Fazit

Mordshunger ist ein grundsolider Roman von Schätzing. Gespickt mit genussvollen Mahlzeiten und einer spannenden Ermittlung ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild, das den Leser gut unterhält. Die Dialoge zwischen Rabenhorst und seinem Chef bringen einem durchaus zum Schmunzeln und die Charaktere sind gut ausgearbeitet. Der Roman ist nicht besonders tiefgehend und etwas kurzweilig, aber nett zu lesen und wirklich unterhaltend – mehr Anspruch stellt der Roman aber auch nicht an sich selbst.

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