Music

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Music

David Garrett. Decca (Universal Music) 2012, Audio CD, € 6,03

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

MUSIK FÜR ALLE HÖRERGRUPPEN!

Der Musiker:

wurde 1980 als Sohn eines deutschen Juristen und einer amerikanischen Primaballerina geboren. Mit vier Jahren bekam er seine erste Geige geschenkt und wurde fortan von seinem Vater unterrichtet. Mit 14 Jahren stand er bei der Deutschen Grammophon unter Vertrag und spielte Violinkonzerte von Mozart ein. Nach einem Besuch der Juilliard School of Music in New York, den er sich durch Jobs als Bibliothekar, Straßenmusiker und Model finanzierte, versuchte er sich als Künstler zu etablieren. Neben der klassischen Musik sind es vor allem seine Crossover-Alben, die für ein breites und zunehmend junges Publikum interessant machten. Heute spielt unter anderem auf einer Busch Stradivari aus dem Jahr 1716 und stand von 2008 bis 2010 als schnellster Geiger der Welt im Guinness-Buch der Rekorde.

Das Album:

Mit seinem aktuellen Album „Music“ schlägt David Garrett wieder einmal sehr gekonnt eine Crossover-Brücke über Klassik, Pop und Rock. Konzentrierte sich sein Crossover-Album „Rock Symphonies“ eher auf rockige Titel, liegt der Fokus des neuen Albums, wie der Titel vermuten lässt, auf ganz unterschiedliche Spielarten der Musik. Bei der Titelauswahl hat David Garrett durchaus ein Händchen bewiesen, auch wenn zwei Stücke nicht unbedingt auf das Album gemusst hätten.

Den Auftakt macht „Via La Vida“ von . Eine Nummer, die David Garrett vielschichtig und virtuos präsentiert. Auch die weiteren Tracks sind sehr gelungen und abwechslungsreich. Natürlich ist auch diesmal ein Stück von vertreten. Auf „Human Nature“, seinerzeit auf veröffentlicht, zeigt David Garrett, was man alles mit einer Geige anstellen kann. Freunde der Filmmusik kommen bei „Whole Lotta Bond“ auf ihre Kosten. Hier vermischt er das klassische Bondthema mit einem Riff von . Herauskommt einer der besten Tracks des Albums. Dies gilt auch für den Titelsong „Music“ von John Miles. Im ersten Moment fragt man sich, ob David Garrett diesem ohnehin schon orchestralen Song noch neue Aspekte geben kann. Doch das Resultat überrascht. Durch das neue Arrangement katapultiert David Garrett den Song hervorragend ins Jahr 2012.

Auch bei den klassischen Stücken hat er ein gutes Gespür bewiesen. „Nocturne“ von , „Ode an die Freude“ von Bach oder der Säbeltanz passen sehr gut in das Gesamtwerk. Lediglich zwei Titel haben mir nicht gefallen, was jedoch nicht an der musikalischen Ausführung, sondern an der Auswahl an sich liegt. Grundsätzlich finde ich es gut, dass David Garrett auch südamerikanische Klänge auf sein Album bringen will. Ob es eine so strapazierte Nummer wie „Tico Tico“ sein musste, bleibt aber dahingestellt.

Ein Cover von ist immer eine grenzwertige Sache. Sicher interpretiert David Garrett „We Will Rock You“ sehr gut, doch auch diese Nummer ist schon so kommerzialisiert, dass es besser gewesen wäre, wenn er sich für ein anderes Stück von entschieden hätte. Der Fundus der Band gibt sicher einiges her, was noch nicht so oft gehört worden ist.

Trackliste:

01 – Viva La Vida

02 – Cry Me A River

03 – Scherzo

04 – Human Nature

05 – Tico Tico

06 – Nocturne

07 – Whole Lotta Bond

08 – Rondo

09 – Sandstorm

10 – Music

11 – Säbeltanz

12 – Bach Double

13 – We Will Rock You

14 – Celtic Rondo

15 – Ode an die Freude

 

Fazit:

David Garrett legt mit „Music“ ein Album vor, das Hörerschichten alle Musikwelten gefallen wird. Auch wenn das Album nicht die Intensität seiner Livekonzerte hat, ist dieses Crossover-Album ein Volltreffer. Handwerklich sind alle 15 Titel ein Hochgenuss und ein Beweis dafür, wie vielseitig die Geige als Instrument ist. Bei Titeln wie „Viva La Vida“, „Cry Me A River“ oder „Human Nature“ ersetzt sie perfekt die Gesangsstimme. Meine Favoriten sind „Music“, „Sandstorm“, „Whole Lotta Bond“ und der „Säbeltanz“, die eine perfekte Symbiose aus Klassik und Moderne bilden.

 

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