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Paul McCartney. Concord (Universal Music) 2013, Audio CD, € 2,76

Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

NEUES VOM ALTMEISTER!

Der Musiker:

Was soll man über sagen, ohne in Superlativen zu verfallen? Mit den Beatles Zeit- und Musikgeschichte geschrieben, ist er seit Anfang der 1970er Jahre als Solokünstler unterwegs. Er gründete in dieser Dekade die Wings, mit denen er gerade in den USA große Erfolge feiern konnte, sang in den 1980ern Duette mit oder Stevie Wonder, wurde in den 1990ern in die Rock’n’Roll Hall Of Fame aufgenommen und ist bis heute musikalisch aktiv. Er gilt als der erfolgreichste Songwriter der Popmusikgeschichte und wurde mit unzähligen Goldenen und Platin Schallplatten auf allen Kontinenten ausgezeichnet und gewann mehrfach alle Musikpreise dieser Welt. Sein Titel „Yesterday“ ist der meistgespielte Popsong aller Zeiten.

Das Album:

Die Musik von Paul McCartney ließ sich in den Jahren seiner Karriere nie in eine Schublade stecken. Mit schöner Regelmäßigkeit experimentierte er mit ganz unterschiedlichen Musikstilen und überraschte seine Fans mit Jazz-Tönen („Kisses On The Bottom“) oder brachte klassische Werke wie „Standing Stone“ oder „Ocean’s Kingdom“ heraus. Es war und ist ihm bis heute wichtig, die künstlerische Freiheit auszuloten und ein Album zu produzieren, das ihm gefällt – unabhängig von Trends oder Erwartungen.

So ist er auch an die Arbeit zu seinem neuen Album herangegangen. Für die Produktion holte er sich eine Frischzellenkur in Form von vier Produzent, die unterschiedlicher kaum hätten sein können: Paul Epworth und Mark Ranson bedienten bisher eher eine soulige Schiene und arbeiteten für oder Amy Whinehouse, während Giles Martin (der Sohn des ehemaligen Beatles Produzenten George Martin) und Ethan Jones eher für rockige Töne im Stile der Kings Of Leon stehen.

Genau so unterschiedlich, vielschichtig und spannend ist das das Album dann auch ausgefallen. McCartneys Befürchtungen, dass das Album zu unterschiedlich geraten ist, um als homogenes Album zu überzeugen, verflüchtigen sich sehr schnell. Auch auf diesem Werk stellt er seine Qualitäten als Songschreiber unter Beweis.

Die im Vorfeld ausgekoppelte Single „New“ ist eine Verbeugung an die guten alten Zeiten. Viele Kritiker sprachen schon vom besten neuen Beatlessong seit dem Ende der Fab Four. Und das ist richtig, ist der Song doch eine Verbeugung an einen Titel wie „Penny Lane“. Dem entsprechend hoch waren die Erwartungen an das Album – und Paul McCartney erfüllt diese. Die restlichen elf Titel nehmen den Hörer mit in die musikalische Welt des ehemaligen Pilzkopfes. Da gibt es einen Rocksong mit tollen Retrogitarren („Save Us“), der ganz stark an die Zeit mit den Wings erinnert, es gibt puren Rock’n’Roll („Queenie Eye“) oder es gibt psychedelische Momente („Hosanna“). Manche Titel zünden nicht gleich beim ersten Hören, doch gerade das macht ein gutes Album aus. Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Gerade Titel wie „Appreciate“ oder „Road“ sind wie geschaffen, um neue Seiten an diesem Album zu finden.

Die Angst McCartneys, keine Einheit mit diesem Album zu schaffen ist unbegründet. Die Vielfalt macht die Einheit und natürlich die Tatsache, dass er es schafft, diese Einheit mit seiner Stimme zu gewähren. Ob und in welchem Umfang vielleicht die Technik ein wenig nachgeholfen hat, kann ich nicht sagen. Fakt ist, dass Paul McCartneys Stimme nichts an Kraft und Ausdrucksfähigkeit verloren hat.

Trackliste: 

01 – Save Us

02 – Alligator

03 – On My Way To Work

04 – Queenie Eye

05 – Early Days

06 – New

07 – Appreciate

08 – Everybody Out There

09 – Hosanna

10 – I Can Bet

11 – Looking At Her

12 – Road

 

Fazit:

In meiner Rezension zum neuen Album von Deep Purple habe ich das Jahr 2013 zum Jahr der alten Recken ausgerufen, da viele Heroen der Pop- und Rockmusik in diesem Jahr mit neuen Alben an den Start gingen. Paul McCartney bildet da keine Ausnahme. „New“ ist ein tolles Album, das modern klingt ohne sich anzubiedern, das nach McCartney klingt ohne ein Abklatsch früherer Werke zu sein und das Spaß macht ohne schnell langweilig zu sein. Was will man mehr von einem Musikalbum?

 

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