Nickelback – Here And Now

Autorenwertung
  • Sound
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  • Hörspaß
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  • Abwechslung
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  • Gesamt
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Here and Now

Nickelback. Roadrunner Records (Warner) 2011, Audio CD, € 3,98

Rezension von: Steelbound | Rezensionsdatum:

Nach der Veröffentlichung des ersten vom Album „Here And Now“ ausgekoppelten Song „When We Stand Together“ gab es eine kleine Welle der Empörung über das Stück. Nickelback beschreiten in diesem Song nämlich sehr kommerzielle und eingängige Wege, während der Text vor Kitsch und humanen Anliegen trieft.

Der alteingesessene Nickelback-Fan kann da nur müde mit der Augenbraue zucken, weiß er doch, dass es bisher immer so war. Jeder vorab veröffentlichte Song der Kanadier ging in eine sehr melodisch-poplastige Richtung, derweil die übrigen Tracks des Albums die typische raue Kraft der Band besitzen und nicht gerade zimperlich losrocken.

So auch auf „Here And Now“. Bereits der eröffnende Song „This Means War“ glänzt mit heftigen Riff-Attacken, wuchtigen Drums und einem alles wegfegenden Gesang von Bandleader Chad Kroeger. Die simplen, aber effektiven Arrangements greifen sofort.

Das gilt auch für den folgenden Song „Bottoms Up“, der ebenfalls mit einem einfachen, aber stampfenden Drum-Rhythmus für Begeisterung sorgt. Dessenungeachtet fungiert das Zusammenspiel der beiden ersten Stücke programmatisch als Vorschau für den Rest des Albums.

Leider versäumen die Kanadier es, mehr Abwechslung als die durch den oberflächlichen (und textlich mehr als späten) Song „When We Stand Together“, der etwas Ruhe in den Rausch aus bringt, auf dem Album zu erzeugen. Durch die einfachen Arrangements und sich wiederholenden Riffs stellt sich schnell Langeweile ein. Live dürfte jedes der Stücke begeistern, aber hört man sich das Album zuhause an, bemerkt man schnell ebendieses große Manko.

Fazit

Dennoch überzeugt „Here And Now“, da Nickelback nach wie vor einfach wissen, wie man heutzutage gute Rock-Musik schafft, die gleichwohl massentauglich ist. Das Zauberwort lautet „moderner Rock“, möglichst heftig und mit fettem Sound rocken, aber ja auf Ecken und Kanten verzichten.

Der Nickelback-Fan hat sich damit mittlerweile abgefunden oder ist gerade deswegen Fan, diejenigen, die die Band nicht mögen, mögen sie gerade deswegen nicht.

Trotz aller Kritik kann man Nickelback nicht absprechen, grandiose Songs zu schreiben. Bloß etwas neues oder innovatives darf man nicht erwarten und sucht es auch vergeblich.

Im Vergleich mit den beiden direkten Vorgängern „All The Right Reasons“ (2005) und „Dark Horse“ (2008) schneidet „Here And Now“ knapp vor und etwas hinter „Dark Horse“ ab.

Die Kompositionen haben sich noch etwas weiterentwickelt im Vergleich zu „All The Right Reasons“, im Gegensatz zu „Dark Horse“ schafft die Band es aber nicht, ein durchgängig hohes Niveau zu halten.

Für Fans der Band ist „Here And Now“ aller Kritik zum Trotz absolut empfehlenswert.

Doch auch Fans (wie ich) könnten langsam etwas verärgert darüber sein, dass die Band sich auf bereits existierenden und nur leicht geänderten Arrangements und Kompositionen ausruht.

Es wird Zeit für etwas neues, sonst könnte die (noch) große Fanschaft scharenweise abziehen.

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