Nie wieder einen Mann

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Rezension von: Kokoro | Rezensionsdatum:

Nie wieder einen Mann von
Bayern, Deutschland, in den 1980er Jahren. Regina ist verheiratet mit dem erfolgshungrigen Arzt Johannes und hat mit ihm drei Kinder, Andres, 14 Jahre, Katharina, 13 Jahre und Carolin, 6 Jahre alt. Bei einem Betriebsfest entdeckt Regina, daß Johannes fremdgeht und läßt sich von ihm scheiden.

Zur Seite steht ihr dabei ihre Freundin Babelin, die sich ständig neu verliebt (und jedesmal ist es die „große Liebe“).

Sie zieht mit ihren Kindern und ihrer Freundin Babelin aufs Land in die Nähe von Passau in eine alte Mühle. Schon bald fühlen sie sich dort sehr heimisch. Die pupertierenden Kinder haben jeden Tag neue verrückte Einfälle und stellen die Geduld und die „Alltagstauglichkeit“ ihrer Mutter täglich auf die Probe. Quasi täglich wächst der familieneigene Zoo: angefangen von einem Pferd, dessen Schicksal sonst der Abdecker gewesen wäre, Hunde, Katzen usw. Damit ist der gutaussehende Tierarzt Felix Aubach Stammgast in der Mühle, was Regina jedoch gar nicht paßt, denn sie will ja „nie wieder etwas mit einem Mann anfangen“. Immer wieder geraten die beiden aneinander, zumal Regina bewußt Abstand halten will, Felix sich jedoch verliebt hat und Regina für sich gewinnen will.

Fazit
Es ist absolut unklar, wie es die Autorin (Friederike Costa ist das Pseudonym der niederbayerischen Schriftstellerin Angeline Bauer) geschafft hat, dieses Werk bei einem Verlag unterzubringen. Die Handlung ist von der ersten Seite an nicht nur absolut durchsichtig und vorhersehbar, sondern auch banal und völlig ohne Höhepunkte. Der Schreibstil ist gewollt aber nicht gekonnt lustig gehalten, so daß der Leser nicht einmal ins Schmunzeln gerät, auch wenn die Autorin dies mit ihren Formulierungen immer wieder versucht. Aber Sprüche wie „Lieber Ente (Ende) und roh als ganz und gar“ (Seite 21) oder „Hey, zombig! Ich schwimme gleich an, sattes Gerät das, wirklich, das schärft sich!“ und als Reaktion der Mutter darauf „???“ (Seite 68) sind eher zum Gähnen als daß sie den Leser irgendwie fesseln.

Auch wenn die Handlung irgendwann in den 80er Jahren spielt, mutet der , sein Aufbau und der Schreibstil jedoch wie ein Heimatroman aus den 60er Jahren an – genauso langweilig und vorhersehbar. Da hilft auch das eigentlich ganz witzig gestaltete, modern anmutende Cover des Verlages nicht, geschweige denn der gar nicht so dezente Hinweis, daß es sich um einen „heiteren“ handele. Die knapp 200 – glücklicherweise in großer Schrift auf kleinem Format (kleiner als DIN-A5) gedruckten – Seiten lesen sich daher zu Rezensionszwecken erfreulicherweise schnell, aber die Zeit dazu ist dennoch verschenkte Lebenszeit.

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