Nikolaus Bernau: Reichstag Berlin

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Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Reichstag Berlin; Daniel Fuhrhop Berlin 1999; 32 Seiten; ISBN: 3933743184

Der Bundestag ist – als Parlament – die oberste deutsche Volksvertretung. Er tagt in den umgebauten Räumlichkeiten des ehemaligen Reichstages, der schon in den Tagen der Weimarer Republik für Parlamentssitzungen genutzt wurde.

Das vorliegende Heft gehört zu der Schriftenreihe „Die neuen Architekturführer“ und gehört dort zu der Nummer 13. Da Architekturführer in der Regel umfangreiche und schwergewichtige Bücher sind, die viel Platz wegnehmen und nicht unbedingt – beispielsweise – während einer Reise oder am Arbeitsplatz genutzt werden können, setzt der Verlag bei dieser Schriftenreihe auf einen umgedrehten Weg. Die Architekturführer sollen in kompakter Art und Weise Informationen bieten, die praktischerweise auch in eine Jackentasche bieten.

Der Verlag ist in der bundesdeutschen Hauptstadt Berlin ansässig, also einem Ort, wo man häufig geschichtlich interessanten Stellen begegnet. Nach eigenen Angaben kümmert sich der Verlag besonders um die Zeit der DDR, die Berliner Mauer und Orte der friedlichen Revolution von 1989. Mit dem Reichstag behandelt der Verlag also ein Gebäude, das allein schon unter historischen Gesichtspunkten sehr interessant ist.

Diese Geschichte wird in dem Architekturführer auch kurz erzählt, allerdings weniger unter politischen, sondern eher unter nutzungsgeschichtlichen Gesichtspunkten. Dann folgt der Schwenk in die Gegenwart, wobei dahingehend auf die aktuelle Nutzung eingegangen wird, als daß die Architektur jeweils nach ihrer Nutzung vorgestellt wird. Der Plenarsaal kommt also genauso vor wie die Arbeitsräume, die Kuppel, die Kapelle und die Kunst im Bundestag.

Die Architektur wird dabei nicht im Detail erklärt. Es wirkt fast schon ein wenig oberflächlich, wie hier auf Gesichtspunkte wie Raumaufteilung und Ausstattung eingegangen wird.

Historische Schwarzweißfotos gibt es genauso zu sehen wie Zeichnungen und ganzseitige Farbfotos aus unseren Tagen.

Läßt sich ein so geschichtsträchtiges und vielfältig genutztes Gebäude wie der Reichstag überhaupt in dieser komprimierten Form beschreiben? Müßte eine solche Publikation nicht umfangreicher sein? Diese Fragen stellen sich hier leicht. Der Ansatz, Berliner Bauten und Geschichte im wortwörtlichen „Taschenbuchformat“ zu beschreiben, wirkt hier sehr idealistisch. Schaut man sich Kunstführer von heimatkundlichen Vereinen an, ist die Informationsflut – bei gleichem Format des Papiers – wesentlich größer. Der Verlag sollte schon überlegen, ob er nicht bei bestimmten Themen Umfang und Inhalt etwas erweitert.

Das Fazit

Das vorliegende Werk ist deutlich zu oberflächlich, um wirklich zu überzeugen. Wer ist dieser Lord Norman Foster, der als Architektur für die gegenwärtige Architektur verantwortlich zeitigt? Hätte die heutige Raumaufteilung nicht besser beschrieben werden können? Es sind einfach zu viele Fragen, die offen bleiben.

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