Nordlicht

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Rezension von: michaelkrause2 | Rezensionsdatum:

DAS ALBUM, DAS SANTIANO NIE GEMACHT HABEN!

Die Band:

Sänger Malte Hoyer suchte sich 2003 in Osterholz-Scharmbeck ein paar Mitstreiter und gründete die Band . Ihr Ziel war es, sich der aufkommenden Mittelalter-Szene zu widmen. 2005 debütierten sie mit dem Album „Hoerensagen“. Anfangs noch nebenberuflich wuchs der Wunsch, von der Musik leben zu können. 2015 gab es einige Neubesetzungen in der Band, wodurch der Sound rockiger wurde. Auftritte beim Wacken Open Air, beim Rockharz und anderen Festivals waren die Folge. Auch die Erfolge wurden stetig größer. Das letzte Album „Funkenflug“ stieg auf Platz 2 der deutschen Charts ein. 

Das Album:

Nach dem Erfolg des letzten Albums waren die Erwartungen an den neunten Longplayer entsprechend hoch. Mit ihrer Mischung aus Mittelalterrock und erdiger, handgemachter Musik und durchaus auch poppigen Anleihen haben sich Versengold eine stetig wachsende Fangemeinde erspielt. Diese erlebt jetzt mit, wie die Bremer ihren vorläufigen musikalischen Höhepunkt erreichen. 

All das, was man bisher an Versengold mochte, bekommt man hier in Perfektion geboten. Humorvolle Party- und Trinklieder wie „Themenmädchen“ oder „Butter bei die Fische“ sind ebenso vertreten wie nachdenkliche Lieder („Winterflut 1717“, „Die Blätter, die im Frühling fallen“). Das Kokettieren mit der norddeutschen Geschichte („Der rode Gerd“) steht den Musikern ebenfalls gut zu Gesicht. Vor aktuellen Themen macht man im Übrigen nicht halt. In „Braune Pfeifen“ beziehen die Musiker eindeutig Stellung und machen klar, dass bestimmte Gruppierungen keine Alternative für Deutschland sind. 

Musikalisch können Versengold in gleichem Maße überzeugen. Auch wenn die eigentlichen Rockelemente nur spärlich gesät sind, kann ihre Mischung aus erdigem Folk und mittelalterlichen Klängen die Erwartungen erfüllen, wobei man nie eine Anbiederung an den Mainstream merkt. Hier schafft die Band das Kunststück, eine breite Masse anzusprechen, ohne den Geschmack eben dieser bewusst zu bedienen. 

Trackliste:

01 – Durch den Sturm

02 – Thekenmädchen 

03 – Der rode Gerd

04 – Küstenkind

05 – Der Tag, an dem die Götter sich betranken

06 – Winterflut 1717

07 – Erinnere dich (Ein Lied das nicht vergisst)

08 – Butter bei die Fische 

09 – Teufelstanz (feat. Laura Fella)

10 – Meer aus Tränen

11 – Die Blätter, die im Frühling fallen

12 – Weit, weit weg

13 – Braune Pfeifen

14 – Wohin wir auch gehen

Fazit:

Versengold sind eine dieser Bands, die wie Santiano in Wacken und im ZDF-Fernsehgarten auftreten können (und dies schon getan haben). Mit „Nordlicht“ legen sie das Album vor, dass ihre Kollegen (leider) nie gemacht haben. Die vierzehn Songs können allesamt überzeugen und machen richtig viel Spaß. Wer Versengold bisher nicht entdeckt hat, sollte sich „Nordlicht“ unbedingt anhören. Künftige Folk- und mittelalterliche Alben, werden sich an diesem Werk messen lassen müssen. 

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