Oliver Zybok: Yüksel Aslan Artures

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Yüksel Arslan

Elodie Evers. Hatje Cantz Verlag 2012, Gebundene Ausgabe, 272 Seiten, € 39,80

Rezension von: AndreasRuedig | Rezensionsdatum:

: Yüksel Arslan Artures

Das Buch ist im Jahre 2012 im Hatje Catz Verlag aus Ostfildern erschienen. Es ist 272 Seiten dick.

Die Inhaltsangabe

Hier liegt ein Ausstellungskatalog vor. Er beschreibt eine Kunstpräsentation, die unter anderem in der Kunsthalle Düsseldorf zu sehen ist, und zwar in der Zeit vom 21. April bis 24. Juni 2012.

Falls der kunstbeflissene Zeitgenosse noch nie von dem ausgestellten Künstler gehört haben sollte: Wie es der Name schon vermuten läßt, ist Arslan Türke. Jahrgang 1933, lebt er aber schon seit langer Zeit in der französischen Hauptstadt Paris. Seit den 1960er Jahren stellt er insbesondere in Frankreich und in der Türkei aus.

Der Verlag

Der wurde ja an anderer Stelle schon mehrfach vorgestellt. Daher sei an dieser Stelle darauf verzichtet.

Die Buchbesprechung

Die Bilder des türkischen Künstlers stehen hier eindeutig im Vordergrund. In der Regel paßt ein Bild auf eine Seite. Manchmal sind sie so klein, daß drei oder vier auf eine Seite passen. Manchmal ist das künstlerische Original so groß, daß zwei Seiten herhalten müssen.

Es gibt aber auch Text, kunstwissenschaftliches Geschwafel das meiste. Ab Seite 177 führt Beatrix Ruf ein Interview mit Yüksel Arslan. Hier stellt sich Arslan selbst vor, als Menschen, seine berufliche Biographie, seinen künstlerischen und kunsttheoretischen Ansatz. Dies ist noch der beste sprachlich-verbale Beitrag.

Wie schon an anderer Stelle gesagt: Yüksel Arslan ist bei uns in Deutschland ziemlich unbekannt. Selbst die türkische Arbeitsmigration hat nicht dazu geführt, daß hier eine eine Vorstellung von Bildender Kunst aus der Türkei vorhanden ist. Die vorliegende Publikation vertut die einmalige Chance, auf lebendige und anschaulich Art und Weise diese Bildungslücke zu schließen.

In welchem geistigen und künstlerischem Umfeld ist Arslan groß geworden? Welche andere prominente türkische Maler seiner Generation gibt es? Wer hat sie beeinfluß, welcher Einfluß ging von ihnen aus? Das Buch gibt keine leicht verständlichen Antworten auf diese Fragen, die leicht jemand stellt, der zwar unwissend aber neugierig ist.

In der vorliegenden Form ist das Buch bestenfalls eine gute Gedächtnisstütze, was die eigentliche Ausstellung anbelangt; Hintergrundwissen tut es aber nur bedingt vermitteln.

So nebenbei bemerkt: Wie wird ein Museum in Deutschland überhaupt auf einen Künstler wie Yüksel Arslan aufmerksam? Wie organisiert es die Ausstellung? Wie kommt es an die Exponate?

Es wäre schon schön gewesen, wenn der Ausstellungskatalog auch solche Informttionen vermitteln würde. Der Ausstellungskatalog würde bestimmt auch seinem Bildungsauftrag gerecht werden, wenn er dem Leser das Entstehen einer Ausstellung beschreibt.

Ein Fazit

Das vorliegende Buch ist ein Ausstellungskatalog. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr. Die Kunsthalle vertut hier die gute Gelegenheit, Wissen zu vermitteln.

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