Olli Schulz – S.O.S.

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Rezension von: Registano | Rezensionsdatum:

– S.O.S.

Der Rezipient hörte zum ersten Mal von Olli Schulz, als dieser vor Jahren mit dem eingängigen Song „Unten mit dem King“ und dem Album „Brichst Du mir das Herz dann brech ich Dir die Beine“ als Sänger auf einem Tonträger debütierte.

Damals wurde er noch unterstützt vom so genannten Hund Marie, dem heutigen Drummer der fabelhaften und sehr erfolgreichen Band Tomte. Der Hund Marie ist übrigens mittlerweile Ehemann der Schauspielerin Heike Makatsch.

Schulz war damals Songschreiber und Witzbold,wie der Albumtitel bereits besagte, aber er versuchte letzteres mit den drei Folgealben „Das beige Album“, „Es brennt so schön“ und „Warten auf den Bumerang“ (die Auflistung ist nicht chronologisch) etwas in den Hintergrund zu drücken.

Witzig war und ist er aber immer noch, jedoch keine Comedy.

In diesen Tagen ist nun Album Nummer 5 erschienen. Es trägt den Titel „S.O.S.“.

Diese Abkürzung steht für Safe Olli Schulz. Der Humor ist also noch da, aber Schulz ist weiterhin kein Comedy-Sänger.

Der ehemalige Hamburger und nun Berliner versucht in den meisten seiner Songs nicht mehr witzig zu sein, auch wenn er zweifellos ein witziger Mensch ist.

Das abschließende „Dank an alle“ ist allerdings zu krawallmäßig witzig, wenn alle auf der CD gesungenen Buchstaben den Raum betreten und von Olli lautstark angekündigt werden, ebenso Mischpult, Sessel, Tasten und so weiter.

Das ist nicht gut, man hört es sich nur einmal an. Der Rest des Albums im Großen und Ganzen gutes Songwriting.

Der einleitende Song „Wenn es gut ist“ oder „Old Dirty Man“, in dem die New Yorker Hardcore-Legende Walter Schreifels die zweite Stimme singt, seien stellvertretend für Ernsthaftigkeit und Schulz‘Anspruch gute Songs zu schreiben genannt.

Humor gibt es natürlich auch, zum Beispiel in „Ich kenn‘ da Ein“ oder in „Der kleine Bär“, wo Schulz Bärchen auf Märchen reimt.

Witzig ist auch der Refrain „Halt die Fresse, krieg ein Kind“ aus HDFKK. Das kann man mögen, muss man aber nicht, was auch für die kleinen Zwischenspiele gibt, die in dem Augenblick zu nerven beginnen, wenn man sie mehrfach gehört hat.

Wenn Schulz ernst wird (also schalkhaft ernst), ist er ein richtig guter Singer und Songwriter, der weiß was er tut. 

Fazit:

Wer Olli Schulz noch nicht kennt, aber gute deutschsprachige Musik mag, der sollte in dieses Album  unbedingt hinein hören. Oder in eines der älteren Alben dieses Sängers.

Bester Anspieltipp ist vermutlich immer noch „Unten mit dem King“ aus dem Debütalbum „Brichst Du mir das Herz dann brech ich Dir die Beine“ oder das ebenfalls dort vertretene „Rock’n’Roll Lifestyle“.

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