DVD – Steven Seagals´s The Keeper
Inhalt
Rolland Sallinger (Steven Seagal) ist Polizist in Los Angeles und wird bei einem Einsatz von einem korrupten Partner so stark verletzt, daß er letztendlich den Dienst quittieren muß. Da wird er von einem alten Freund, der ehemals Polizist in New Mexiko war und nun aufgrund reicher Bodenschätze ein wohlhabender Unternehmer ist, gebeten, Bodyguard für seine gutaussehende Tochter (gespielt von Jessica Williams) zu werden. Er sagt zu und überarbeitet das gesamte Sicherheitssystem des Anwesens und beschützt die Tochter. Doch es gibt einen Verräter im engen Umfeld und so kommt es, daß trotz seiner hohen Aufmerksamkeit die Tochter entführt werden kann. Sallinger macht sich auf die Jagd nach den Gangstern, was ihm viel Gelegenheit gibt, seine Kampfkünste zu demonstrieren …
Technische Details
- Regisseur: Keoni Waxman
- Schauspieler: Steven Seagal, Jessica Williams, Luce Rains
- Altersfreigabe: FSK 18
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Bildformat: 1,85:1
- Länge: 90 Minuten
- Regionencode: 2 (Europa)
Sonstige Informationen
Da es bereits einen Film mit dem Titel ”The Keeper” (mit Dennis Hopper in der Hauptrolle) gibt, heißt der vorliegende Film ausführlich “Steven Seagal´s The Keeper”.
Wie in fast allen Seagal-Filmen setzt dieser seine Martial-Arts-Künste ein, um die Verbrecher zur Strecke zu bringen. Bei dem vorliegenden Film handelt es sich um einen recht neuen Film aus dem Jahre 2010. Seagal präsentiert sich nach einigen Jahren schon fast Fettleibigkeit zu nennender Beleibtheit und einhergehender Trägheit nun wieder sichtlich schlanker und mit viel Engagement bei der Sache – dem Kämpfen. Man nimmt ihm die Kampfkunst, die er ja nun wirklich kann, auch wieder ab, er wirkt überzeugend in seinen Aktionen und auch seine schauspielerische Leistung ist für den nicht ausgebildeten Darsteller wirklich annehmbar, während man dies von den Co-Akteuren nicht sagen kann. Sie verblassen neben Seagal völlig.
Die Story erinnert stark an “Bodyguard” mit Kevin Costner und Whitney Houston und ähnliche Filme, nur daß es in diesem Film zwar ein paar prickelnde Momente zwischen dem Schützling und seinem Bodyguard gibt, jedoch keine wirkliche Affaire oder Sexszenen.
Fazit
Die Story ist nachvollziehbar und durchaus überzeugend, aber nicht allzu tiefschürfend. Ein Manko des Films ist, daß es leider kein Bonusmaterial gibt (das auf dem Cover erwähnte “Wendecover” und der Trailer zählen nicht wirklich, zumal die Rückseite des Covers exakt das gleiche Bild wie die Vorderseite zeigt), das bei einem solchen Actionfilm sicherlich sehr ergiebig hätte sein können. Die Altersfreigabe erst ab 18 Jahren wirkt bei den selten wirklich brutalen Szenen etwas übertrieben.
Nach einigen enttäuschenden Seagal-Filmen der letzten Jahre wieder ein sehr ansehlicher Seagal-Film, ein Muß für jeden Fan!
Autorwertung | Action | |
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Story | |
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DVD – R.E.D – Älter. Härter. Besser
Inhalt
Frank Moses (gespielt von Bruce Willis) ist ein gealterter ehemaliger Top-Agent der CIA, dessen Alltag nun darin besteht, sich irgendwie den Tag zu vertreiben. Oft ruft er aus Langeweile das Call Center der Rentenanstalt an unter dem Vorwand, sein Scheck sei noch nicht angekommen, nur um mit der netten Sarah zu plaudern. Eines Nachts bricht bei ihm zu Hause plötzlich ein Überfallkommando ein und will mit einem Riesenarsenal an Waffen und Munition Moses umbringen. Er kann die Eindringlinge jedoch austricksen und macht sich auf den Weg, Ex-Kollegen aufzusuchen und sie um Hilfe zu bitten, denn sie müssen sich gegen erheblich jüngere Kollegen zur Wehr setzen, die aus irgendeinem Grund die Veteranen ausschalten wollen. Vorher jedoch besucht er Sarah (Marie-Louise Parker), die auf diese Art und Weise ungewollt in die Fehde involviert wird und zunächst widerwillig, aber dann mit immer mehr Engagement Moses hilft.
Dabei besucht er Joe (Morgan Freeman) im Altersheim und Marvin (John Malkovich), der sich aufgrund einer Überwachungsparanoia (die, wie man im Verlauf des Films merkt, mehr als angebracht ist) von allen elektronischen Geräten abgekoppelt hat und in einem geheimen Haus wohnt.
Dabei besuchen sie die ebenfalls pensionierte Victoria (Hellen Mirren), die zum Schein eine Ferienpension führt, aber immer noch (Scharfschützen)-Aufträge annimt und ihnen mit – im wahrsten Sinne des Wortes - Feuereifer hilft – Nicht umsonst heißt der Titel “RED” = Retired (pensioniert) Extremely dangerous (extrem gefährlich).
Technische Details
- Regisseur: Robert Schwentke
- Schauspieler: Bruce Willis, Morgan Freeman, John Malkovich, Helen Mirren
- Altersfreigabe: FSK 16
- Sprachen: Deutsch, Englisch
- Länge: 107 Minuten
Ausführliches Bonusmaterial
Es handelt sich zwar nur um eine DVD in der Hülle, aber das Bonusmaterial ist immerhin fast eine Stunde lang und enthält unter anderem:
- Entfallene und erweiterte Szenen
- CIA-”Geheimnisse” (Interview mit einem echten CIA-Mitarbeiter sowie 5 verschiedene Fälle in einzelnen Kapiteln)
- Einblicke in Casting und Schauspieler
- Kinotrailer
Fazit – Ein witziger Rentner Action-Film?!
Die Handlung des Films ist gut und actionreich, wenngleich es natürlich immer einige Ungereimtheiten gibt (so ist es ziemlich unwahrscheinlich, daß bei dem Waffenarsenal, mit dem Moses´Haus im wahrsten Sinne des Wortes perforiert wird, nicht einmal ein Nachbar auf die Straße kommt und guckt, was denn passiert), aber der eigentliche Clou des Films ist, daß eine Reihe in die Jahre gekommener absoluter Top-Schauspieler rund um Actionhelden Willis und Co tatsächlich gealterte Menschen spielen und dies immer wieder verbal und in ihren Handlungen thematisieren. Dabei gibt es jede Menge Situationskomik, die jedoch auch ein Quentchen Wahrheit enthält.
Das zusätzlich enthaltene umfangreiche Bonusmaterial macht die DVD zu einem echten Highlight!
Der Film ist abwechslungs- und temporeich, witzig, süffisant, actiongeladen ohne zu brutal zu sein – ein toller Film!
Autorwertung | Action | |
Komik | |
Faszination | |
Unterhaltung | |
Gesamt | |
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Das große Deutschlandbuch: Land und Leute – gestern und heute von Anita van Saan
Inhalt
Bücher bzw. Bildbände über Deutschland gibt es viele; das vorliegende richtet sich jedoch vor allem an Kinder bzw. Familien und soll ein “interaktives” Buch sein. Was ist besonders an diesem Band?
Das Buch ist in vier Großkapitel eingeteilt: “Land und Leute”, “Geschichte und Staat”, “Bundesländer” und “Typisch Deutsch”. Auf jeder Doppelseite gibt es etwas “zu entdecken” – das kann eine aufklappbare Halbseite sein, unter der sich weitere Textelemente verstecken, oft sind es aber wirklich liebevoll gestaltete kleine Elemente wie zum Beispiel:
- eine Zugbrücke, die sich aufklappen läßt und auf deren einzelnen Elementen weitere interessante Tatsachen stehen,
- ein Briefumschlag, dem man einen Brief (mit einer Liste der Weltkulturerbestätten in Deutschland) tatsächlich entnehmen kann,
- mehrere Schiebeelemente (mit denen beispielsweise das Brandenburger Tor einmal in Schwarz-Weiß nach dem Weltkrieg und einmal in seiner modernen Form gezeigt wird oder die Berliner Mauer, die verschiedene Graffitis der Mauer durch das Verschieben zeigt),
- einige “eingebaute” Wörterbücher (bspw. Kölsch oder Schwäbisch)
- eine Litfaßsäule und andere Pop-Up-Elemente
Im ersten Teil wird Deutschland als Teil Europas vorgestellt, seine Großlandschaften und Bevölkerung. Danach folgen fünf Doppelseiten Geschichte (Frühgeschichte bis Karl der Große, Mittelalter bis Westfälischer Friede, Von Preußen bis Ende des Zweiten Weltkrieges und Nachkriegszeit bis Berliner Republik sowie eine Doppelseite mit der Staatsordnung inklusive einem Faltblatt mit Fotos der bisherigen Bundeskanzler.
Jedes Kapitel ist sehr aufgelockert gestaltet, es gibt also nicht einen durchgehenden Text, sondern die einzelnen Themen sind liebevoll gestaltet in Textblöcken, Graphiken usw., so daß auch für kleinere Kinder das Lesen nicht so schwer fällt, weil es sehr abwechslungsreich ist.
Als drittes Großkapitel folgen die Bundesländer, die auf jeweils einer Doppelseite erklärt werden, die von Nord nach Süd gelistet werden, wobei Berlin als Hauptstadt als letztes Bundesland dargestellt wird. Die Besonderheit hier ist, daß die Bundesländer nicht nur mit Daten und Fakten (z.B. Einwohnerzahl) und seinen Landschaften dargestellt werden, sondern es gibt auch immer einen Textblock mit Ideen für Familienausflüge – bei Schleswig-Holstein werden beispielsweise das Störtebeker-Fest oder das Freilichtmuseum Molfsee, die Karl-May-Festspiele in Bad Segeberg und die Kieler Woche genannt. Für jedes Bundesland werden auch die lokalen kulinarischen Spezialitäten aufgeführt, oft auch mit einem Foto.
Im Kapitel “Typisch Deutsch” schließlich werden die von Ausländern und Deutschen oft genannten typisch deutschen Eigenschaften, Speisen sowie Kultur und Kunst genannt. Das sind, wie könnte es anders sein, Bier, Brezel, Currywurst und Co, aber auch alte Sagen, Schriftsteller, Filme, Architektur und Forscher und deren Erfindungen wie bspw. Zahnpasta, Melitta-Filtertüten, das MP3-Format und anderes. Abgerundet wird das Buch mit einer Doppelseite über Sport (typisch Deutsch ist natürlich der Fußball) und einer Doppelseite über Ost- und Westdeutschland.
Am Ende findet sich noch ein Index, mit dem man bestimmte Begriffe schneller im Buch findet.
Fazit
Das Buch hat zwar nur 63 Seiten, ist aufgrund seiner interaktiven Elemente aber recht dick und groß (deutlich größer als DIN-A4). Auf diesen wenigen Seiten kann natürlich nicht Deutschland in seiner ganzen Breite erklärt werden, zumal viele Bildelemente enthalten sind, aber dies ist auch nicht Ziel des Buches. Stattdessen wird anschaulich, aber dennoch nicht zu oberflächlich ein Abriß Deutschlands gegeben, der in der Tat nicht nur lehrreich für Kinder ist, sondern auch sehr unterhaltsam für die gesamte Familie. Man kann sich an einem Kapitel recht lange Zeit aufhalten, das Buch aber auch schnell durchblättern.
Die einzigen Schwachpunkte des Buches sind:
- Einige Dinge werden so verallgemeinernd dargestellt, daß sie leider falsch sind (bspw. das Schulsystem auf Seite 7 oder daß alle Ausländer, die in Deutschland leben, auch ihre Muttersprache noch sprechen - ebenfalls S. 7)
- Die Verwendung der nicht-wertfreien Abkürzung BRD für die Bundesrepublik Deutschland ist gerade, wenn es um Ausbildung von Kindern geht, nicht sehr sinnvoll und zu politisch (negativ) besetzt
- Bei den technischen Errungenschaften hätte man viel mehr intereaktive Elemente oder Fotos einbauen können. Deutsche Forscher haben – vor allem in der Vergangenheit – wirklich viel geleistet, aber leider werden genau in diesem Kapitel wenig Bilder oder interaktive Elemente verwendet
- Bei dem relativ hohen Kaufpreis von 25 Euro wäre eine CD-Rom oder DVD als zusätzlich interaktives Material wünschenswert gewesen. (Daher nur eine “3″ bei Ausstattung
Dennoch insgesamt ein absolut lohnender Kauf für Familien mit Kindern!
Autorwertung | Unterhaltung | |
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Informationen | |
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Digitalkamera Lumix DMC-F3
Einleitung
Die Lumix DMC-F3 gehört mit rund 80-100 Euro Verkaufspreis zu den sehr günstigen digitalen Kompaktkameras. Doch ist sie ihren Preis wert?
Technische Details
- Megapixel: 12,1 (umschaltbar auf 5 MP)
- Zoom: 4fach optisch, 4 fach digital
- Display: 6,7 cm LCD
- Fotoformat: jpg (keine Zoommöglichkeit)
- Videoformat: avi, HD-Videos mit 1280×720 Pixeln
- 4 Modi: Automatik, Normal, Szene-Modi, Video
- Batterie: kameraspezifischer Akku (der Hersteller gibt an, daß eine Ladung für 220 Fotos reicht)
- Gewicht und Größe: 96 x 5,4 x 2,2 cm, 132 Gramm inkl. Batterie
- Speicherkarte: SD oder SDHC-Karten
- Interner Speicher: 40 MB
Erfahrungsbericht
Die Kamera ist – wie schon die Größenangaben erahnen lassen – wirklich sehr klein und paßt überall hinein. Es gibt oben an der Kamera nur 2 Knöpfe – einen Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten und einen Zoomregler. Hinten, bei dem großen Display gibt es einen Schiebeschalter zum Umschalter von Aufnahme und Wiedergabe, einen Modusschalter (zum Wechseln z.B. von Foto auf Video), zwei kleine Knöpfe für Display und Menu und ein – bei fast allen Kameras vorhandenes 5teiliges, kreisförmig angeordnetes Knöpfeset zum Vor- und Rückspielen von Bildern bei der Wiedergabe, Enterknopf, Blitzknopf usw.
Wer schon einmal eine Digitalkamera bedient hat, wird auch mit dieser Kamera ohne langes Lesen der Bedienungsanleitung schnell zurechtkommen.
Die Kamera ist schnell einsatzbereit und dank des eingebauten Stabilisators gelingen verwackelfreie Fotos gut. Nur bei Nachtaufnahmen und schnellen Bewegungen braucht es etwas mehr Übung. Die Geschwindigkeit hingegen könnte etwas schneller sein, die Kamera braucht relativ lange, um nach einem Foto wieder einsatzbereit zu sein. Für schnell hintereinander folgende Schnappschüsse oder Sportaufnahmen im Schnappschußmodus daher nicht so gut geeignet.
Die Übertragung der Bilder von der Kamera auf einen PC funktioniert völlig reibungslos und im vorliegenden Fall bei einem Windows 7-PC auch ohne Installation der – im Lieferumfang enthaltenen – Software. Gewöhnungsbedürftig ist lediglich, daß man bei der Kamera nach Einstöpseln des Kabels noch auf “ok” drücken muß, bis die Übertragung beginnt. Dies wird zwar im Display angezeigt, aber wer das nicht weiß, wundert sich zunächst, warum sich Kamera und PC nicht verbinden.
Positiv ist außerdem, daß die Kamera manuell umschaltbar von 12 auf 5 Megapixel ist, so daß man auch Fotos (in ebenfalls hervorragender Auflösung) machen kann, die nicht so viel Speicherplatz wegnehmen. Der Kauf und Einbau einer Speicherkarte ist bei dem internen Speicher von lediglich 40 MB jedoch auf alle Fälle nötig.
Fazit
Eine wunderbare Kamera für den Hobbyfotographen, der einfach nur fotographieren möchte, ohne lange manuelle Einstellungen vorzunehmen, die Bilder gelingen gut, die Übertragung ist super einfach und die Bildgröße ist dank der Umstellmöglichkeit von rund 4 MB auf 1,5 MB anpaßbar. Super Preis-Leistungsverhältnis.
Autorwertung | Bedienung | |
Ausstattung | |
Geschwindigkeit | |
Preis/Leistung | |
Leistung | |
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The Bone Garden von Tess Gerritsen
Inhalt
Dieser Roman enthält zwei Handlungsstränge, die beide in Boston (USA) spielen: einen in der Gegenwart, in der die junge Lehrerin Julia nach ihrer Scheidung spontan ein sehr altes Haus kauft und bei den ersten Gartenarbeiten auf ein Skelett stößt, und einen in der Vergangenheit um 1830, in der es um die junge Rose Connolly und eine Gruppe junger Medizinstudenten geht, die ihre ersten Ausflüge in die Welt der Pathologie und der Geburtsmedizin machen und dabei mit Armut, einem unheimlichen Mörder und anderen Widrigkeiten konfrontiert werden. Nach und nach verdichten sich beide Handlungsstränge, die auf verschiedene Arten miteinander verknüpft sind.
Julia Hamill möchte, nachdem die Gerichtsmedizinerin festgestellt hat, daß es sich bei dem Skelett zwar um eine ermordete Frau handelt, es sich jedoch um eine sehr alte Leiche handelt, auf eigene Faust weiter ermitteln, um zu erfahren, wer die Frau war, die vor über 100 Jahren auf ihrem Grundstück begraben wurde. Dabei lernt sie Henry Page kennen, einen 89jährigen schrulligen alten Herren, der die Geschichte seiner Familie in Form von Briefen und Zeitungsartikeln aufbewahrt hat und sie Julia zugänglich macht. In seiner Familie gab es über Generationen hinweg immer wieder Ärzte.
Rose Conolly ist eine arme Irin, die gemeinsam mit ihrer Schwester Aurnia vor kurzem in die USA eingewandert ist, um dort ihr Glück zu machen. Ihre Schwester ist mit dem Schneider Tate verheiratet, der sich jedoch nicht viel aus ihr macht. Aurnia steht kurz vor der Geburt ihres ersten Kindes und wurde aufgrund ihres schlechten Zustands ins Krankenhaus eingeliefert, wo Rose bei ihr Tag und Nacht wacht. Sie hat eine Infektion, die immer schlimmer wird und an der sie – wie viele andere Patientinnen zur gleichen Zeit – wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Margaret stirbt. Kurz darauf interessieren sich merkwürdig viele Menschen für Margaret, die in ein Waisenhaus soll, aber Rose wehrt sich trotz ihrer Armut und Zukunftslosigkeit dagegen, ihren nunmehr einizigen Familienangehörigen wegzugeben und flieht.
Sie bekommt dabei Unterstützung von Norris Marshall, einem jungen, ebenfalls eher armen, Medizinstudenten, der auf einer Farm aufgewachsen ist.
Norris selbst fühlt sich im Vergleich zu seinen reichen Kommilitonen ausgegrenzt, obwohl diese – inbesondere der talentierte Oliver Wendell Holmes – durchaus versuchen, ihn in ihre Aktivitäten mit einzubinden. Was sie nicht wissen: Wendell hat nicht das Geld, um mit ihnen abends in Bars zu gehen, sondern muß sich sein Studiengeld und seinen Unterhalt verdienen, was er nacht mit Grabplünderungen macht. Dies ist ein einträgliches Geschäft, da die Medizinfakultäten des Landes zu dieser Zeit für ihren Pathologieunterricht einen hohen Bedarf an frischen Leichen haben.
Norris unterstützt Rose zunächst offen – gegen den Befund seines Lehrers, den behandelnden Arzt von Aurnia – darin, daß ein weiteres Aderlassen Aurnia keine Besserung bringt und hilft ihr schließlich auch weiter mit Unterkunft, als Rose auf der Flucht vor den Menschen, die ihr Meggie wegnehmen wollen. Als plötzlich zwei Krankenschwestern kurz hintereinander brutal ermordet werden – von jemanden, der sich sowohl mit Medizin als auch mit Schlachten auskennt – überschlagen sich die Ereignisse.
Fazit
Zunächst ist der Leser etwas verwirrt, denn der sowohl der Titel “Bone Garden” als auch der hintere Klappentext lassen nicht darauf schließen, daß es sich um einen hauptsächlich in der Vergangenheit spielenden Medizinthriller handelt. Die Gegenwartshandlung bildet bis kurz vor Schluß lediglich einen Rahmen, der prinzipiell auch hätte wegfallen können. Erst am Schluß werden die Stränge so verknüpft, daß es nicht nur Sinn macht, sondern auch hoch interessant ist.
Die historische Handlung ist mit ihren auf Tatsachen beruhenden Fakten über die Enwicklungsgeschichte der Medizin sehr interessant und von der tatsächlich ausgebildeten Ärztin Gerritsen nicht nur wahrheitsgemäß, sondern auch sehr spannend erzählt.
Daher trotz der etwas irreführenden Verkaufstaktik eine sehr lohnenswerte und spannende Lektüre, jedoch nicht unbedingt ein Pageturner.
Autorwertung | Geschichte | |
Faszination | |
Charaktere | |
Story | |
Realismus | |
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Tags: Ballantine Books, Tess Gerritsen Geschrieben in Bücher, Fremdsprachig, Romane, Thriller | Keine Kommentrare »
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