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Mit gespaltener Zunge

Mit gespaltener Zunge von Andrew Wilson

Inhalt
Der junge Engländer Adam Woods geht kurz vor dem endgültigen Ende seines Studiums nach Venedig, um dort als Nachhilfelehrer in einer wohlhabenden italienischen Familie zu arbeiten. Doch als Adam in Venedig ankommt, kann er den Job nicht annehmen – der Schüler, den Adam eigentlich unterrichten sollte, hat sich einen mittelschweren Fauxpas geleistet, indem er mit gerade einmal 16 Jahren mit einem 14-jährigen Mädchen ein Kind gezeugt hat. Die Eltern des Jungen, die eigentlich auch Adams Arbeitgeber sind, haben den Jungen deshalb nach New York geschickt, so dass Adam nun nicht mehr benötigt wird. Doch das Paar gibt Adam immerhin einen Tipp für einen neuen Job, und kurz darauf nimmt Adam eine Stelle als Assistent des gleichermaßen exzentrischen wie geheimnisvollen und berüchtigten ehemaligen Schriftstellers Gordon Crace an.

Adam ist zunächst froh über diese Fügung des Schicksals, ist er doch schließlich auch nach Venedig gekommen, um neben der Arbeit als Nachhilfelehrer seinen ersten Roman zu schreiben. Fortan ist Adam Craces Mädchen für alles, doch Crace hält Adam förmlich in dem von außen luxuriös erscheinenden, aber bereits verwahrlosten Palazzo gefangen, und wenn Adam nur für wenige Minuten verschwindet, ist dies für Gordon Crace bereits eine fast unerträgliche Tortur. Adam ahnt schnell, dass der alte Crace etwas zu verbergen hat – doch auch Adam selbst hat keineswegs eine „weiße Weste“…

Ein intensiver, furchterregender Kriminalroman über zwei Menschen, die sich ein psychologisches Duell liefern und einiges zu verbergen haben
„Mit gespaltener Zunge“ ist die Geschichte eines jungen, ambitionierten Menschen, der vom großen literarischen Erfolg träumt und dabei in einen Strudel von Ereignissen gerät, die sein eigenes Leben und das Leben anderer für immer verändern. Zu Beginn des Romans führt der Autor Adam Woods als einen relativ klassischen Charakter ein, der eigentlich leicht als Identifikationsfigur dienen könnte – ein junger, intelligenter Mann, der sein altes Leben und die ewig gleiche Routine satt hat und nun in einer neuen, atemberaubend schönen Stadt einen neuen Lebensabschnitt beginnen will. Allerdings erfährt der Leser hierbei natürlich schon im Klappentext, dass die Geschichte von Adam Woods und Gordon Crace alles andere ist als die Beschreibung einer Freundschaft zwischen zwei Menschen aus verschiedenen Generationen.

Andrew Wilson wartet dann auch gar nicht allzu lange, um das Bild des Protagonisten Adam Woods „gerade zu rücken“ – von der sympathischen, wenn auch etwas hinterlistigen Identifikationsfigur verwandelt sich Adam Woods im Verlauf des Romans schnell in einen skrupellosen, rücksichtslosen und egoistischen „Kerl“, der zwar intelligent wirkt, jedoch äußerst arrogant auftritt und die Vergewaltigung der eigenen Freundin in etwa für „sein gutes Recht“ hält. So schafft Wilson eine Atmosphäre, in der sich zwei Charaktere begegnen, denen der Leser keinerlei Sympathien entgegenbringt, und die Nebenprotagonisten spielen dabei eine so vergleichsweise unbedeutende Rolle, dass dem Leser angesichts der stets präsenten Kaltblütigkeit Adams einerseits und der mysteriösen Aura, die Gordon Crace umgibt, ein ums andere Mal ein kalter Schauer den Rücken hinunterläuft. Die eigentliche Handlung gerät dabei im späteren Verlauf des Romans immer mehr zur Nebensache, was zwar einerseits die Spannungskurve etwas abflachen lässt, den Roman andererseits jedoch zu einer beeindruckenden Parabel über Niedertracht, Betrug und Arglist werden lässt.

Fazit
„Mit gespaltener Zunge“ ist keiner dieser Thriller, die einen „Adrenalinkick“ nach dem anderen liefern, dabei jedoch auf einen realistischen Handlungsverlauf verzichten. Seine eigentliche Spannung zieht „Mit gespaltener Zunge“ vor allem aus der Beschreibung des packenden psychologischen Katz-und-Maus-Spiels zwischen den beiden Hauptprotagonisten – ein Roman, der vielmehr eine Charakterstudie und ein psychologisches Schauermärchen ist, als „nur“ ein „spannender Thriller“ und seine volle Wirkung somit auch erst nach mehrmaligem Lesen entfaltet. „Mit gespaltener Zunge“ hat dabei durchaus das Zeug zum Klassiker auf dem Gebiet der modernen Spannungsliteratur!

Autorwertung

Geschichte
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Charaktere
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Spannung
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Kreativität
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Anspruch
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Gesamt
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Besucherwertung

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Risen

Risen

Die Story
Beim Spielstart wird man zuerst von einem imposanten und grafisch sehr aufwändigem Einführungsvideo begrüßt. Auch wird den treuen Spielern der alten „Gothic“-Reihe dabei die Stimme von Xardas auffallen, welche die Anfangsszenerie kommentiert: Die Welt wurde von den Göttern verlassen, die einst gegen die Titanen siegten und die Menschheit lange Zeit vor diesen beschützten. Doch mit dem Verschwinden der Götter erhebt sich erneut die Gefahr der Titanen und droht die gesamte menschliche Zivilisation auszulöschen. Man selbst befindet sich als blinder Passagier an Bord des Schiffes auf dem der Inquisitor zu einer kleinen Insel reist, die von den Titanen bisher verschont wurde. Doch wie es der Zufall so will, trifft das Schiff auf hoher See auf einen Titanen. Der Kampf zwischen diesem und dem Inquisitor beginnt. Das Schiff kentert und der Spieler wacht als Gestrandeter auf.

Spielbeginn
Ab hier übernimmt nun der Spieler. Die anfängliche Kulisse des tropischen Sandstrandes an dem ein paar Leichen der restlichen Schiffsbesatzung angespült wurden und der wütende Sturm der den Himmel verdüstert erinnert ein wenig an die Serie „Lost“. Doch wie dem auch sei, findet man schnell eine weitere Überlebende, die einem den Einstieg in das Spiel erleichtern soll. Dies ist auch wirklich gut gelungen, da man sich dank ihrer Hilfe immer auf den richtigen Weg besinnen kann: Anzeichen einer menschlichen Zivilisation zu finden.

Das Spiel
Schnell fühlt man sich an das ein wenig weiter zurückliegende „Gothic 2“ erinnert. Und je länger man spielt, desto mehr Gemeinsamkeiten finden sich. Erneut spielt man auf einer kleinen und von dem Rest der Welt abgeschiedenen Insel und erneut stellt sich die Frage, welcher der drei Fraktionen man sich anschließen sollte. Zunächst wären da die Ordenskrieger, denen man sich mehr oder weniger unfreiwillig anschließt, wenn man einem von ihnen außerhalb der Hafenstadt über den Weg läuft. Sobald man sich einer Seite angeschlossen hat, wird man von der „Weißen Armee“, wie sich die Ordenskrieger auch nennen, natürlich nicht mehr zwangsrekrutiert und kann ganz normal mit ihnen reden und teilweise auch handeln.

Der Ordenskrieger stellt eine Mischform zwischen Nahkämpfer und Magier da. Unterwiesen wird er im Stabkampf und der einfacheren Magie. Als weitere Fraktion stehen einem die Magier zur Auswahl, welche den Ordenskriegern sehr ähneln und sich mit ihnen auch das Hauptquartier teilen. Sie sind im Nahkampf weniger erfahren, haben dafür aber die Möglichkeit, auch komplexere Magie anzuwenden. Außerdem stehen noch die Banditen zur Wahl. Für den axtschwingenden Berserker oder auch den mit Schwert und Schild bewaffneten Ritter bieten sie die beste Ausbildung. Außerdem bieten sie als Gegenstück zur Magie den Bogen und die Armbrust an – leider können sie jedoch so gut wie keine Magie anwenden.

Fazit
„Risen“ ist ein spannendes und fesselndes Rollenspiel, das nicht nur Fans der alten „Gothic“-Teile gefallen wird. Allerdings erinnert es wirklich sehr stark an eine Aufbereitung des Klassikers „Gothic 2“, ist aber nichtsdestotrotz eine würdige Wiederauferstehung des Klassikers. „Risen“ ist ein Spiel, welches man eigentlich mehrmals durchspielen muss, um wirklich alles erlebt zu haben.

Autorwertung

Spielspaß
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Grafik
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Sound
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Steuerung
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Diablo 2

Diablo 2

Handlung
„Diablo 2“ ist wohl eines der beliebtesten Rollenspiele aller Zeiten. Sie schlüpfen in einen Charakter ihrer Wahl und bekämpfen das Böse. Das Spiel ist in 4 Akte geteilt, das Expansion Set liefert dabei einen zusätzlichen 5. Akt, indem Sie gegen Baal, den Bruder von Diablo kämpfen müssen. In „Diablo 2“ gibt es die Charakterklassen Barbar, Amazone, Zauberin, Paladin und Totenbeschwörer. Durch das Expansion Set kommen noch die Klassen Druide und Assesine hinzu, wodurch das Spektrum der wählbaren Personen gut gedeckt ist. In „Diablo 2“ bekommt man durch das Erfüllen von Aufgaben und das Töten von Monstern Erfahrung, wodurch man Level aufsteigen kann. Nach einem Levelaufstieg kann man Spezialfertigkeiten lernen. In Diablo 2 gibt es auch 2 Speziallevel, die nicht für das Fortschreiten der Handlung wichtig sind. Zum einen zählt hierzu das geheime Kuh-Level und zum anderen das Hellfire-Quest. Durch das Expansion Set kommen auch eine große Anzahl an Items neu in das Spiel.

Der erste Akt
Sie beginnen im Lager der Jägerinnen, das Ziel dieses Akts besteht darin, Andariel zu vernichten. Hinzu kommen dann noch mehrere kleinere Quests wie etwa die Aufgabe, Deckard Caine zu finden oder einen Blutraben zu töten.

Die Akte 2 und 3
Akt 2 beginnt in Lut Gholein, einer Wüstenstadt, die nahe dem Grab von Tal Rasha liegt. Tal Rasha war ein Magier, der sich zusammen mit Baals Seelenstein in seinem Grab einsperren ließ. Baal übernimmt jedoch Tal Rasha und verschwindet, bevor der Spieler am richtigen Grab ankommt. In Tal Rashas Grab angekommen findet man nun Duriel, eines der „niedrigen Übel“. Doch man sollte das Tier nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wenn Duriel besiegt ist, wird die Handlung von Tyrael vorangetrieben. Zu Beginn von Akt 3 ist man in der alten Handelsstadt Kurast angekommen und muss von dort aus durch kleinere Aufgaben nach Travincal finden. Dort findet man in den Tiefen der Katakomben Mephisto. Nachdem dieser besiegt ist, bekommt man seinen Seelenstein.

Der vierte Akt und der fünfte Akt im Expansion Set
Durch ein Portal sind wir in die Festung des Wahnsinns gekommen und gehen von da aus direkt in die Hölle. Als erstes sucht man die Höllenschmiede, dort muss man Mephistos Seelenstein zerstören. Wenn man das geschafft hat, geht man tiefer in die Hölle und kämpft direkt gegen Diablo. Im fünften Akt befinden wir uns in der Bergstadt Harrogath, die von Baal angegriffen wird. Um zu Baal zu gelangen muss man zum Weltsteinturm, dort muss man einige Spezialgegner aus jedem Akt abfertigen, danach Baals Leibgarde liquidieren und zum Schluss muss man Baal selbst töten.

Fazit
Insgesamt ist das Spiel sehr abwechslungsreich und spannend, zudem kommt eine tolle Handlung, die durch schöne Videos abgerundet wird. „Diablo“ und „Diablo 2“ gehören nicht umsonst zu den bekanntesten Rollenspielen.

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Butterfly Effect 2

Butterfly Effect 2

Inhalt
Nick, seine Freundin Julie sowie seine Freunde Trevor und Amanda machen einen gemeinsamen Ausflug ans Meer. Während Nick und Julie miteinander reden, wird er von seinem Chef angerufen. Nick muss verschwinden und zu einem wichtigen Meeting. Nicht gerade erfreut akzeptiert seine Freundin das Ganze und sie fahren zu viert wieder in Richtung Heimat. Doch unterwegs platzt Ihnen ein Reifen und der Wagen gerät ins Schleudern, ein LKW rammt noch den Wagen. Als Nick im Krankenhaus zu sich kommt, muss er feststellen, dass er der einzige Überlebende des Unfalls ist.

Am Abend seiner Entlassung möchte er den Tag des Unfalls Revue passieren lassen und schaut sich die Fotos an, die an jenem Tag geschossen worden sind. Er bemerkt, dass die Bilder anfangen sich zu bewegen und dass er starke Kopfschmerzen bekommt. Etwa 1 Jahr später soll Nick für seine Firma eine Präsentation vor einem Kunden halten, doch als er ein Foto anblickt, bricht er zusammen. Sein Chef beurlaubt Nick erst einmal für 1 Woche, damit dieser etwas mehr Ruhe bekommt. Als Nick nach Hause kommt und sich wieder die alten Fotos anschaut, geht er das erste mal in der Zeit zurück und findet sich im Unfallfahrzeug wieder, bevor der LKW ihn rammt. Nick macht instinktiv alles richtig und weicht dem LKW aus, so dass niemand zu Schaden kommt.

Als Nick in dieser 2. Realität wieder ankommt, ist er begeistert, dass seine Freundin lebt. Leider ist beruflich nicht alles so wie es sein sollte. Nicks Konkurrent wurde anstelle von Nick befördert und ruiniert gerade die Firma. Nick nimmt in einem Anfall von Emotionen den Mund zu voll und wird entlassen. Zuhause angekommen findet er ein Bild der Weihnachtsfeier am Kühlschrank und springt zurück. Er lässt ein paar wichtige Akten mitgehen und verändert so die Realität. Wieder zurück stellt Nick fest, dass er der Vizepräsident der Firma ist. Er fährt in sein neues Appartement und muss feststellen, dass seine Freundin nicht da ist. Bei einem Geschäftsmeeting wird Nick von der Tochter seines Chefs überrascht. Als er wieder nach Hause möchte, kommt Trevor und sagt, dass ein Malcolm 250.000 Dollar von ihm haben will und das er sich schon vor langer Zeit von seiner Freundin getrennt hat.

Nick möchte Trevor natürlich helfen und fragt seinen Chef ob er die Investition von Malcolm vorzeitig auszahlt, dieser hat jedoch keine Reserven. Am Übergabeort bietet Nick 10 Prozent des Geldes als Bonuszahlung an, Malcolm lehnt jedoch ab und bringt Trevor um. Nick versucht aus dem Club zu flüchten und läuft Julie in die Arme, die jedoch einen neuen Freund hat. Im Eifer des Gefechts wird Julie von hinten erschossen und stirbt in Nicks Armen. Nick findet sich im Zimmer von Malcolms Geschäftspartner wieder, kann jedoch fliehen. Nach einem Gespräch mit seiner Mutter beschließt Nick nun, einen letzten Zeitsprung zu wagen. Nick findet sich am See wieder und trennt sich von Julie, diese sagt ihm, dass sie von ihm schwanger ist und rennt zum Wagen. Nick weiß jedoch bereits, dass der Reifen platzen wird und verfolgt sie. Er holt Julie ein, aber sie lässt sich nicht dazu überrreden anzuhalten, Nick kommt ins Schleudern und stürzt die Klippe hinunter. Julie nennt ihren Sohn in der letzten Szene Nick.

Fazit
„Butterfly Effect 2“ ist ein spannendes Drama und hat am Ende einen kleinen Bezug zum 1. Teil. Insgesamt ist der Film sehr nervenaufreibend und interessant. Es lohnt sich somit, den Film zu sehen.

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Action
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Special Effects
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Umsetzung
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Animationen
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Cover
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Wiedergänger

Wiedergänger von Alexandra Kui

Inhalt
In den Wirren des 2. Weltkrieges wird 1942 in Lübeck ein Mann lebendig begraben – und das von seinen eigenen Kindern. Als der Krieg vorbei ist, verschlägt es die Tochter dieses Mannes nach Island, wo sie sich eine neue Existenz aufbauen möchte und die Vergangenheit endlich hinter sich lassen will. Doch das Leben im unwirtlichen, kalten Island stellt Fritzi Hartmann (so der Name der Tochter), die in Island einen neuen Namen angenommen hat, vor scheinbar unlösbare Aufgaben und sie hat nicht nur mit dem harten Leben in der isländischen Einöde zu kämpfen, sondern es machen ihr auch merkwürdige Geistererscheinungen und der tief in der isländischen Kultur verwurzelte Aberglaube zu schaffen.

60 Jahre nach der schrecklichen Tat bekommt es Liv Engel, eine Nachfahrin des einst lebendig begrabenen Mannes mit den Folgen des Verbrechens zu tun. Ihr geliebter Großvater Tönges verschwindet und Liv macht sich auf die Reise nach Island – eine Reise, die ihr Leben und ihr Bild von sich selbst und ihrer Familie nachhaltig verändern wird…

Eine intensive Familiensaga – geschrieben von einer Thriller-Autorin
Dem Klappentext nach zu urteilen, erwartet den Leser in „Wiedergänger“ eine fesselnde Erzählung über ein ungesühntes Verbrechen, welches einen Fluch zur Folge hat und so das Leben der Protagonisten noch über Jahre hinweg belastet. Allerdings sollte man sich im Falle von „Wiedergänger“ nicht unbedingt auf den Klappentext verlassen – der Roman ist vielmehr eine intensive, tiefgründige Familiensaga, die den Leser in die Einöde der isländischen Provinz verschlägt als ein typischer Kriminalroman.

Die Lebenswege der Protagonisten sind zwar miteinander verbunden, dies jedoch auf verschlungene und teilweise schwer durchschaubare Weise, und die Autorin konzentriert sich in „Wiedergänger“ vor allem auf die Beschreibung der isländischen Kultur, der Eigenheiten der Bewohner dieser Insel und auf die genaue Analyse der isländischen Geistergeschichten und des Aberglaubens. Dies trägt dazu bei, dass der Roman sehr intensiv und tiefgründig erscheint, doch eine wirkliche Spannungskurve sucht man leider bis zum Schluss vergebens. Der Schluss ist überraschend und beantwortet viele ungeklärte Fragen, lässt den Leser aber doch an einem gewissen Punkt allein und beinahe ratlos zurück.

„Wiedergänger“ überzeugt somit als Familiensaga, wer jedoch einen echten Spannungsroman oder gar einen Thriller erwartet, wird wohl etwas enttäuscht sein. Dies mag zu einem gewissen Teil auch an den Unterschieden zwischen der deutschen und der isländischen Kultur liegen, denn der durchschnittliche deutsche Leser wird von der Existenz von Geistern und Untoten, die so gar nicht dem „Zombie-Klischee“ entsprechen, wohl wenig überzeugt sein. Das Manko des Romans ist dabei im Wesentlichen die Tatsache, dass oftmals die Realität mit den Wahnvorstellungen der einzelnen Protagonisten verschwimmt und man als Leser deshalb so etwas wie eine „klare Linie“ vermisst.

Fazit
Wer angesichts des geografischen Hintergrunds von „Wiedergänger“ einen klassischen „nordischen Krimi“ erwartet, wird enttäuscht werden, denn an die „Wallander“-Krimis von Henning Mankell oder auch an die düsteren, packenden Kriminalromane von Asa Larsson erinnert in „Wiedergänger“ nur sehr wenig. Wer jedoch bereit ist, sich auf eine tiefgründige, oft zweideutige und sehr intensiv erzählte Familiensage einzulassen, wird an „Wiedergänger“ Freude haben.

Autorwertung

Geschichte
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Atmosphäre
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Charaktere
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Lesbarkeit
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Kreativität
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Gesamt
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